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  1. #1
    Thomas Bernhard ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Neues und Neuntes Romananfänge - Ratespiel

    Endlich darf ich in meine zweite Runde gehen! ...eigentlich kann man ja nur gewinnen, wenn Seemops fehlt, weil sie selbst die Rätsel stellt oder aus anderen Gründen nicht teilnehmen kann/will....
    Ich habe den Begriff „Roman“ wieder sehr weit gefasst und bei mir bekommt man nachwievor einen Punkt für den richtigen Autor und zwei Punkte für den richtigen Titel. Kleine Ungenauigkeiten (z.B. falsch geschriebene Vornamen) lasse ich durchgehen, aber nicht übertreiben!
    Ich möchte desweiteren nochmals darauf hinweisen, daß googeln nicht gestattet, besser gesagt so unfair ist, daß es sich von selbst verbietet. SO kann es ja jeder Depp. In der eigenen kleinen Privatbibliothelk zu stöbern, ob man den gesuchten Roman sogar selbst sein eigenen nennt und dabei gleich den richtigen Titel- und Autorennamen notieren kann sowie sich mit physisch anwesenden Freunden u.ä. besprechen, ist erlaubt.

    Auch ich beginne gern mit etwas leichtem, das man auch erkennen kann, ohne je das ganze Buch gelesen zu haben:

    1.
    „Alexej Fjorodorowitsch Karamasow war der dritte Sohn des Gutsbesitzers unseres Gouvernements, Fjodor Pawlowitsch Karamasow, der seinerzeit so viel von sich reden machte (und noch heute gelegentlich erwähnt wird) durch seinen tragischen und dunklen Tod, der ihn vor genau dreizehn Jahre ereilte und auf den ich an seiner Stelle zu sprechen kommen werde.“

    2.
    „Liebe Freunde, oft fragt man mich nach persönlichen Vorlieben, beispielsweise nach meine Hobbys, nach meiner bevorzugten Automarke - oder auch nach meinem Lieblingsgericht. Die Antwort auf Letzteres ist ganz einfach: Ich esse am liebsten Nudeln - in Aufläufen, Suppen oder mit einer leckeren Sauce . Schon als Kinder haben meine Schwestern und ich Berge von Riesa-Nudeln verdrückt.“

    3.
    „Ich betrachte eine junge Mutter, die sich die Daumenspitze anfeuchtet und ihrem kleinen Kind einen braunen Fleck auf der Wange wegreibt. Das Kind schließt die Augen und hält der Mutter ruhig das Gesicht hin. Danach folge ich einer offenbar verwirrten Frau, die kurz nacheinander drei halbvolle Mülltonnen umwirft und dabei halblaut schimpft. dann aber umkehrt und die Mülltonnen wieder aufstellt.“

    4.
    „A
    Ägypten 106/107 103III,IV 104 V, 100,101 I, 109 III, 116/117 I, 193 IV
    Äquatorialguinea 106/107 103 III,IV 110 I
    Äthiopien 106/107 103 III,IV 104/105 II,III 116,117,I
    Afghanistan 136,137 I 112 I,II 138,139,I
    Albanien 80/81 I, 84,85 II,III 86/87 I 90,91,I 100,101,I
    Algerien 106/107 103 III,IV 100,101, I,II
    Angola 110,111 IV 103 III,IV 104,105 II,III
    Argentinien 164,165 I 172,173 I 168,169,I 169 V, 171 III
    Australien 142,143 I 172,173 I 144,143 II,III 145 III,IV“

    5.
    „Selbst im dunkelnden Dämmerlicht und hinter dem leichten Schleier eines Schneegestöbers war die Wanderer nur ein ganz gewöhnlicher alter Trampdampfer. Auch das phantasiebegabteste romantischste Auge hätte an ihr keine Spur jener anmutsvollen und scharf sich abzeichnenden Umrisse entdeckt, die eine Landratte bei einem Schiff vermuten würde, das sich auf höchst wagemutige Abenteuerfahrt begeben sollte.“

    6.
    „Ich möchte herausfinden, ob es in der gesellschaftlichen Ordnung irgendeine rechtmäßige und vertrauenswürdige Verwaltungsregel geben kann, wenn man die Menschen so nimmt, wie sie sind, und die Gesetze so, wie sie seien können: Ich werde mich in dieser Untersuchung bemühen, stets zu verbinden, was das Recht gestattet und was das Interesse vorschreibt, damit Gerechtigkeit und Nützlichkeit sich auf keinen Fall getrennt finden.“

    7.
    „Nous arrivons de la Grande Ville. Nous avons voyagé toute la nuit. Notre Mère a les yeux rouges. Elle porte un grand carton et nous deux chacun une petite valise avec ses vêtements, plus le grand dictionaire de notre Pére que nous nous passons quand nous avons les bras fatigués.“

    8.
    „Auch Glenn Gould, unser Freund und der wichtigste Klaviervirtuose des Jahrhunderts, ist nur einundfünfzig geworden, dachte ich beim Eintreten in das Gasthaus.
    Nur hat der sich nicht wie der Wertheimer umgebracht, sondern ist, wie gesagt wird, eines natürlichen Todes gestorben.“

    9.
    „Lieber Herr Tucholsky,
    schönen Dank für Ihren Brief vom 2.Juni. Wir haben Ihren Wunsch notiert. Für heute etwas andres.
    Wie sie wissen, habe ich in letzter Zeit allerhand politische Bücher verlegt, mit denen Sie sich ja hinlänglich beschäftigt haben. Nun möchte ich doch einmal wieder die <<schöne Literatur>> pflegen. Haben sie gar nichts? Wie wäre es denn einmal mit einer kleinen Liebesgeschichte?
    Überlegen sie sich das mal! Das Buch soll nicht teuer werden, und ich drucke für den Anfang zehntausend Stück. Die befreundeten Sortimenter sagen mir jedesmal auf meinen Reisen, wie gern die Leute sowas lesen. Wie ist es damit?
    Sie haben bei uns noch 46 RM gut - wohin sollen wir Ihnen überweisen?
    Mit besten Grüßen
    Ihr
    (Riesenschnörkel) Ernst Rowohlt“

    10.
    „Hab nun ach die Philosophey
    Medizin und Juristerey,
    Und leider auch die Theologie
    Durchaus studiert mit heisser Müh
    Da steh ich nun ich armer Tohr
    Und bin so klug als wie zuvor.“
    Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
    Dem Narren ein Denkmal.
    Dem Reimliebhaber ein Gedicht.

  2. #2
    Thomas Bernhard ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Aufgel&#246;st wird erst, wenn ich das Gef&#252;hl habe, die Studentenschaft hat sich aus den Gr&#252;nanlangen, Freib&#228;dern und Bierg&#228;rten wieder zur&#252;ck an die Schreibtische bewegt!
    Bin jetzt gerade in der Bibliothek und es scheinen doch mehr Rentner als Studenten da zu sein!!!

    &#220;brigens hat der/die derzeit F&#252;hrende nicht sooo viel Punkte, als das man dies nicht auch noch toppen k&#246;nnte!
    Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
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    Dem Reimliebhaber ein Gedicht.

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