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  1. #1
    Thomas Bernhard ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    13.01.2003
    Beiträge
    4.692

    Die Elf soll die Zahl sein für das Romananfängerätsel

    No. 11


    - PNs mit den Lösungen, soweit erkannt, an mich!
    - keine Lösungsnennungen in allseits einsichtigen Beiträgen!
    - googeln ist verboten!
    - bei mir gibts einen Punkt für den richtigen Autor und zwei Punkte für den richtigen Titel!

    Ich beginne wieder einmal mit etwas Einfachem:
    1.
    „Viele Jahre später sollte der Oberst Aureliano Buendia sich vor dem Erschießungskommando an jenen fernen Nachmittag erinnern, an dem sein Vater ihn mitnahm, um das Eis kennenzulernen. Macondo war damals ein Dorf von zwanzig Häusern aus Lehm und Bambus am Ufer eines Flußes mit kristallklarem Wasser , das dahineilte durch ein Bett aus geschliffenen Steinen, weiß und riesig wie prähistorische Eier.“

    Auch dieses Werk ist wohl bekannt, aber der Anfang nicht allzu eindeutig...
    2.
    „ Das Atelier war erfüllt vom üppigen Wohlgeruch der Rosen und wenn sich der leichte Sommerwind in den Bäumen des Gartens regte, wehte durch die offene Tür der schwere Duft des Flieders und der zartere der Heckenrosen.“

    Eher Trivialliteratur und leicht zu erkennen:
    3.
    „Eines Nachts - sie war vier und schlief in der unteren Koje ihres Stockbettes - wachte Ruth Cole von leidenschaftlichem Stöhnen auf, das aus dem Schlafzimmer ihrer Eltern kam.“


    Titel steht im Text!
    4.
    Schmidts Frau war kaum sechs Monate tot, da eröffnete ihm sein einziges Kind Charlotte, sie werde heiraten. Er saß noch am Küchentisch beim Frühstück. In der linken Hand er den New York-Teil der Times; wie jeden Samstag hatte er die Börsenkurse der Investmentanteile studiert, um den Stand von zwei Anlagen zu prüfen, ein Beteiligungskapital und ein internationaler Aktienfonds, die er aus eigenem Antrieb und in voller Überzeugung gekauft hatte und nun ganz irrational - denn der Rest seines Geldes wurde durchaus erfolgreich von einem professionellen Anlageberater verwaltet, dem er ebenfalls in voller Überzeugung freie Hand ließ - für das Barometer seiner Finanzlage hielt.“

    Adorable:
    5.
    „Der erste Juli 1998 fiel auf einem Mittwoch. Daher war es durchaus logisch, wenn auch ungewöhnlich, daß Djerzinski seine Abschiedsfeier an einem Dienstagabend veranstaltete. Zwischen den Tiefkühltruhen für Embryos stand, ein wenig erdrückt von deren Vielzahl, ein Kühlschrank der Marke Barndt, in dem sich die Champagnerflaschen befanden; er diente normalerweise der Aufbewahrung der üblichen chemischen Produkte.“

    Darf natürlich nicht fehlen:
    6.
    „Nach der Unterredung mit meinem Schüler Gambetti, mit welchem ich mich am Neunundzwanzigsten auf dem Pincio getroffen habe, schreibt Murau, Franz-Josef, um die Mai-Termine für den Unterricht zu vereinbaren und von dessen hoher Intelligenz ich auch jetzt nach meiner Rückkehr aus Wolfsegg überrascht, ja in einer derart erfrischenden Weise begeistert gewesen bin, daß ich ganz gegen meine Gewohnheit, gleich durch die Via Condotti auf die Piazza Minerva zu gehen, auch in dem Gedanken, tatsächlich schon lange in Rom und nicht mehr in Österreich zuhause zu sein, in eine zunehmend heitere Stimmung versetzt, über die Flaminia und die Piazza del Popolo, den ganzen Corso entlang in meine Wohnung gegangen bin, erhielt ich gegen zwei Uhr mittag das Telegramm, in welchen mir der Tod meiner Eltern mitgeteilt wurde.“

    Schon recht schwierig zu erkennen, obwohl es von einer erfolgreichen us-amerikanischen Schriftstellerin stammt:
    7.
    „Selbst heute noch meine ich manchmal, ich sähe ihn auf der Straße, hinter einem Fenster oder in einem Coffee-Shop über ein Buch gebeugt. Und in dem Augenblick, bevor mir klar wird, daß es jemand anders ist, ziehen sich meine Lungen zusammen, und es verschlägt mir den Atem.“

