Liebe Wischka,
Du kannst Dich doch gerne in der Kuschel-Abteilung dieses Forums umschauen und mal die Suchfunktion nutzen.![]()
Thema: Absolute Beginner
Ergebnis 1 bis 5 von 116
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03-02-2009 09:36 #1Wischka Gast
Absolute Beginner
Das erste Mal kommt für viele immer früher. Aber fast unbemerkt gibt es eine große Gruppe junger Erwachsener ohne jegliche Sexerfahrung – die Absoluten Beginner. Besonders betroffen sind Studenten.
In der aktuellen UNICUM Ausgabe findet Ihr dazu einen Artikel.
Diskutiert mit: Wo seht ihr die Gründe für unfreiwillige Enthaltsamkeit? Kennt ihr Betroffene? Sind Studenten wirklich sexuell gehemmter? Und welche Wege gibt es aus dem Teufelskreis?
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03-02-2009 10:00 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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03-02-2009 22:12 #3
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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04-02-2009 11:39 #4
Kennt ihr Betroffene???? Schaut ihr euch das Forum hier auch mal an?
"Wir hatten zwei Beutel Gras, 75 Kügelchen Meskalin, fünf Löschblattbögen extrastarkes Acid, nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und n ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher, einen Liter Tequila, ne Flasche Rum, ne Kiste Bier, nen halben Liter Äther und zwei Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unsere Tour brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ne ernsthafte Drogensammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden..."
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05-02-2009 10:13 #5
Liebe Wischka,
der Tipp des Lausitzers, sich einmal im Kuschelforum umzutun, ist zweifellos hilfreich: Die „AB-Problematik“ ist dort seit Jahren ein Topthema – nicht zuletzt deshalb, weil sie sich einer ursächlichen Lösung hartnäckig zu widersetzen scheint. Sinngemäß gilt das Gleiche für jene Singles, die zwar schon Beziehungen hatten, aber seitdem schon längere Zeit mit dem gleichen Problem zu kämpfen haben wie die „richtigen“ ABs – der „Unsichtbarkeit“ gegenüber den Angehörigen des Zielgeschlechts (für diese Gruppe wurde zur besseren Unterscheidung der allgemeinere Begriff des „Beziehungsphantoms“ vorgeschlagen).
Nicht, dass den Betroffenen keine entsprechenden Ratschläge gegeben worden wären: In der Tat wird fast jede Anfrage eines ABs mit zahlreichen, teils wirklich produktiven, Antworten bedacht!
Um zu vermeiden, dass diese Tipps immer und immer wieder geschrieben werden müssen, wurde vor Jahren eigens damit begonnen, diese in einem eigenen Thread, der „Unfreiwillig-Single-Fibel“ zu sammeln.
Allerdings wurde nach zwei Jahren, in denen die Fibel bestand, eine Katamnese durchgeführt, um zu prüfen, ob die dort gesammelten Tipps tatsächlich nützlich waren und einzelnen Usern zu einer Behebung ihres Problems verholfen werden konnte.
Dies ist ganz eindeutig nicht der Fall.
Nicht eindeutig ist indes die Ursache dieses Effekts:
Stellen sich die Betroffenen einfach zu doof an, so dass sie die wohlmeinenden Ratschläge nicht verstehen?
Sind die Nichtbetroffenen nicht in der Lage, ihr Know-how so darzustellen, dass die Adressaten es nachvollziehen können?
Die besagte follow-up-Umfrage zeichnet ein anderes Bild: Ihr zufolge werden die gegebenen Tipps positiv bewertet, aber es hapert es an der praktischen Umsetzbarkeit.
Im Grunde ist das ein einleuchtendes Ergebnis, denn viele der vorgeschlagenen Lösungsansätze lassen sich zwanglos in zwei Gruppen einteilen (wenngleich eine Trennung beider bisweilen schwerfällt):
1. Geh dorthin, wo Frauen sind.
2. Werde lockerer im Umgang mit ihnen.
Normalerweise ist in der „präberuflichen“ Lebensphase die Ausbildungsstätte eine der hauptsächlichen Partnerbörsen. Das funktioniert allerdings immer dann nicht, wenn es sich um Studiengänge handelt, die ein unausgewogenes Verhältnis zwischen Studentinnen und Studenten haben. Bei den Natur- und Ingenieurswissenschaften sind die Herren oft deutlich überrepräsentiert (und die Damen sind, sofern vorhanden, bisweilen nicht als solche erkennbar
), bei den Romanisten und den Veterinären sind umgekehrt die Herren Mangelware, wogegen es bei Juristen und Medizinern oftmals recht paritätisch zugeht , so dass dort auch fast keine Abs anzutreffen sind.
Entsprechend kann der entspannte Umgang mit den Angehörig(inne)n des Zielgeschlechts im einen Fach leichter, im anderen eher schwerer erlernt werden. Das gilt umso mehr in jenen Fällen, in denen das Studium (was ja im Grunde auch wünschenswert ist) eine Fortsetzung des Hobbies mit anderen Mitteln ist. Wer Astrophysik studiert und auch nach Vorlesungsschluss begeisterter Sternengucker ist, erlebt den in seinem Interessengebiet vorhandenen Damenmangel fast rund um die Uhr. Dieser Effekt tritt nur dann nicht ein, wenn es ein Hobby (oder deren mehrere) gibt, denen der Betroffene ebenfalls mit Spaß nachgeht, bei denen aber die Geschlechterverteilung ausgeglichener ist – das können musische Disziplinen sein, Sport oder Vergleichbares.
