wenn die Studiengebühren kommen, dann werde ich wohl auf mein Dipl. Ing. verzichten müssen und auswandern, weil die 600€ von denen da teilweise die Rede is, die hab ich einfach nicht...
greetings R@nger23
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04-02-2005 01:12 #1Unregistriert Gast
Studiengebühren und andere alternative Lösungen
Der psychologische Krieg in Sachen Studiengebühren ist voll in Fahrt. Gibt es keine andere Lösungen? Auf dieser Webseite werden sehr effektive Lösungen gezeigt und diskutiert. Zu dem wird der ganze politische Vorgang auf sehr inspirierende Art und Weise dargestellt.
Am besten ihr schaut mal rein: www.studiengebuehren.cx.la
An der Seite wird noch gearbeitet also freut euch dass noch mehr gutes kommt und ihr eure Meinung mit einfliessen lassen könnt.
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04-02-2005 01:43 #2
"Student" (20-79 Beiträge)
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04-02-2005 04:05 #3Unregistriert Gast
Entwachsen.
Die Studiengebühren entwuchsen dem Gedanken der neuen Sozialpolitik.
Diese lautet: "Wer will der schafft es auch."
Die Zeiten sind eindeutig vorbei, in der sich der Student den Luxus erlauben konnte, links-sozial-kommunstisch zu denken. Eine solche Geisteshaltung wird heute in der Öffentlichkeit einfach nicht mehr unterstützt.
Die Kassen sind nicht wirklich leer. Es geht hier einfach nur um eine neue Volks-Erziehungsfrage. Der Einzelne soll die größtmögliche Verantwortung übernehmen, natürlich auch finanziell.
Im Grunde verhält es sich so, wie mit der Mutterbrust einer modernen Frau:
Eine moderne Frau, die etwas auf sich hält, sich also im öffentlichen Alltag als solche präsentieren möchte, achtet sehr auf ihr äußeres. Darunter fallen dann auch ihre Brüste. Diese sollen jung und frisch aussehen, man möchte ja auch am Strand vor allen flanieren können. Dies funktioniert nur, wenn sie das Stillen auf ein Minimum einschränkt oder gar völlig abschafft.
Die Politik ist die Frau. Die Brüste ihr soziales Verhalten.
So betrachtet hatten wir bisher nicht den "Vater" - sondern den "Mutterstaat".
Die Mutter wird jetzt abgelöst vom Vater.
Aber das war ja alles absehbar.
Die Neuorientierung findet ihre Basis immer in den jüngsten Reihen. Bereits einige Jahre zuvor war es ja so, dass das Soziale Verhalten unter den jungen Menschen auf ein Minimum herabgesunken war -von Zivilcourage ganz zu schweigen. Im Fetttöpfchen der "Mutterstaat" konnte dieser Charakterzug auch wunderbar heran reifen. Jetzt, wo die jungen Menschen zu erfolgreichen Juppis heranwuchsen, fordern sie den "Vaterstaat". Ein Staat ohne Brust.
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04-02-2005 18:18 #4
off topic
Mein Vorredner!
Bist du Dichter oder Philosoph oder beides?
Jedenfalls bist du einer der wenigen, der klaren Kopfes nachdenkt und die Ursachen erkennt.
Das lernt man aber an keiner Schule und an keiner Uni, mag sie auch noch so teuer und hochgepriesen sein.
Das ist eine Sache des Verstandes, den man mit keinem Geld kaufen kann.
Ein solches Kapital bringt mehr denn alles Vermögen.
In großer Achtung,
die TramIn conspectu angelorum psallam tibi, deus meus.
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08-02-2005 11:12 #5Um Mal aus der von Dir angegebenen Seite zu zitieren:
Zitat von Unregistriert
Ist das so? Soweit ich weiß, hat sich z.B. Bundeskanzler Shredder aus ärmlichsten Verhältnissen hinaufgearbeitet, und auch von den anderen relevatne Entscheidungsträgern ist nicht bekannt, dass sie (anders als z.B. George W. Feldbush) bereits mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wurden.
Zitat von www.studiengebuehren.cx.la
Desweiteren kann man fragen, ob das Stipendiensystem nicht wirklich etwas für sich hat: Natürlich mag Einstein kein besonders überragender Student gewesen sein, aber das Potenzial für seine künftigen Leistungen hatte er bereits (man lese hierzu mal eine der einschlägigen Biografien). Wenn also die Möglichkeit, studieren zu können, davon abgehangen hätte, sich ein Stipendium zu beschaffen, hätte er selbiges zweifellos in Angriff genommen, weil ihm - wie allen Physikern - der Drang innewohnt, Fragen an die Realität zu stellen. Und wenn der einzige Weg, das zu tun, der ist, das Auswahlgremium einer Stiftung zu überzeugen, dann nimmt man das eben in Angriff.
Ich weiß, wovon ich rede: Ich habe just diesen Weg eingeschlagen.
Und vergessen wir nicht, woher die vermeintliche Notwendigkeit von Studiengebühren rührt: Vom exorbitanten Zustrom an intellektuellem Mittelmaß. Wäre das Abitur wirklich noch ein Nachweis der Hochschulreife, hätten die Unis dieses Problem nicht und müssten nicht aussieben.
Von daher wurde der Satz "Bildung für alle!" aus falsch verstandener Gerechtigkeit um den Zusatz " - auch für die Blöden!" ergänzt - mit dem Ergebnis, dass wir eine enorm hohe Quote von Abbrechern haben, die den Talentierten die Ressourcen wegnehmen.
Aber wenn die Schulpolitik durch übertriebene Gleichmacherei nun mal an die Wand gefahren wurde, muss es doch den Unis gestattet sein, den Sortierprozess, der eigentlich von den Schule vorgenommen werde sollte, selbt durchzuführen:
Wären die Protestierenden bereit, ein System zu unterstützen, das - wie bisher - gebührenfrei bleibt, aber zu Beginn des Studiums Zugangsprüfungen vorsieht, die nur die besten x Prozent bestehen?
Und nicht zuletzt: Was ist an der Annahme so falsch, dass die gemeinnützigen Bildungswerke auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren und ihre Stipendienprogramme entsprechend überarbeiten? Es ist ja nicht so, dass jene Länder, die Studiengebühren haben, zwingend unter einem Mangel an Spitzenkräften zu leiden hätten. Solange es nicht möglich ist, sich mit nem Football-Stipendium eine Platz im Jura-Studiengang zu holen (no more "geistige Querfinanzierung"!!), wird der Siebeffekt, den wir brauchen, durch ein Stipendiensystem auch erreicht - obwohl natürlich ein Abitur, das den Namen verdient, bzw. die oben erwähnten Zugangstests beide viel direkter den erstrebenswerten Zielzustand herbeiführen würden:
Dass der Zugang zur Hochschule vom Inhalt des Kopfes - und nicht dem des Geldbeutels - abhängig ist!"Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
(Jean-Jacques Rousseau)
"Science flies you to the moon.
Religion flies you into buildings."
(Victor Stenger)
Am Ende wird alles gut.
Und falls nicht, ist es nicht das Ende.
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