Wann wird hier endlich verkündet, daß ICH gewonnen habe?
![]()
![]()
![]()
Thema: Romananfängeratespiel VII
Thema geschlossen
Ergebnis 1 bis 3 von 3
-
05-04-2007 13:09 #1
Romananfängeratespiel VII
Da ja nun keiner weiter machen wollte, starte ich eben - gerechtfertigterweise - das neue Romananfängespiel und hoffe auf rege Beteiligung. Wenn nicht, wäre ich sehr beleidigt ... Und ein beleidigter Seemops sieht nicht hübsch aus.
Also, viel Glück!
PS: Der Anfang ist auch ganz leicht!
1.
Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.
2.
Im traurigen Monat November war's,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riss von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.
3.
Vor gut zwölf Jahren habe ich zum letzten Mal eine Currywurst an der Bude von Frau Brücker gegessen. Die Imbißbude stand auf dem Großmarkt - ein Platz im Hafenviertel: windig, schmutzig, kopfsteingepflastert. Ein paar borstige Bäume stehen auf dem Platz, ein Pissoir und drei Verkaufsbuden, an denen sich die Penner treffen und aus Plastikkanistern algerischen Rotwein trinken.
4.
Daja: Er ist es! Nathan! - Gott sei ewig Dank,
Dass Ihr doch endlich einmal wiederkommt.
Nathan: Ja, Daja; Gott sei Dank! Doch warum e n d l i c h?
Hab ich denn eher wiederkommen wollen?
Und wiederkommen können? Babylon
Ist von Jerusalem, wie ich den Weg,
Seitab bald rechts, bald links, zu nehmen bin
Genötigt worden, gut zweihundert Meilen;
Und Schulden einkassieren, ist gewiss
Auch kein Geschäft, das merklich födert, das
So von der Hand sich schlagen lässt.
5.
Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Art.
Im Hause der Oblonskis war alles aus dem Geleise geraten. Die Frau des Hauses hatte erfahren, daß ihr Mann mit der Französin, die früher bei ihnen als Gouvernante angestellt war, ein Verhältnis unterhielt, und hatte ihm erklärt, sie könne mit ihm nicht weiter unter demselben Dache leben.
6.
Am Morgen des 6. Januar 1482 erwachten die Pariser beim Läuten aller Glocken, die im dreifachen Bereiche der Altstadt, der Universität und der Südstadt sämtlich und laut erklangen. Übrigens ist das kein Tag, dessen die Geschichte einer Erwähnung würdigte. In dem Ereignis, das seit der Morgenröte Bürger und Glocken von Paris in Bewegung setzte, lag eben nichts Außerordentliches, das der Aufzeichnung wert war.
7.
Unser Gutsherr, Baron Trelawney, Dr. Livesey und die üblichen Herren haben mich veranlaßt, einen ausführlichen Bericht über unsere Fahrt nach der Schatzinsel niederzuschreiben und darin nichts zu verschweigen als die Lage des Eilands, und das nauch nur, weil dort noch ungehobene Schätze liegen.
8.
Herr Joseph Giebenrath, Zwischenhändler und Agent, zeichnete sich durch keinerlei Vorzüge oder Eigenheiten vor seinen Mitbürgern aus. Er besaß gleich ihnen eine breite, gesunde Figur, eine leidliche kommerzielle Begabung, verbunden mit einer aufrichtigen, herzlichen Verehrung des Geldes, ferner ein kleines Wohnhaus mit Gärtchen, ein Familiengrab auf dem Friedhof, eine etwas aufgeklärte und fadenscheinige gewordene Kirchlichkeit, angemessenen Respekt vor Gott und der Obrigkeit und blinde Unterwürfigkeit gegen die ehernen Gebote der bürgerlichen Wohlanständigkeit.
9.
Niemand hätte in den letzten Jahren des XIX Jahrhunderts geglaubt, daß unser menschliches Tun und Lassen beobachtet werden könnte; daß andere Intelligenzen, größer als die menschlichen und doch ebenso sterblich, uns bei unserem Tagwerk fast ebenso eindringlich belauschen und erforschen können, wie ein Mann mit seinem Mikroskop jene vergänglichen Lebenwesen erforsch, die in einem Wassertropfen ihr Wesen treiben und sich darin vermehren.
10.
25. März.
Auf meinem Tische stehen Blumen. Lieblich. Ein Geschenk meiner braven Hausfrau, denn heute ist mein Geburtstag.
Aber ich brauche den Tisch und rücke die Blumen beiseite und auch den Brief meiner alten Eltern. Meine Mutter schrieb: "Zu Deinem vierunddreißigstens Geburtstage wünsche ich Dir, mein liebes Kind, das Allerbeste. Gott der Allmächtige, gebe Dir Gesundheit, Glück und Zufriedenheit!" Und mein Vater schrieb: "Zu deinem vierunddreißigstens Geburtstage, mein lieber Sohn, wünsche ich Dir alles Gute. Gott der Allmächtige gebe dir Glück, Zufriedenheit und Gesundheit!"
Glück kann man immer brauchen, denke ich mir, und gesund bist du auch, gottlob! Ich klopfe auf Holz. Aber zufrieden? Nein, zufrieden bin ich eigentlich nicht. Doch das ist ja schließlich niemand."Wir hatten zwei Beutel Gras, 75 Kügelchen Meskalin, fünf Löschblattbögen extrastarkes Acid, nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und n ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher, einen Liter Tequila, ne Flasche Rum, ne Kiste Bier, nen halben Liter Äther und zwei Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unsere Tour brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ne ernsthafte Drogensammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden..."
-
09-04-2007 11:03 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
- Registriert seit
- 13.01.2003
- Beiträge
- 4.692
Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
-
10-04-2007 13:34 #3"Wir hatten zwei Beutel Gras, 75 Kügelchen Meskalin, fünf Löschblattbögen extrastarkes Acid, nen Salzstreuer halbvoll mit Kokain und n ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, Lacher, einen Liter Tequila, ne Flasche Rum, ne Kiste Bier, nen halben Liter Äther und zwei Dutzend Poppers. Nicht, dass wir das alles für unsere Tour brauchten, aber wenn man sich erst mal vorgenommen hat, ne ernsthafte Drogensammlung anzulegen, dann neigt man dazu, extrem zu werden..."
Ähnliche Themen
-
Frühstück (Kurt VII)
Von jodoca im Forum Lyrik + ProsaAntworten: 2Letzter Beitrag: 20-06-2005, 09:27 -
Gen. VII
Von Der Vogone im Forum Lyrik + ProsaAntworten: 13Letzter Beitrag: 08-11-2002, 18:27


LinkBack URL
About LinkBacks





Lesezeichen