Ich habe den Film nicht gesehen, aber wenn man (Kino-)filme als Kunst begreift, was man unter Ausschluß von so dümmlichen Streifen wie Sex and the City oder Horton hört ein Hu oder Daddy ohne Plan durchaus tun kann, so stellt sich die Frage, welchen Anspruch CSNY Déjà Vu (übrigens ohne Doppelpunkt) hat.
(Ob Spiel- oder Dokumentarfilm spielt hierbei keine Rolle).
Ist es Kunst, so muß sie gar nichts bewegen, nichts erklären und für nichts explizit stehen. Das ist ja gerade das Schöne an Kunst. Ich finde es mit Verlaub grundsätzlich etwas naiv zu glauben, Film könnten "was bewegen", was immer das auch heißen mag. Meistens ist es doch so, daß gerade die Filme mit heeren und integren Ansprüchen cineastisch oft eine einzige Katastrophe sind, wie die jüngsten Propagandafilme von Michael Moore beweisen.
Aaaaaaber vielleicht hat der blaue Engel ja bloß einen Aufhänger gesucht für eine frische Irakkriegdiskussion, Das ist aller Ehren wert. Na, dann mal los!![]()
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Thema: [Film] CSNY: Déjà Vu
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Ergebnis 1 bis 4 von 4
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25-06-2008 17:13 #1
[Film] CSNY: Déjà Vu
Hi Leute,
grad hab ich den Trailer zum kommenden Film CSNY: DÉJÀ VU
von Neil Young gesehen, ich glaub den werd ich mir wirklich ansehen!
Die Urväter der Friedensbewegung der 1960er sind wieder zusammengekommen um mit ihrer Musik auf den Krieg, den US-Präsindenten und die Gesellschaft nach dem 11. September aufmerksam zu machen.
Was meint ihr, wird der Film auch in Deutschland etwas mehr bewegen, oder haben wir mit unseren Sorgen genug zu tun?
Quelle
>> http://csny.arsenalfilm.de/trailer.htm
Blue Angel
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26-06-2008 15:20 #2
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Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
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27-06-2008 11:47 #3
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Ehrlich gesagt: Ja. ich finde meine eigenen Sorgen wichtiger, will sagen besorgniserregender als die Probleme des Irak. Zumal ich ja auch keine Amerikaner bin und es daher Sache der Amerikaner sein sollte, wie sie damit umgehen.
Zitat von Blue Angel
Ist es irgendwie verwerflich, sich mehr um seine eigene berufliche Zukunft Sorgen zu machen anstatt sich für die sofortige Rückkehr amerikanischer Soldaten einzusetzen (Übrigens sind sind die amerikanischen Soldaten alle freiwillig im Irak, es gibt in den USA keine Wehrpflicht!)? Gibt es eine moralische Pflicht, sowas wie, daß Sterben im Irak "bedeutender" ist als meine privaten Befürchtungen?
Gedanken um die deutschen Soldaten in Afghanistan mache ich mir schon hin und wieder. Z.B. habe ich kürzlich den ausführlichen Artikel im sz-magazin gelesen.Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
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07-07-2008 21:20 #4
Hallo Thomas,
ich muss auch sagen, so eine richtige Beweguns-Schwester bin ich auch nicht, habe mit meinen kleinen Sorgen auch genug um die Ohren, dazu noch die Familie ... den Großeltern gehts nicht so gut und so ... aber mich hat der Trailer angesprochen und inzwischen gabs ein paar Berichte über den Film, fand ich schon sehr betrefflich, vor allem was so gestandene Männer unter Tränen sagen, die bereits Vietnam hinter sich haben ...
aber vielleicht macht man sich eh zu viel Gedanken, ich bin überzeugt, das wir vielleicht nicht gleich diesen Planeten auslöschen, aber sicher früher oder später uns selbst, und Gott wird dann sagen "und es war gut so!"
Blue AngelGeändert von Blue Angel (07-07-2008 um 21:22 Uhr) Grund: Zitat war zu lang ...
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