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  1. #1
    Avatar von EmmaPeel
    EmmaPeel ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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    Frauen als Protagonistinnen

    Mich würde mal interessieren, ob es auch Bücher mit Frauen als Protagonistinnen gibt, in denen sich nicht alles um Beziehung und/oder Familie dreht. Also nicht Frauen, die ständig über Beziehungen/Männer nachdenken oder Beziehungsprobleme lösen, nicht Singlefrauen die krampfhaft einen Mann suchen, nicht Übermütter, Übertöchter, Überlesben.

    Würde gerne mal ein Buch mit einer Protagonistin lesen, die unabhängig und frei ist und sich mit etwas weltbewegenderen Themen beschäftigt als mit Beziehung und Familie.

    Gibt es sowas denn?

    Bin schon sehr gespannt auf Eure hoffentlich zahlreichen Buchtipps.

    Grüße,
    Emma
    life is funny but not ha-ha-funny.

  2. #2
    Gäschtle Gast
    Zitat Zitat von EmmaPeel
    Mich würde mal interessieren, ob es auch Bücher mit Frauen als Protagonistinnen gibt, in denen sich nicht alles um Beziehung und/oder Familie dreht. Also nicht Frauen, die ständig über Beziehungen/Männer nachdenken oder Beziehungsprobleme lösen, nicht Singlefrauen die krampfhaft einen Mann suchen, nicht Übermütter, Übertöchter, Überlesben.

    Würde gerne mal ein Buch mit einer Protagonistin lesen, die unabhängig und frei ist und sich mit etwas weltbewegenderen Themen beschäftigt als mit Beziehung und Familie.

    Gibt es sowas denn?

    Bin schon sehr gespannt auf Eure hoffentlich zahlreichen Buchtipps.

    Grüße,
    Emma
    Versuchs doch mal mit Maria Beig, bevorzugt "Treppengesang"!
    Viel Spaß!!

  3. #3
    Kah Gast
    Emma, ich bin schockiert, dass mir das jetzt erst so richtig auffällt...ich hab den ganzen Abend nachgedacht und so wirklich außerhalb dieser Klischees ist mir kein Buch eingefallen...
    Ich danke Dir für diese Erkenntnis.
    Ich werde weiter suchen.

  4. #4
    pesquisador Gast
    Mir gings ähnlich wie Kah, ich war ziemlich überrascht als ich gerade mal an meinem Bücherregal vorbeigegangen bin und ziemlich wenig gefunden habe, was Deinen Wünschen entspricht...

    Einfach wäre es, wenn Du eventuell auch an Biographien interessiert wärest!? Die von Marie Curie (die von ihrer Tochter geschriebene) oder die von Rosa Luxemburg (von Max Gallo) kann ich sehr empfehlen.

    Bei Romanen siehts echt mager aus. In den meisten meiner liebsten Romane spielen männliche Figuren die Hauptrolle. Und in den wenigen anderen gehts schon auch oft unter anderem um Familie oder Beziehungen. Allerdings nicht in einem klischeehaften Sinne. Daher vielleicht mal einige gute Bücher mit weiblichen Protagonistinnen die ich mag und die mir gerade einfallen:

    "Lemonas Geschichte" von Ken Saro Wiwa
    Ist eine sehr beeindruckend und erfrischen erzählte Geschichte über eine junge Frau in Nigeria, die aus einem kleinen Dorf stammt und darum kämpft sich in der Stadt durchzusetzen und und sich dort ein Leben nach ihren Vorstellungen und Träumen aufzubauen.

    "Veronika beschließt zu sterben" von Paulo Coelho
    Jaja, ich weiß. Ein wenig kitschig und schon ein wenig esotherisch angehaucht. Aber trotzdem wunderschön und voller Weisheit. Ich mag es sehr.

    "Das tägliche Nichts" von Zoé Valdes
    Hm, darin gibt es schon ein, so die Autorin, "pornographisches Kapitel. Trotzdem würde ich nicht sagen, daß es in dem Buch um Beziehung geht. Sondern eher um eine selbstbewußte Frau im sozialistischen Kuba mit all den paradoxen und abstrusen Lebensumständen, die dort herschen.

