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  1. #1
    Gast Gast

    Wie gehts weiter?

    Angesichts der aktuellen 'Unruhen' (um es mal ganz seicht auszudrücken) im Irak frage ich mich wie es weiter gehen wird. Die Amerikaner verstärken ihre Truppen. Soldaten die seit wenigen Tagen wieder in der Heimat sind müssen in ebenso wenigen Tagen wieder zurück. Solche, die in den nächsten Wochen ihren Einsatz beenden sollten müssen auf unbestimmte Zeit dort bleiben. Trotzdem sprechen die Amerikaner davon, die Machtübergabe wie geplant stattfinden zu lassen. UN-Truppen ja, aber nur als Ergänzung, bzw. Unterstützung...

    Mich würde interessieren wie Ihr darüber denkt. Was passiert jetzt wirklich? Wie kann, sollte oder wird es weitergehen?

  2. #2
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Wenn ich das sicher wüßte ...

    ... dann wäre ich Sicherheitsberater im White House, und nicht eine Frau deren Vater sie nach einem musiktheoretischen Begriff benannt hat. (con dolcezza; mit Inbrunst)

    Satt dessen kann ich nur mögliche Zusammenhänge und Ereignisketten aufzeigen.

    Die Terroranschläge in Madrid haben gezeigt, dass eine Regierung, die gegen das eigene Volk zu regieren versucht in demokratisch organisierten Staaten recht bald die Oppositionsbänke drückt. Was Italiener und Spanier schon hinter sich haben und die Japaner gerade erleben, steht den Polen und Briten noch bevor. Auf diese Weise werden die tapferen Verbündeten der USA einer nach dem anderen weich gekocht. Früher oder später springen die Willfährigen ab, wenn sie bemerken, dass es im Irak keine Blumentöpfe zu gewinnen gibt.
    Auch von George W. ist noch nicht sicher, dass er wiedergewählt werden wird. Sollte ihm nicht bis September ein überzeugender Erfolg oder etwas, das er seinen Wählern als solchen verkaufen kann, gelingen, dann wird seine Präsidentschaft nach nur einer Legislaturperiode auf dem Abfallhaufen der Geschichte landen.
    Der Iran ist auf dem besten Wege, den Irak völlig zu destabilisieren und den USA mal wieder so richtig eines auszuwischen. Alle Moslems zwischen Djakarta und Dakar lachen sich heimlich ins Fäustchen. (der is gut, oder?)

    Spätestens, wenn der Irak im Bürgerkrieg versinkt, wird sich jeder der Nachbarn ein Stück aus ihm herausbeißen, während der Sherrif zum Zuschauen verurteilt ist.

  3. #3
    Avatar von To deep to fall
    To deep to fall ist offline "Absolvent" (80-149 Beiträge)
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    Für mich auch eine wichtige Frge: Was kommt nach Bush? Ist es im Bereich des Möglichen, dass die Amerikaner sich vollständig aus dem Irak zurückziehen?

  4. #4
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Präsidentschaftskandidaten

    Original geschrieben von To deep to fall
    Für mich auch eine wichtige Frge: Was kommt nach Bush? Ist es im Bereich des Möglichen, dass die Amerikaner sich vollständig aus dem Irak zurückziehen?
    In Madrid haben wir gesehen, dass ein paar Bomben in Verbindung mit schlecht gemachter Propaganda eine im Prinzip erfolgreiche Regierung quasi über Nacht beenden können. Im Film "Wag the Dog" hat Dustin Hoffman uns gezeigt, dass auch der umgekehrte Fall darstell-und denkbar ist.
    John Kerry ist ein Soldat gewesen. Er wird also alle seine politischen Entscheidungen auch unter militärischen Gesichtspunkten überdenken. In seinen Augen bekommt der Grundsatz "lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende" politisches Gewicht.
    Die Wähler in den USA teilen sich grob in zwei Kathegorien. Die Einen (das ist der überwiegende Teil) fällen ihr Urteil auf Grund von Prinzipien. Je nach dem, welcher Interessengruppe der Kandidat die größeren Zugeständnisse zu machen bereit ist oder scheint, erhält er deren Stimmen fast vollständig oder eben nicht. Dann gibt es noch die sg. Wechselwähler, die sich von ihrer persönlichen Lage und den Ergebnissen der Fernsehdiskussionen beeinflussen lassen. Die geben letztendlich den Ausschlag. Ein politischer Erfolg, propagandistisch so richtig nach allen Regeln der Kunst ausgeschlachtet, kann am Vorabend der Wahl ein wahres Wunder bewirken.
    John Kerry wird den Wählern versprechen, "die Jungs heim zu holen". Den Rest haben die Schiiten oder die Arschlöcher von der El- Quaida in der Hand.

  5. #5
    Avatar von To deep to fall
    To deep to fall ist offline "Absolvent" (80-149 Beiträge)
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    Frieden und Sicherheit

    Original geschrieben von Andy


    Im großen und ganzen könnte man natürlich annehmen, dass viele Bürger, gerade aus der Mittelschicht daran interessiert sind, dass sie in Frieden und Sicherheit leben können. Frieden und Sicherheit, die die derzeitige Regierung ihnen anscheinend nicht bieten kann.
    Aber was passiert wenn die Amis aus dem Irak abziehen und die da unten schalten und walten können wie sie wollen? Die Amerikaner haben gesehen, dass sie im eigenen Land nicht sicher sind und mit Rache für die Besetzung werden sie wohl rechnen müssen. Ist also die Frage ob das wirklich in ihrem Interesse liegt.

    Und nochmal die Frage was dann passiert. Wird die UNO 'übernehmen'? Man kann die Irakis doch nicht einfach so sich selbst überlassen. Ich habe auch Familie da unten und würde mir wünschen, dass er nach Hause kommt, aber unter diesen Umständen...

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