UNI-Forum

Thema geschlossen
Seite 1 von 4 1 2 3 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 16
  1. #1
    Thomas Bernhard ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    13.01.2003
    Beiträge
    4.692

    Romananfänge - Das Ratespiel


    Ich verstehe es nicht, aber das spuckt Google Bildersuche als zweites aus, wenn man „Romananfänge“ eingibt.

    Romananfänge - Das Ratespiel

    Liebe Ratefreunde des Buchforums!

    Im Nachfolgenden habe ich 10 Romananfänge gestellt, ohne Titel und Verfasser des Romans zu nennen. Letztere beide gilt es zu erraten.

    Googeln ist verboten. Kleine Recherchen, um Verfasser und / oder den Romantitel orthografisch korrekt zun nennen, sind erlaubt. Den Begriff „Roman“ habe ich hier weit gefasst, also bitte nicht wörtlich nehmen. Vorsicht: Bei einem Buch gibt es zwei Autor(inn)en, die ich beide genannt haben möchte (hier ist vor mir aus ausnahmsweise Nachschauen der Verfassernamen erlaubt)!

    Ich weise darauf hin, daß auch Übersetzungen dabei sind! Es kann also sein, daß eure Ausgabe kleine Abweichungen von meiner hat.

    Auswertung: Durch PNs an mich. Zu erraten ist Titel des Romans und / oder Verfasser(in). Bitte z.B. so angeben: 3. / Jürgen Krass / Der Blechnapf. Es muß nich unbedingt beides erraten werden, wer etwa nur die Schriftstellerin erkennt, aber nicht ihr Werk, kann auch diesen allein nennen und umgekehrt.

    Einsendeschluß? Keine Ahnung. Mal gucken, ob überhaupt jemand mitmacht!

    Für den richtigen Autor gibt es einen Punkt, für den richtigen Titel zwei Punkte. Bei Punktgleichheit entscheidet der Eingangszeitpunkt des PNs. Bitte nur ein PN pro Teilnehmer und bitte keine nachträglichen Korrekturen oder ähnliches. Dies ist nur ein Spiel, bei dem es außer Rum und Ehre nichts zu gewinnen gibt...
    Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
    Dem Narren ein Denkmal.
    Dem Reimliebhaber ein Gedicht.

  2. #2
    Thomas Bernhard ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    13.01.2003
    Beiträge
    4.692
    So, jetzt geht‘s los:

    1.
    Nennt mich Ismael. Ein paar Jahre ist‘s her - unwichitg, wie lang genau -, da hatte ich wenig bis gar kein Geld im Beutel, und an Land reizte mich nichts Besonderes, und so dachte ich mir, ich wollt ein wenig herumsegeln und mir den wässrigen Teil der Welt besehen.

    2.
    Man konnte an jenem Tage unmöglich spazierengehen. Wir hatten zwar am Vormittag eine Stunde das kahle Gebüsch durchstreift, aber seit dem Mittagessen - wenn keine Gäste da waren, pflegte Mrs. Reed zeitig zu speisen - waren mit dem kalten Winterwind so schwere Wolken heraufgezogen, und es regnete so heftig, daß jeder Aufenthalt im Freien ausgeschlossen war.

    3.
    Nach einer anfänglich leichten, durch Verschleppung und Verschlampung aber plötzlich zu einer schweren Lungenentzündung, die meinen ganzen Körper in Mitleidenschaft gezogen und die mich nicht weniger als drei Monate in dem bei meinem Heimatort gelegenen, auf dem Gebiete der sogenannten inneren Krankheiten berühmter Welser Spital, festgehalten hatte, war ich, nicht Ende Oktober, wie mir von den Ärtzen angeraten, sondern schon Ende Oktober, wie ich unbedingt wollte und in sogenannter Eigenverantwortung, einer Einladung des sogenannten Tierpräperators Höller im Aurachtal Folge leistend, gleich in das Aurachtal und in das Höllerhaus, ohne Umweg nach Stocket zu meinen Eltern, gleich in die sogenannte höllersche Dachkammer, um den mir nach dem Selbstmord meines Freundes Roithammer, der auch mit dem Tierpräperator Höller befreundet gewesen war, durch eine sogenannte letztwillige Verfügung zugefallenen, aus tausenden von Roithammer beschriebenen Zetteln, aber auch aus dem umfangreichen Manusskript mit dem Titel Über Altensam und alles, das mit Altensam zusammenhängt, unter besonderer Berücksichtigung des Kegels, zusammengesetzten Nachlaß zu sichten, möglicherweise auch gleich zu ordnen.