Wesentlich ist hier die Einschränkung „mit Spaß“ und ich denke, an dieser Hürde scheitert ein Großteil der Betroffenen (und nicht nur ich selbst
). Es ist lieb gemeint, wenn zur Ausübung eines „frauenhaltigen“ Hobbies geraten wird, aber das allein reicht nicht aus: Es muss dem Betroffenen auch Spaß machen. Tut es das nicht, fühlt sich der Betroffene nicht wohl und wird keine positive Ausstrahlung haben – und überdies werden die anwesenden Damen wahrscheinlich zehn Meilen gegen den Wind riechen, dass am jeweiligen Sujet kein echtes Interesse besteht, sondern der Betreffende (im Forum oder sonstwo) gelesen hat, dass mann bei Sprach/Töpfer/Tanz/whatever-Kursen „ganz leicht tolle Frauen kennenlernen kann“.
In diesem Falle fehlt es an der zweiten empfehlenswerten Eigenschaft: Der Lockerheit.
Je seltener der informelle Kontakt zu Frauen ist, umso stressbehafteter wird er normalerweise sein – besonders dann, wenn einem ein ganz bestimmtes Exemplar wirklich gut gefällt und man herausbekommen möchte, ob das auch einer näheren Betrachtung standhält und auf Gegenseitigkeit beruht.
Der nachdrücklich vorgebrachte Rat „Sei locker!“ dürfte bei den wenigsten schüchternen Menschen spontan verfangen (ich kenne niemanden, der es schafft, auf Kommando locker zu sein).
Ich bin allerdings - und das dürfte die einzige Antwort sein, die ich auf Deine Frage „Wißt Ihr Auswege?“ anbieten kann - überzeugt davon, dass sich die empfohlene Lockerheit trotzdem erreichen lässt, wenngleich sie sich, jedenfalls nach meiner Erfahrung, nicht unbedingt als Patentrezept für die Diagnose "permanent pertnerlos" erwiesen hat.
Im Normalfalle haben doch die meisten Beziehungsphantome das gemeinsame Problem, nicht als potenzieller Partner wahrgenommen zu werden, sondern auf jenem Konstrukt zu landen, was hier im Forum als „Kumpelschiene“ bezeichnet wird.
Im Ergebnis sollte also jedes Phantom über einen soliden Stamm guter Kumpelinen verfügen. Meine Empfehlung wäre, sich die Haltung der Damen zueigen zu machen und sie ihrerseits als das zu akzeptieren, was sie sind: Kumpel (nur halt eben in der weiblichen Ausführung
). Gerade die ABs sollten von dieser Haltung profitieren können: Sie haben so ausgiebig Gelegenheit, die „unbekannten Wesen“ aus der Nähe kennenzulernen und zu bemerken, dass es keinen Anlass gibt, „die Frauen“ pauschal (ob ihrer Ablehnung der eigenen Person gegenüber) als „böse“ einzustufen, oder umgekehrt (weil sie ja in gewisser Weise unerreichbar sind) auf einen Sockel zu stellen und anzuhimmeln.
Beides ist inadäquat: Frauen können genau solche ungehobelten Rüpel sein wie wir Männer, und ebenso wie wir können sie zur Hochform auflaufen und uns positiv überraschen.
Nur: Das bemerkt man nicht, wenn man sie aus sicherer Distanz umkreist - da heißt es dann schon „Ran an die Frau!“. Und in der Tat: Von vereinzelten Rückfällen abgesehen (bei mir derzeit ca. einmal jährlich mit fallender Frequenz) verlieren sie mit den Jahren den Nimbus der Anbetungswürdigkeit und man gewöhnt sich daran, dass zwischen ihnen und einem selbst ein einvernehmlicher Mindestabstand existiert, der keinesfalls unterschritten wird (gerade so, als ob es Männer wären).
Mit der Zeit wird man dann in gewisser Weise schon „locker“ im Umgang mit den Damen.
Zugegeben: Zu nem größeren „Impact-Faktor“ verhilft das - jedenfalls nach meiner Erfahrung - nicht.
Aber : Das macht einem mit der Zeit immer weniger aus.
Wer für die weibliche Fraktion durchsichtig ist (jedenfalls als potenzieller Partner) und das akzeptiert, wird früher oder später beginnen, sich - nolens volens - in diesem Zustand einzurichten, eben weil es an brauchbaren Exitstrategien fehlt (wie die Umfrage hier ja schlagkräftig beweist). Er wird seine Hobbies ausschließlich danach auswählen, was ihm Spaß macht (und nicht danach, ob da Frauen sind oder nicht) und seine Zeit mit ihnen und mit seinen Freunden verbringen. Wenn dazu noch ein Job kommt, der Spaß macht, rückt das Thema „Frauen“ - zusätzlich begünstigt durch die sich einstellende Gewöhnung - zunehmend in den Hintergrund.
Eine Beziehung zu einer Partnerin ist dann nicht mehr nur - aufgrund der eigenen Eigenschaften - unmöglich.
Sie wird buchstäblich unvorstellbar.Geändert von Düsentrieb_610 (05-02-2009 um 10:58 Uhr)
"Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
(Jean-Jacques Rousseau)
"Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings."
(Victor Stenger)
Am Ende wird alles gut.
Und falls nicht, ist es nicht das Ende.
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