Na, wenn schon Aufteilung, dann doch vielleicht eher in drei Staaten, wo es eben keine Anschläge gibt. Oder?
Aber mal im Ernst: Da müssen jetzt mal die Historiker und Politologen ran.
Ich glaube mich zu erinnern, dass Irak als Staat an sich eher ein künstliches Gebilde ist, das irgendwann in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts geschaffen wurde. Wer weiß: Vielleicht relaxiert der Irak ja optimalerweise wieder in die Konstellation, die davor existierte oder in eine jedenfalls sehr ähnliche. Vor allem natürlich eine, die ne gewisse Langzeitstabilität verspricht.
Frage: Momenntan kommen die Erlöse des Ölgeschäfts ja dem Irak als Ganzes zugute. Wie werden im Falle einer Aufteilung jene Kompartimente reagieren, welche hinterher keine oder nur wenige Ölquellen besitzen werden und folglich schlechter dastehen als vorher? Es ist ja beileibe nicht gesagt, dass die "natürlichen" Landesgrenzen, die sich aus Historie, Volks/Glaubenszugehörigkeit der Einwohner etc. ergeben, automatisch allen Beteiligten einen ihrer Größe angemessenen Anteil an den Ölvorkommen sichern.
Sollte es unter diesen Umständen nicht eine Struktur geben, die - ähnlich wie der Länderfinanzausgleich in der Bundesrepublik - eine fianzielle Balance herzustellen versucht?![]()
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Ergebnis 1 bis 4 von 4
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25-08-2007 01:29 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Die Aufteilung des Irak in drei Staaten - täglich Anschläge
Was denkt ihr über die Aufteilung des Irak in drei Staaten ,wo es fast täglich Anschläge gibt ?
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25-08-2007 07:49 #2
Geändert von Düsentrieb_610 (25-08-2007 um 09:58 Uhr)
"Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
(Jean-Jacques Rousseau)
"Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings."
(Victor Stenger)
Am Ende wird alles gut.
Und falls nicht, ist es nicht das Ende.
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25-08-2007 09:22 #3
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Hmm. Na dann hätten wir ja keine drei Einzelstaaten, sondern nur einen Staatenbund vorliegen. Insgesamt zeichnet sich die jüngste Geschichte aber, bis auf das langwierige Bemühen der Koreaner zueinander zu finden, doch eher doch eher durch Seperation aus, wenn wir uns beispielsweise mal Osteuropa und Südosteuropa anschauen.
Ich muss jedoch zugeben, dass mir das Verständnis, warum die Leute sich im Nahen Osten die Köpfe einschlagen ein bißchen fehlt. Ich glaube, das werde ich auch nicht mehr begreifen.
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02-09-2007 19:40 #4
Die 3 Staatenlösung ist eine der schlechteren Lösungen.
Zum einen werden die Suniten dadurch Herrscher über jede Menge Wüstensand und dürften wirtschaftlich hinter Jordanien zurück fallen. Zum Zweiten werden die Kurden dadurch einen Staat haben, der von der Türkei für die immer noch häufigen Anschläge und Attentate der PKK verantwortlich gemacht werden kann.
Dann kommen noch ein paar andere Feinheiten hinzu, wie die Beziehung aller Parteien zum Iran und zu Saudi Arabien.
Ein großer Teil der Kämpfe und Anschläge werden übrigens im Irak von irakischen Nationalisten durchgeführt.
Ein irakischer Nationalismus wäre die einzige Möglichkeit ethnische und religiöse Gruppierungen zu versöhnen und damit tatsächlich die Kampftätigkeiten zu beenden. Eine Teilung legitimiert nur die Gewalt und wird deshalb keinen Frieden bringen.
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