Hallo Ginny!
"Schuld und Sühne" ist neben "Der Idiot" und "Die Brüder Karamasoff" das bekannteste Werk von Dostojewskij und erfreut sich eines großen Leserkreises.
Ich fand "Schuld und Sühne" großartig, brillant, aber in seiner weit auschweifenden Schwermütigkeit und wortgewaltiger Kraft hat es mich bei seiner Lektüre immer voll und ganz beansprucht, zu Recht voll und ganz beansprucht, will sagen, ich, der (noch) nicht allzu belesen bin, mußte es mit einer gewissen gebotenen Konzentration lesen. Dafür war der Genuß umso befriedigender und es war ein tolle Herausforderung!
Also: Für ein "Gehirn im Sparmodus" halte ich es eigentlich nicht geeignet...
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28-12-2003 18:53 #1Ginny Gast
Dostojewskij: "Schuld und Sühne"
Hat jemand von euch schonmal "Schuld und Sühne" gelesen und wenn ja, wie fandet ihr es? Ich habe es geschenkt bekommen. Habe aber momentan noch keine Zeit, es in Angriff zu nehmen, aber mich würde mal interessieren, wie so die Meinung von euch über dieses Buch ist. Lässt es sich "leicht" lesen? (Mein Hirn arbeitet momentan nur im Sparmodus.
)
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02-01-2004 09:09 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Gehirn im Sparmodus
Geändert von Thomas Bernhard (09-01-2004 um 07:26 Uhr)
Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
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03-01-2004 23:28 #3Ginny Gast
Danke für deine Antwort! Ich werde das Buch auch erst in die Hand nehmen, wenn mein Gehirn wieder voll einsatzfähig ist UND ich auch die Zeit dafür habe. Und das wird wohl noch dauern...
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04-01-2004 22:25 #4pesquisador Gast
Hm, ich fand es nicht so schwer zu lesen und würde Dir auch unbedingt raten, es zu lesen. Es ist nämlich ein sehr gutes Buch und zumindest ich liebe Dostojewski. Meiner Meinung nach kann man es auch mit nicht ganz einsatzfähigem Hirn lesen, manchmal hilft sowas ja auch, den Kopf wieder klar zu bekommen.

Ich würde Dir ja gern empfehlen, die Neuübersetzung von Swetlana Geier zu lesen, die ist nämlich sehr gut und vermutlich viel leichter zu lesen, weil sie moderne Sprache benutzt und es auch genial schafft, russische Umgangssprach in deutsche Umgangssprache zu übertragen. Ihre Übersetzung heißt daher auch nicht "Schuld und Sühne" sondern "Verbrechen und Strafe". Aber wenn Du das Buch schon hast, ist es dazu ja zu spät.
Jedenfalls, für die nächsten Bücher von Dostojewski, die Du dann vielleicht lesen wirst: Es gibt zumindest von "Der Idiot" eine Neuübersetzung von ihr und auch von "Die Dämonen", die heißen dann "Böse Geister".
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09-01-2004 06:40 #5
"Habilitand" (500-749 Beiträge)
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Dostojewskij wird zugeschrieben die sog. "russische Seele" brilliant beschrieben zu haben.
Ich kenne nur "die Dämonen". Für Literatur ist es wirklich gut. Philosophische Passagen (über Sinn und Dasein, Moral und Ethik) finden sich mit der Handlung verknüpft.
Aber für Literatur interessiere ich mich nicht. Ich bin froh mit meiner Fachliteratur.
Daher bezweifle ich meine fachliche Integrität in diesen Sachen, aber trotzdem halte ich Dostojewskij für ziemlich gut.


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