    "Mein Name ist Luz" von Elsa Osorio
    Da geht es schon auch um Familie, genauer gesagt davon, daß eine Frau entdeckt, daß ihre Eltern nicht ihre Eltern sind und die in die dunkle Vergangenheit der Militärdiktatur in Argentinien abtaucht.

    "Paradies ohne Grenzen" von Lídia Jorge
    Kann ich sehr empfehlen. Es geht dort um eine Schriftstellerin, die sich in einem alten Haus in Lissabon () einquartiert, die übrigen, jungen Bewohner beobachtet und beginnt über deren Wege ins Leben, ihre Hoffnungen und ihr Scheitern zu schreiben. Wunderbar erzählt und sehr klug und dabei richtig spannend.


    Hm, unabhängig und frei sind die Protagonistinnen im Prinzip alle nicht. Aber ist es nicht im Prinzip unmöglich als Mensch völlig unabhängig und frei zu sein? Und wenn die Hauptfigur eines Romanes es wäre, wovon sollte dann der Roman noch handeln?

  5. #5
    otsihpeM Gast
    Zitat Zitat von EmmaPeel
    Mich würde mal interessieren, ob es auch Bücher mit Frauen als Protagonistinnen gibt, in denen sich nicht alles um Beziehung und/oder Familie dreht. Also nicht Frauen, die ständig über Beziehungen/Männer nachdenken oder Beziehungsprobleme lösen, nicht Singlefrauen die krampfhaft einen Mann suchen, nicht Übermütter, Übertöchter, Überlesben.

    Würde gerne mal ein Buch mit einer Protagonistin lesen, die unabhängig und frei ist und sich mit etwas weltbewegenderen Themen beschäftigt als mit Beziehung und Familie.

    Gibt es sowas denn?

    Bin schon sehr gespannt auf Eure hoffentlich zahlreichen Buchtipps.

    Grüße,
    Emma
    Nun, ich glaube zwar nicht, dass das Buch etwas für Dich ist, zumindest aber werden die von Dir geforderten Kriterien aber absolut erfüllt, auch wenn das Buch gut ein halbes Dutzend Protagonisten hat, von denen nur eine eine Frau ist (grob geschätzt 1/5 des Buches widmet sich ihr).
    Das Buch heißt Atlas Shrugged (gibt's auch auf deutsch) und ist von Ayn Rand.

    Das Buch spielt in einer fiktiven U.S.A. in der sich mehr und mehr der Sozialismus durchsetzt (das Buch stammt aus den 50ern). Zusammen mit ihrem Bruder versucht die Erbin einer Eisenbahngesellschaft ihr Unternehmen erfolgreich durch die Widrigkeiten, die die zunehmende Planwirtschaft durch mehr & mehr unter staatliche Führung gesetzte Unternehmen mit sich bringen, zu führen. Wobei sich ihr Bruder der der CEO der Firma ist (sie ist CTO) aber immer mehr den derzeitigen Machthabern anbiedert während sie darauf bedacht ist, die Unabhängigkeit des Traditionsunternehmens zu erhalten.
    Sie ist das, was man heutzutage als Powerfrau versteht. Zwar gibt es auch Männer in ihrem Leben, zum einen den Milliardärssohn D'Anconia zum Anderen den geheimnisvollen John Galt, jedoch lebt sie, von gelegentlichen "Zusammenkünften" einmal abgesehen, sehr unabhängig. Eine Frau ganz nach Deinen Anforderungen also.

    Zum Buch selbst gibt es ja schon genug Rezensionen auf Amazon. Nur noch so als Hinweis: Die Autorin versucht darin ihre Philosophie, den Objektivismus, in fiktiver Form dem Leser näherzubringen, was sie durchaus schafft, jedoch hat das Buch (~1000 S.) an manchen Stellen doch seine Längen (z.B. einen Monolog über 30 S.). Ich kenne allerdings nur das englische Original.
    Geändert von otsihpeM (07-08-2004 um 03:02 Uhr)

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