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  1. #1
    Avatar von pax
    pax
    pax ist offline Moderator
    Registriert seit
    21.09.2004
    Beiträge
    2.666

    Pfeil Zukunft des Irak

    Es ist ein wenig still geworden um das Thema.
    So nehm ich mir die Freiheit erst einmal festzustellen dass wohl zu genüge diskutiert wurde über den vergangenen Krieg und den momentanen Zustand des Irak, aber kaum über die Zukunft.

    Was kann man denn , da man die Situation nun mal real vor sich hat überhaupt noch erreichen ?
    Ist der Traum von einer Demokratie überhaupt noch zu erfüllen?
    Welche Optionen hat die Welt bzw. die USA überhaupt noch um eine positive Lösung herbei zu führen ?

  2. #2
    ExXter ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
    Registriert seit
    31.08.2004
    Beiträge
    26
    Keine. Betrachten wir es in einer realen Relation zu schon geschichtlich erbrachten Beweisen, das Wechsel einer Staatsform nicht möglich sind nach Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten einer Staats-/Regierungsform (wenigstens nicht innerhalb von 10+ Jahren).

    Fürstentum -> Kommunismus (naja)
    Monarchie -> Republik -> Sozialismus -> Kommunismus? Illusion
    Monarchie/Fürstentum -> Republik /Demokratie? Witz
    "Glaubensstaat" (z.B. Irak) -> Demokratie?
    "Bitte schalten sie ihren Verstand ein falls sie denken Demokratie wäre möglich."

    Seien wir realistisch, es gibt keine Staatsform, die in irgendeiner Weise immer wieder, hier und da, "zivilisiert" genannt werden kann, da wir es nicht sind. Unsere Demokratie ist pervertiert zu etwas das ich nicht beim Namen nennen möchte.

    Die einzige Möglichkeit die wir haben sind wir selbst doch wir scheinen auf äußert dumme Art und Weise unsere Möglichkeiten zu verspielen, gewollt oder ungewollt. Das einzige das noch Hoffnung macht ist die Zeit, denn man weiß nie genau was kommt und vielleicht =).

    PS: "pax vobiscum, Bush and war to the world."

  3. #3
    ant-wort Gast
    Dem Irak keine Zukunft zu geben ist doch etwas hart.

    Die Euphorie, die Aufgrund der unerwartet hohen Wahlbeteiligung verbreitet wird, halte ich zwar für übertrieben (die Schiiten gingen wählen weil Sistani das so befohlen hat und die Kurden weil Ihnen klar wurde was das für ne Chance bedeutet wenn die anderen die Wahlen boykottieren),
    dennoch scheint sich ja anzudeuten, dass die führenden Kräfte der Ethnien und Religionen durchaus gewillt sind einen gemeinsamen Weg zu finden.
    Der Irak und die USA müssen aber auf jedenfall drauf verzichten die Demokratie mit der Bechstange einzuführen und die Staatsgeschicke in der Hand der historischen Führer in arabien, der Scheichs und Geistlichen lassen, wenn diese in der Lage sind zu kooperieren.

    Wirklich Demokratie kann in Arabien nur auf Basis von Sicherheit und Wohlstand entstehen, was sich gegenseitig bedingt.
    Womit wir bei dem Thema Sicherheit wären.
    Dafür ist es sicher notwendig die Nationalen Polizei und Militäreinheiten auszubilden und das Land weiterhin mit Soldaten zu schützen.

    Vieles wäre aber schon getan, wenn diese nicht die US Amrikanischen wären,
    die sind nämlich allgemein extrem verhasst.
    Wenn die Weltgemeinschaft erreichen würde mit Mlitär-und Wrtschaftshilfe eine arabische Multinationale Schutztruppe aufzustellen, sehe ich durchaus eine Chance für den Irak.

    Ist den USA eine damit verbundene Stärkung der innerarabischen Kommunikation die eventuelle Umsetzung des demokratischen Vorbildes Irak das Wert?

  4. #4
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Beiträge
    5.278

    Demokratie ohne Demokraten

    Es ist ja nicht das erste Mal, dass eine Staatengemeinschaft eine Demokratie zu formen versucht, der es an Demokraten mangelt. In allen früheren Fällen hat der entsprechende Staat zu einem totalitären Staatswesen tendiert. Das ist aber in letzter Zeit aus der Mode gekommen.
    Im Fall des Irak wird das gefügelte Wort von den drei Zonen wohl eher Wirklichkleit werden. (Diesel, Normal und Bleifrei)
    Sekulare Kurden, Schiiten und Sunniten passen einfach nicht in den gleichen Staat. Die Interessen der Nachbarn sind zu sehr verschieden, als dass sie sich unter einen Hut bringen ließen. Das Engagement der USA und das Öl verhindern, dass der Irak in ähnlicher Weise unter den Teppich gekehrt wird, wie z.B. der Libanon.
    Wer Palestina für ein Problem gehalten hat, wird den Irak als eine Katastrophe wahrnehmen.

  5. #5
    Unregistriert Gast
    Ich halte die 3 Staaten Variante für sehr unwahrscheinlich.
    Iran und Türkei werden nie einen Kurdenstaat zulassen, davor würde Türkei wie angekündigt im Norden einmarschieren.

    Die USA werden nicht riskieren das ein schiitischer Südiranischer Staat in den Einfluss der Mullahs mit 2/3 des Ölreichtums Iraks fallen könnte und eine Teilung nicht zulassen.

    Deswegen rechne ich ja auch nicht mit einer echten Demokratie sondern eher einem Rat von Representanten aus den Stämmen und von Geistlichen, das ist für die islamische Kultur gar nicht so ungewöhnlich.
    Daraus könnte sich eine Demokratie entwickeln, das Islamische Länder grundsätzlich nicht demokratiefähig sind halte ich für falsch.

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