Lieber Golem!
Tja, was soll man dazu sagen? Bücher, die einem quasi hinterhergeworfen werden, hinterhergeworfen werden müssen, um sie an den Mann bzw. Lehmklumpen zu bringen, sind natürgemäß nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Das gilt auch für das genannte Buch des Autors, der mir just eben gerade rein zufällig entfallen ist, aber ich habe das sichere Gefühl, das macht gar nichts.
Da dein Deutsch, lieber Golem, gut, aber stellenweise etwas....brüchig formuliert ist, nehme ich an, du gehörst zu der alten, von mir eigentlich für ausgestorbenen gehaltenen, deutschen bzw. deutschssprachigen Minderheit in Prag. So komme ich auch gleich zum ersten Lesetipp für dich: Franz Kafka. Das müßte dir gefallen.
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14-02-2004 16:47 #1
ach herrje was ist mit Eurer Lieteratur?
Hmm heute ist mir doch so ein Buch in die Hände gefallen.Vielmehr hat es mir die junge Dame an der Kasse in die Hände geworfen,nachdem ich ihren Laden betreten habe.Das muß Schicksal sein.Und was soll ich sagen dieses Buch war sehr leerreich.Blechtrommel nennt es sich.Hmm.Findet ihr das auch so unglaublich sinnentleert? Also da war die Emma,die mir ein junger netter Herr mit dem Lächeln der aufgehenden Sonne in die Hand gedrückt hat ja wesentlich informativer.Was würdet ihr mir dem Neuling denn als Buch vorschlagen?
Geändert von unicum.golem (15-02-2004 um 00:06 Uhr)
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15-02-2004 09:47 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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- 4.692
Lieteratur...
Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
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15-02-2004 10:28 #3
Re: Lieteratur...
Die Blechtrommel ist von Günther Grass. Der dafür den Nobelpreis für Literatur erhalten hat. Ich glaube also kaum, das das besagte Buch "nicht das Papier wert (ist), auf dem (es) gedruckt (ist)". Ob es Dir persönlich gefällt, ich etwas völlig anderes.Original geschrieben von Thomas Bernhard
Lieber Golem!
Tja, was soll man dazu sagen? Bücher, die einem quasi hinterhergeworfen werden, hinterhergeworfen werden müssen, um sie an den Mann bzw. Lehmklumpen zu bringen, sind natürgemäß nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. Das gilt auch für das genannte Buch des Autors, der mir just eben gerade rein zufällig entfallen ist, aber ich habe das sichere Gefühl, das macht gar nichts.
Der Wolf ist ein großer Übeltäter, doch er lehrt die Hirten, auf der Hut zu sein.
Chinesisches Sprichwort
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15-02-2004 12:47 #4Kumo Gast
Re: Re: Lieteratur...
Original geschrieben von Woof
Die Blechtrommel ist von Günther Grass. Der dafür den Nobelpreis für Literatur erhalten hat. Ich glaube also kaum, das das besagte Buch "nicht das Papier wert (ist), auf dem (es) gedruckt (ist)". Ob es Dir persönlich gefällt, ich etwas völlig anderes.
Aber der "Wert" von Texten verändert sich doch mit der Zeit, und wenn man die Blechtrommel heuzutage den Leuten hinterherwerfen muss, bzw. auf Stapeln von Blechtrommeln sitzen bleibt, dann sind sie rein ökonomisch das Papier nicht wert. Inflation, Rückgang der Nachfrage, etc.
Der Nobelpreis bedeutet mir übrigens gar nichts und ich werde ihn auch dankend ablehnen, wenn es soweit ist.
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15-02-2004 13:30 #5
Re: Re: Re: Lieteratur...
Wohl war, aber viele Texte bleiben aktuell, und mir geht es mit der Blechtrommel so. Außerdem finde ich, dass man den "ehemaligen" Wert auch in Betracht ziehen sollte, wenn man sich über ein Buch auslässt. Und wenn man sich auch sonst über den Sinn oder Unsinn des Nobelpreises auslassen kann wie man mag, rein ökonomisch gesehen war das Buch zu dem Zeitpunkt (der ja noch nicht allzu lange her war, hat ihn glaube ich erst in den 90ern erhalten) mit Sicherheit das Papier wert, auf dem es gedruckt war, da die ganze Publicity immer mit Neuauflagen bzw. Auflagesteigerungen einher geht.Original geschrieben von Kuschelmonster
Aber der "Wert" von Texten verändert sich doch mit der Zeit, und wenn man die Blechtrommel heuzutage den Leuten hinterherwerfen muss, bzw. auf Stapeln von Blechtrommeln sitzen bleibt, dann sind sie rein ökonomisch das Papier nicht wert. Inflation, Rückgang der Nachfrage, etc.
Der Nobelpreis bedeutet mir übrigens gar nichts und ich werde ihn auch dankend ablehnen, wenn es soweit ist.
Außerdem weiß ich nicht so recht, ob man heutzutage wirklich auf Stapeln sitzenbleibt, besonders, da das soweit ich weiß immer noch eins der Werke ist, die man Schülern ganz gerne als Lektüre aufzwingt. Eine günstige Ausgabe an sich sagt ja noch nichts über den inhaltlichen Wert des Buches aus (Reclam lässt grüßen).Geändert von Woof (15-02-2004 um 13:37 Uhr)
Der Wolf ist ein großer Übeltäter, doch er lehrt die Hirten, auf der Hut zu sein.
Chinesisches Sprichwort
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