    Eigentlich ein Evergreen, erfreut sich dieses Werk, wohl weil von Herrn Kubrick unbeachtet, nicht so großer Bekanntheit:
    8.
    „Georg von Wergenthin saß heute ganz allein bei Tische. Felician, sein älterer Bruder, hatte es vorgezogen, nach längerer Zeit wieder einmal mit Freunden zu speisen. Aber Georg verspürte noch keine besondere Neigung, Ralph Skeleton, den Grafen Schönstein, oder andere von den jungen Leuten wiederzusehen, mit denen er sonst gerne plauderte: er fühlte sich vorläufig zu keiner Art von Geselligkeit aufgelegt.“

    Typische Schullektüre:
    9.
    „Alphons Clenin, der Polizist von Twann, fand am Morgen des dritten Novembers neunzehnhundertachtundvierzig dort, wo die Straße von Lamboing (eines der Tessenbergdörfer) aus dem Walde der Twannbachschlucht hervortritt, einen blauen Mercedes, der am Straßenrand stand. Es herrschte Nebel, wie oft in diesem Spätherbst, und eigentlich war Clenin am Wagen schon vorbeigegangen, als er doch wieder zurückkehrte. Es war ihm nämlich beim Vorbeischreiten gewesen, nachdem er flüchtig durch die trüben Scheiben des Wagens geblickt hatte, als sei der Fahrer auf das Steuer niedergesunken.“

    Und zum Schluß wieder etwas leicht zu erratenes, den Prolog habe ich allerdings weggelassen...
    10.
    „Das Haus stand auf einer kleinen Anhöhe genau am Rand des Ortes. Es stand alleine da und überblickte das weite Ackerland im Westen. Absolut kein bemerkenswertes Haus - es war ungefähr dreißig Jahre alt, plump, viereckig, aus Ziegelsteinen erbaut und hatte vier Fenster an der Vorderseite, der es nach Größe und Proportion mehr oder weniger mißlang, das Auge zu erfreuen.
    Der einzige Mensch, der das Haus in jeder Hinsicht bemerkenswert fand, war Arthur Dent, und das auch nur, weil er zufällig darin wohnte.“


    Fröhliches Raten wünscht
    Geändert von Thomas Bernhard (14-08-2007 um 14:15 Uhr) Grund: Für den Herrn Senior Tippfehler eliminiert!
    Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
    Dem Narren ein Denkmal.
    Dem Reimliebhaber ein Gedicht.

  2. #2
    Senior ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
    Registriert seit
    04.08.2006
    Beiträge
    1.064

    Grins zu kleiner Polemik reicht mein Fleiß grad noch

    Tss, ohne Googlen ...welch oller Einfall !
    Hilfreich+nett dagegen die kleinen Hinweise .


    Also mach erstmal die Tippfehler raus, sind erstens viel zu viele derer und zweitens richtig sinnentleerende dabei wie ..."den Stadt von zwei Anlagen.."
    und dann staRt die Sanduhr von neuem

    Ist manchmal nur ein Buchstabe von Literaturveranstaltung zu Literaturverunstaltung !

  3. #3
    Thomas Bernhard ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    13.01.2003
    Beiträge
    4.692

    Also Herrschaften!

    Bisher nur drei Teilnehmerinnen und ja, ich schreiben ausdrücklich Teilnehmerinnen, weil sich noch keine einziger Teilnehmer gemeldet hat und überhaupt ist drei ziemlich armselig!#

    Was ist los? Alle noch beim Ballermann 6, Komasaufen?
    Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
    Dem Narren ein Denkmal.
    Dem Reimliebhaber ein Gedicht.

  4. #4
    miss smilla ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
    Registriert seit
    30.10.2003
    Beiträge
    1.316
    Darf man eigentlich bei verspäteten Geistesblitzen sozusagen nachlegen?
    Don't cry - work.
    Rainald Goetz


    Gedanken sind frei. Worte nicht ganz so.

  5. #5
    Senior ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
    Registriert seit
    04.08.2006
    Beiträge
    1.064
    klar doch.

    Sogar siegen kann man auf die Art - Du selbst hast das salonfähig gemacht

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