    4.
    Meine erste Erinnerung ist, daß ich unter etwas war. Es war ein Tisch, ich sah ein Tischbei, die Beine von Menschen und ein Stück herabhängendes Tischtuch. Es war dämmrig unter dem Tisch, und es gefiel mir dort. Es muß noch in Deutschland gewesen sein, ungefähr im Sommer 1922, als ich knapp zwei Jahre alt war.

    5.
    Ganz Gallien zerfällt in drei Teile. Den einen bewohnen die Belger, einen anderen die Aquitanier, den dritten die, welche sich selbst Kelten nennen, in unserer Sprache aber Gallier heißen. Sie alle sind nach Mundart, Einrichtungen und Gesetzen unter sich verschieden.

    6.
    Edek Zepler hatte früher immer polnische Mädchen gebumst. Die meisten von ihnen waren Dienstmädchen, und er hatte sie im Stehen in den Fluren der Häuser gebumst, in denen sie arbeiteten.

    7.
    Ich möchte sterben, 100 Jahre alt werden, mit der amerikanischen Flagge auf dem Rücken und dem Stern von Texas auf dem Sturzhelm, wenn ich gerade auf dem Rennrad mit 100 Sache
    n einen Alpenpaß hinuntergerauscht bin. Ich möchte über die allerletzte Ziellinie rollen, während meine zehn Kinder und meine tapfere Frau Beifall klatschen, und dann möchte ich mich in eines dieser berühmten französischen Sonnenblumenfelder legenund würdevoll mein Leben aushauchen - das totale Gegenteil von dem bitteren frühen Ende, das anscheinend für mich vorgesehen war.

    8.
    „Soll ich mit der Suppe reingehen“ sage ich.
    „Ja, in Jesu Namen“, antwortete die schwerhörige Köchin, eine der größten Sünderinnen von heute; sie hat einen Öldruck vom Heiland über den Abwaschtisch aus rostfreien Stahl aufgehängt. Die jüngere Tochter des Ehepaares, ein sechsjähriges Ding, Thorgunnur, genannt Didi, weicht nicht von ihrer Seite, starrt sie wie gottesfürchtig an, mitunter mit gefalteten Händen, ißt mit ihr in der Küche, schläft nachts bei ihr. Dann und wann blickt das Kind mit vorwurfsvoller, fast anklagender Miene mich, das neue Dienstmädchen, an.

    9.
    Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus,
    Ihn, der entbrannt den Achaiern unnennbaren Jammer erregte,
    Und viele tapfere Seelen der Heldensöhne zum Ais
    Sendete, aber sie selbst zum Raub darstellte den Hunden,
    Und dem Gevögel umher. So war Zeus Wille vollendet.
    Seit dem Tag, als erst durch bitteren Trank sich entzweien
    Atreus Sohn, der Herrscher des Volkes, und der edle Achilleus.

    10.
    In der Straße St.Honore war das kleine Haus gelegen, welches Magdaleine de Scuderi, bekannt durch ihre anmutigen Verse, durch die Gunst Ludwig des XIV. und der Maintenon, bewohnte.
    Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
    Dem Narren ein Denkmal.
    Dem Reimliebhaber ein Gedicht.

  3. #3
    Avatar von Worldwide
    Worldwide ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    03.09.2003
    Beiträge
    3.178
    Also 5. müsste Asterix von René Goscinny sein ...
    Liebe ist eine Lebenseinstellung: Wer Liebe sät, wird Liebe ernten.

    Wir alle sind erst einmal Triebtäter, sind aber im Allgemeinen so frei, es nicht zu bleiben.
    Die Möglichkeit zur Entscheidung ist der entscheidende Qualitätssprung.

  4. #4
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    25.07.2003
    Beiträge
    5.278
    Zitat Zitat von Worldwide
    Also 5. müsste Asterix von René Goscinny sein ...
    Nee.
    Das geht so:
    Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt … Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die römischen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Babaorum, Aquarium, Laudanum und Kleinbonum liegen … .
    Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
    (Silvia Arroyo Camejo)

  5. #5
    Avatar von Worldwide
    Worldwide ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    03.09.2003
    Beiträge
    3.178
    Zitat Zitat von Astir01
    Nee.
    Das geht so:
    Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt … Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die römischen Legionäre, die als Besatzung in den befestigten Lagern Babaorum, Aquarium, Laudanum und Kleinbonum liegen … .
    Dann korrigiere ich auf "Es könnte Asterix sein".
    Habe es ja nie exzessiv gelesen ...
    Liebe ist eine Lebenseinstellung: Wer Liebe sät, wird Liebe ernten.

    Wir alle sind erst einmal Triebtäter, sind aber im Allgemeinen so frei, es nicht zu bleiben.
    Die Möglichkeit zur Entscheidung ist der entscheidende Qualitätssprung.

Thema geschlossen
Seite 1 von 4 1 2 3 ... LetzteLetzte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein