Zur Erinnerung hier nochmal die Regeln:
1. Lösungen (vermeintliche und tatsächliche) per PN an mich. Nicht im Forum "posten"!
2. Bei mir gibt's für jeden richtig geratenen Autor 1 Punkt, für jeden richtigen Titel 2 Punkte. Der Gewinner darf/muß das nächste Romananfängerätsel stellen.
3. Googeln ist selbstverständlich nicht erlaubt; das Fragen anderen Menschen und das Stöbern in Bibliotheken hingegen schon...
Thema: 21. Romananfängerätsel
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Ergebnis 1 bis 3 von 3
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11-07-2008 08:39 #1
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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21. Romananfängerätsel
21. Romananfängerätsel;
ein Salome-fährt-in-Urlaub-und-hat-deswegen-soviel-Stress-Rätsel-daß-sie-keines-stellen-kann-Rätsel...
...mit einer deutschen Autorin, drei deutschen Schriftstellern, einem Schweizer, einem Österreicher, zwei Briten, einem Russen und einem Schweden...
Viel Spaß! Mehr Hinweise gibt‘s nicht!
1.
„Weibliche Trägerin der Handlung in der ersten Abteilung ist eine Frau von achtundvierzig Jahren, Deutsche; sie ist 1,71 groß, wiegt 68,8 kg (in Hauskleidung), liegt also nur etwa 300-400 Gramm unter dem Idealgewicht; sie hat zwischen Dunkelblau und Schwarz changierende Augen, leicht ergrautes, sehr dichtes, blondes Haar, das lose herabhängt; glatt, helmartig umgibt es ihren Kopf.“
2.
„Wir starteten in La Guardia, New York, mit dreistündiger Verspätung infolge Schneestürmen. Unsere Maschine war, wie üblich auf dieser Strecke, eine Super-Constellation. Ich richtete mich sofort zum Schlafen, es war Nacht.“
3.
„Diederich Heßling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte. sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt. Ungern verließ er im Winter die warme Stube, im Sommer den engen Garten, der nach Lumpen der Papierfabrik roch und über dessen Goldregen- und Fliederbäumen das hölzerne Fachwerk der alten Häuser stand.“
4.
„Ruth sagte <Versprich mir, daß du niemals etwas mit ihm anfangen wirst>. Ich erinnere mich, wie sie aussah dabei. Sie saß auf dem Stuhl am Fenster, die nackten Bein hochgezogen, sie hatte geducht und sich die Haare gewaschen, sie trug nur ihre Unterwäsche, ein Handtuch um den Kopf geschlungen, ihr Gesicht sehr offen, groß, sie sah mich sehr interessiert an, eher belustigt, nicht ängstlich.“
5.
„Es war, das zeigte sich dem noch nicht Achtzehnjährigen schon bald nach den von mir jetzt mit dem Willen zu Wahrheit und Klarheit zu notierenden Ereignissen und Geschehnissen nicht als nur folgerichtig, daß ich selbst erkrankte, nachdem mein Großvater plötzlich erkrankt war und in das nur wenige hundert Schritte von uns gelegene Krankenhaus hatte gehen müssen, wie ich mich erinnere und wie ich noch heute genau vor mir sehe, in seinem grauschwarzen Wintermantel, den ihm ein kanadischer Besatzungsoffizier geschenkt hatte, so unternehmend ausschreitend und seine Körperbewegung mit dem Stock taktierend, als wolle er einen Spaziergang machen wie gewohnt, an seinem Fenster vorbei, hinter welchem ich ihn beobachtete, nicht wissend, wohin ihn, den einzigen wirklich geliebten Menschen, dieser Spaziergang führte, ganz sicher in traurig-melancholischer Gefühls- und Geistesverfassung, nachdem ich mich von ihm verabschiedet hatte.“
6.
Antilochus:
„Seid mir gegrüßt, ihr Könige! Wie geht‘s,
Seit wir zuletzt bei Troja uns gesehen?“
Odysseus:
„Schlecht, Antiloch, Du siehst auf diesen Feldern
Der Griechen und der Amazonen Heer,
Wie zwei erboste Wölfe, sich umkämpfen:
Beim Jupiter! sie wissen nicht warum?
Wenn Mars entrüstet, oder Delius,
Den Stecken nicht ergreift, der Wolkenrüttler
Mit Donnerkeilen nicht dazwischenwettert:
Tot sinken die Verbißnen heut noch nieder,
Des einen Zahn im Schlund des anderen. -
Schafft einen Helm mit Wasser!
Antilochus:
„Element!
Was wollen diese Amazonen uns?“
7.
„<Nun gut, mein Fürst, Genua und Lucca sind weiter nichts als Familiengüter der Familie Bonaparte! Ich erkläre Euch: Wenn ihr nicht zugebt, daß der Krieg eine Notwendigkeit ist, wenn ihr fortfahrt, all die Scheußlichkeiten und all die Greueltaten dieses Antichristen - wirklich. ich glaube, er ist der Antichrist - zu verteidigen, so kenne ich euch nicht mehr; Ihr seid mein Freund nicht mehr, seid nicht mehr mein treuer Sklave, wie Ihr euch selbst nennt. Nun aber: guten Tag! Ich sehe, daß ich euch Furcht einjage, setzt euch und erzählt.>
So sprach im Juni 1805 die bekannte Anna Pawlowna Scherer; Hofdame und Vetraute der Kaiserin Maria Fjodorowna, als sie den hochangesehenen Fürsten Wassilij begrüßte, der als erster zu ihrer heutigen Soiree gekommen war.“
8.
„Am späten Nachmittag des 21.April 1918 trafen sich drei junge Männer in einem unauffälligen Café im Johannesburger Stadtteil Kensington. Der jüngste, Werner von der Merwe, hatte gerade seinen neunzehnten Geburtstag hinter sich.“
9.
(Den einleitenden „Nachtgesang im Dschungel“ ausgelassen)
„Gegen sieben Uhr an einem recht schwülen Sommerabend in den Sionobergen erwachte Vater Wolf, gähnte, reckte sich und streckte die Läufe, einem nach dem anderen, um das Schlafgefühl in den Pfoten loszuwerden. Neben ihm lag Mutter Wolf, die lange graue Nase quer über die vier winselnden und quarrenden Jungen, und von draußen schien der Mond in die Höhle, in der sie alle hausten.“
10.
Erste Hexe:
„Wann kommen wir uns drei uns wieder entgegen,
im Blitz und Donner, oder im Regen?
Zweite Hexe:
„Wenn der Wirrwarr stille schweigt,
Wer der Sieger ist, sich zeigt.“
Dritte Hexe:
„Das ist, eh‘ der Tag sich neigt.
Erste Hexe:
„Wo ist der Ort?“
Zweite Hexe:
„Die Heide dort.“
Dritte Hexe: „Da wird Macbeth sein. Fort, fort!
(Man hört einen Gesang in der Luft)
Erste Hexe:
„Grau Lieschen, ja! ich komme!“
Alle Drei:
„Unke ruft: - Geschwind -
Schön ist häßlich, häßlich schön:
Schwebt durch Dunst und Nebelhöhn!“
(Die Hexen verschwinden)Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
-
14-07-2008 11:58 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
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21-07-2008 12:22 #3
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Freue mich sehr, daß schon einige teilgenommen haben!
(Andere haben es angekündigt, sind bisher aber noch nicht aus den Puschen gekommen, Miss Smilla!)Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
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