Verzaubert oder auch bezaubert hat mich Alexander Wulkow, der eigentliche "erfinder" vom Zauberer von Oz. Wobei "der Zauberer der Samargadenstadt" noch mit zu den schlechtesten Bücher dieser Reihe gehört. Obwohl schlecht vollkommen übertrieben ist.
Auch heute noch lass ich mich gern noch in seine so wundersame Welt entführen, denn irgendwie kann ich darüber alles andere vergessen und einfach wieder ein Kind sein, dass in seiner Phantasie in die Rollen der verschiedenen Protagonisten schlüpfen kann (und so den unangenehmen Dingen des Lebens entgehen kann -wie dem Aufräumen)
Die Jugendbuchreihe aber, die mich wahrscheinlich am meisten beeindruckt, schockiert und geprägt hat, ist Klaus Kordon fiktive Lebensgeschichte einer Berliner Arbeiterfamilie von dem Tag an, an dem der Vater mit nurnoch einem Arm aus dem ersten Weltkrieg wieder in die Heimat kommt bis zum Kriegsende des 2. Weltkrieges und noch ein wenig in die Friedenszeit hinein ("Die roten Matrosen";"Mit dem Rücken zur Wand" (???) und "der erste Frühling").
Ich denke, dass alles Kinder solche Literatur lesen, nur sollte das nicht so früh wie in meinem Fall passieren, da ich noch heute ziemlich mit den Bildern, die ich vor meinem inneren Auge habe, kämpfen muss.
Aber man lernt verdammt viel aus diesen Büchern. Nicht nur über die Geschichte!
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14-11-2004 10:23 #1
Eure liebsten Kinder- und Jugendbücher
An welche Bücher knüpft Ihr Eure eindrücklichsten ersten Leseerfahrungen? Welche Bücher begleiten Euch bis heute? Schreibt bitte kurz, was Ihr an Ihnen mögt, vielleicht bringt Ihr so andere dazu, auch nochmal in ihren verstaubten Kinderzimmer-Regalen zu stöbern . . .

Es grüßt der
SamGruß, Sams. anders ist stolzer moderator des bücherforums
und wird eingekleidet von seiner mama
als orion "zett" green und timotheus roth
kämpft er tapfer in den logorrhien wars
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15-11-2004 09:48 #2Die Welt dreht sich schneller als wir laufen können...
Ein Tank braucht nicht mal innere Werte. Es reicht, wenn er eine gute Rüstung hat.
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15-11-2004 11:41 #3
"Student" (20-79 Beiträge)
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A. Th. Sonnleitner: Die Höhlenkinder
Abgesehen von Märchenbüchern, beeindruckten mich die Höhlenkinder.
(1) Der AUTOR in einem Satz
Sein bürgerlicher Name war Alois Tluchor, er wurde am 25.04.1869 in
Daschitz (Böhmen) geboren, starb am 02. 06. 1939 in Perchtoldsdorf (NÖ) und wirkte - nach schwerer Jugend - sein Leben lang als Lehrer; zuletzt als Bezirksschulrat in Wien.
(2) Der INHALT in einem Satz
Die Geschichte zweier Kinder, die nach einer Flucht in ein verlassenes Hochgebirgstal, von der Außenwelt abgeschnitten, um ihr Überleben kämpfen und dabei die Entwicklung der Menschen nachvollziehen.
(3) Mein FAZIT in einem Satz
Interessant und lehrreich.
(4) "Besprechung"
Verglichen mit dem gängigen Schreibstil moderner Kinder- und Jugendbücher, mutet Sonnleitners Schreibstil wortprächtig und veraltet an, jedoch liest man sich schnell ein und dann wächst Sonnleitners Sprache mit dem Inhalt zusammen. Deshalb sind die Höhlenkinder "zeitlos" zu lesen.
Nach Evas und Peters Flucht in ein Hochgebirgstal in den Dolomiten, suchen sie Unterschlupf in einer Höhle, jagen, sammeln Nahrung und lernen, wie man Feuer und Kleidung macht, und sich vor Raubtieren schützt. Sie lernen, eine Pfahlhütte und später ein Steinhaus zu bauen.
Die Geschichte umweht einen Hauch von Robinson Crusoes Abenteuer mit einem Spritzer "Blaue Lagune".
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20-11-2004 12:41 #4
Gute "Kinderbücher" sind für mich Bücher, die ihren Reiz, sollte man sie sich als Erwachsener noch einmal vornehmen, entweder nicht verloren, oder aber vollkommen neu entwickelt haben (natürlich verändern sich die Bücher nicht, aber wir sind immer versucht, in anderen [auch leblosen Gegenständen] mehr Wesensbrüche zu suchen, als in uns selbst). Gerade zur zweiten Kategorie zähle ich wahre "Zauberbücher", deren große Kunst es ist, ihre Geschichte auf mehr Ebenen als bloß einer zu erzählen:
"Die Unendliche Geschichte" gehört mit Sicherheit dazu (ein ungeheur inspiriertes Buch), ebenso wie "Krabat" und Lewis' "Narnia"-Zyklus.
Heute kurz angebunden (Zeitdiebe auf den Fersen,
aber sie kriegen mich nicht, nein):
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20-11-2004 17:10 #5Mme_X Gast
Meine Lieblingsbücher waren die Bücher der Reihe "ZM - Streng geheim" von Marliese Arold. Ich habe alle 18 Bände der 2. Serie mind. zweimal gelesen.
Es geht um einen Professor, der eine Zeitmaschine baut und mit drei Kindern inkl. Hund
unfreiwillig Abenteuer erlebt.
Klingt jetzt im Vergleich zu den von euch genannten Büchern total anspruchslos, aber davon abgesehen, dass diese Bücher mir sehr bei der Entfaltung meiner Fantasie geholfen haben
, lernt man auch in jedem Buch etwas über eine fremde (meist antike) Kultur, und das hat mich immer sehr fasziniert.
Erst vor ca. einem Jahr habe ich erfahren, dass es noch eine 1. Serie davon gibt. Habe mir diese 12 Bücher mühsam bei ebay Stück für Stück ersteigert und sie - mit 21 Jahren - begeistert verschlungen.
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