Gestern war die Autorin bei Harald Schmidt.
Aus dem Interview kann man erschließen, dass auch die Altersangabe nicht stimmt.
Also ist sie vermutlich um ein Erhebliches älter.
Sie kannte die von ihr selbst (?) im Buch erwähnten Autoren nicht.
Und dann noch eine Textstelle, die an Charlotte Roche erinnert. Der "Arsch" der Ich-Erzählerin fühlte sich an wie nach "Stahlgewittern", nachdem ... und dann ging es noch munter so weiter.
"Stahlgewitter" ist übrigens ein Werk von Ernst Jünger, also auch geklaut.
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11-02-2010 16:16 #1
"Habilitand" (500-749 Beiträge)
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Hegemann - geklaut und gelobt
Eine 17jährige schreibt ein Buch. FAZ jubelt. Dann stellt sich heraus: Das meiste ist per copy and paste im Internet geklaut. Niemanden stört´s ... die Preisarie geht weiter.
Kleiner Artikel dazu :
Hegemann auf Buchpreis-Shortlist: "Die junge Frau ist extrem begabt" - taz.de
Kleines Zitat aus dem Buch:
"Informationen zu den Außenstellen, Stöbern Sie in unserem großen Bettwäsche-Sortiment nach tollen Angeboten, Eier (eines Tages) pro 100 Hühner vielleicht Reinrassige Hühner die kosmetische Pflege und Behandlung der Hände. Sie umfasst: das Baden der Hände im warmen Seifenwasser mit weißen Ohrscheiben legen meist weiße Eier. ob in kleinen Dörfern oder den Hochburgen. mit einer Übersicht über das jecke Treiben im Land, aber ob in kleinen Dörfern oder den Hochburgen mit einer Übersicht über das jecke Treiben im Land..."
Was soll man davon halten ?
Geändert von catweazle3 (12-02-2010 um 10:51 Uhr)
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12-02-2010 10:55 #2
"Habilitand" (500-749 Beiträge)
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13-02-2010 11:16 #3
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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Was ich mich frage:
Wäre Helene Hegemann nicht siebzehn und die Tochter eines angesehenen Küstlers wie Carl Hegemann, sondern, sagen wir mal, dreissig und alleinerziehende Hartz4-Mutti aus Neukölln, wie wären dann die Reaktionen auf Axolotl Roadkill gewesen?
Hätte man das Buch immer noch als "hemmungslose, halluzinatorische Entladung eines traumatisierten Bewusstseins sowie die gleichzeitige Parodie davon" (DIE ZEIT) bezeichnet?
Hätte man die Plagiatsvorwürfe immer noch leichtfertig mit Hinweisen auf die "Intertextualität" abgetan?
Hätte dieses Buch überhaupt irgendjemanden interessiert?
Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings.
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13-02-2010 15:48 #4
"Habilitand" (500-749 Beiträge)
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Niemanden, das ist schonmal klar. Und selbst dieser Skandal nützt dem Buch, bzw. dem Verkauf des Buches.
Wer mal bei amazon reinschaut, sieht wirklich nur schlechte Kritiken. Das ist noch harmlos ausgedrückt. Und welcher Verkaufsrang ? Nr. 5 !
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14-02-2010 23:00 #5
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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Inzwischen auf 6 abgestürzt. Dennoch eine Menge Kohle. Rechnen wir doch mal, keine Ahnung wie hoch ihr Anteil ist, aber da so einen Schrott hoffentlich sich kein Lektor antun musste, wohl relativ hoch. Selbst bei zwei Euro pro verkauftes Buch kann sie sich in nette Fonds einkaufen.
Ob abgeschrieben oder nicht, es ist Schrott, Schrott und nochmals Schrott. Interesant aber zu sehen, wie das Marketing funktioniert, hochpushen und schon kaufen es sich alle. Keine Ahnung, vielleicht war es nur ein Test? Der Verlag prüft, welchen Schrott man verkaufen kann, wenn man ihn anständig bewirbt?
Peinlich, wahrscheinlich war auch schon organisiert, dass sie den Preis bekommt? Anders ist nicht zu erklären, dass man ihre Nominierung nicht wieder zurückzieht. Besonders peinlich für den Verlag. Man hätte sich aus der Affäre ziehen können, indem man sich erschüttert zeigt, aber nein. Man konstruiert ein Gebilde, weshalb der Klau ok ist. Da plagt einen ja wenigstens nicht das schlechte Gewissen wenn man ein Buch von dem Unternehmen mal in den Kopierapparat wirft. Und der Autor Airen... die Sache ist ja sogar lustig, wenn man den Chinesen vorwirft, dauernd geistiges Eigentum zu stehlen :-)
Leider sieht man, was die Literaturkritiker heute taugen: Nichts und gar nichts. Statt es beim Wort zu nennen um was es sich da handelt, reden alle von einem Wunderkind.
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