Meinst du Abgaben oder Steuern? Für Steuern und für die Kindergeldberechtigung gilt eine Grenze von 7680 Euro (Stand: 2005) pro Jahr brutto nach Abzug der Werbungskosten, nach deren Überschreiten du a) Steuern zahlen und b) dein ggfs. erhaltenes Kindergeld zurückerstatten musst.
Die Abrechung der Steuern und Abgaben erfolgt monatlich, allerdings kannst du im Folgejahr einen Lohnsteuerjahresausgleich machen und dir zu viel gezahlte Steuern zurückholen.
Ob du Sozialabgaben zahlen musst, hängt von deinem Arbeitsvertrag ab. Sogenannte 400-Euro-Jobs sind grundsätzlich abgabenfrei. Verdienst du mehr, musst du (bei einer Progression von 400 bis 800 Euro) ab 800 Euro die vollen Abgaben zahlen wie jeder andere Arbeitnehmer auch.
Arbeitest du auch später im Studium noch dauerhaft mehr als 20 Stunden in der Woche, ist übrigens dein Studentenstatus in Gefahr - aber das steht ja jetzt noch nicht an.
Wenn du weitere Fragen hast, dann formuliere sie bitte ganz konkret.
Gruß,
Karendric
PS: Ich vermute mal, dass die 20 Euro kein Stundenlohn, sondern das Honorar für geleistete Stunden als selbständiger Auftragnehmer sind. Kann das sein?
Thema: Freibetrag
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Ergebnis 1 bis 5 von 22
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22-03-2006 15:55 #1
"Student" (20-79 Beiträge)
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Freibetrag
hallo!
bis mein studium im WS06/07 beginnt, will ich mich mit nebenjobs über wasser halten. für die nächsten 2-3 monate habe ich schon was gefunden. dort entwickle ich eine software für ein größeres unternehmen. bekomme dann auch einen arbeitsplatz direkt im haus gestellt.
da der arbeitgeber und ich momentan noch ums gehalt verhandeln, wollte ich fragen wies mit abgaben ausschaut. höre von überall was anderes.
der eine sagt, dass alles jährlich abgerechnet wird und man ca. 7000-8000€ nicht überschreiten darf. das wäre ideal für meinen fall. der andere sagt, dass es monatlich abgerechnet wird und ich monatlich nicht mehr als 400-600€ verdienen darf.
was stimmt nun? weil mit 20€ stundenlohn hab ich die 400-600€ schnell erreicht. ist ja nur für 2-3 monate, dafür aber vollzeit. und unter wert will ich mich auch nicht verkaufen
hoffe ihr könnt mir helfen.
autumn
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22-03-2006 16:11 #2
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22-03-2006 17:25 #3
"Student" (20-79 Beiträge)
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Muss zugeben, dass dies mein erster richtiger Nebenjob ist und ich mich daher im gesamten Lohnnebenkostensektor kaum bis gar nicht auskenne.
Soviel hab ich jetzt begriffen: Um Steuern muss ich mir keine Sorgen machen, da ich nicht über die 7680EUR komme. Allerdings muss ich dann Sozialversicherungsbeiträge zahlen, richtig?
Zu deiner abschließenden Frage: Was ist genau der Unterschied? Kann die Frage nämlich nicht konkret beantworten. Habe in dem Unternehmen Zivildienst abgeleistet und da die wussten, dass ich bis Oktober einen Job suche, haben sie mir dieses Projekt angeboten. Da noch kein Arbeitsvertrag oder dergleichen aufgesetzt wurde, kann ich da leider noch keine konkreten Angaben machen.
Die 20EUR stellen in etwa die Vergütung da, die ich mir erhoffe / erwarte. Damit wäre ich immer noch um mehr als 50% billiger als die professionellen Unternehmen, die sich so auf dem Markt tummeln. Wobei ich ja wie gesagt nicht weiß, was von diesen 20EUR letztendlich übrig bleiben würde, wenn man Sozialabgaben abzieht, oder was sonst noch so anfällt.
Nicht gerade sehr transparent dieses System
Aber ich hoffe auf deine / eure Antwort(en)
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22-03-2006 17:38 #4
Jetzt wird mir schon etwas klarer, was du wissen willst. Also: Es gibt grundsätzlich zwei Arten, für eine Firma zu arbeiten: Entweder als Mitarbeiter oder als Auftragnehmer.
Im ersten Fall übernimmt dein Arbeitgeber eine Hälfte der Sozialabgaben, du bekommst Urlaub, hast eine Kündigungsfrist und bist im Krankheitsfall oder bei Arbeitsunfällen versichert. Denkbar ist so etwas in deinem Fall als 400-Euro-Job, was den angenehmen Nebeneffekt hätte, dass hierbei die Abgaben und Steuern sehr gering sind (oder ganz wegfallen) und meist vollständig vom Arbeitgeber übernommen werden.
Modell Zwei ist die Zusammenarbeit unter Geschäftsleuten, also das, was du anscheinend anstrebst. Da bist du nicht Arbeitnehmer, sondern Auftragnehmer! Du versicherst dich selbst, dein Arbeitgeber zahlt keine Sozialabgaben für dich, sonden überweist dir nur das vereinbarte Honorar. Das muss entsprechend sehr viel höher sein als ein normaler Stundenlohn (mindestens doppelt, auf Dauer eher dreimal so hoch), da du kein Urlaubsgeld und kein Krankengeld bekommst, nicht unfall- und haftpflichtversichert bist und zusätzlich zu deinem Arbeitnehmeranteil an den Sozialabgaben auch den Arbeitgeberanteil abführen musst, weil du dein eigener Chef bist. Außerdem musst du ja auch deine Arbeitsmittel selbst bezahlen und deine Fortbildungen, wenn nichts anderes vereinbart ist.
Da es in deinem Fall nur um eine kurze Zeit geht, kannst du ausnahmsweise anders rechnen als echte Selbständige und Schmalspur fahren, etwa indem du auf die Bildung von Renten- und Krankheitsrücklagen verzichtest, was sonst jeder vernünftige Selbständige macht.
Allerdings solltest du klären, ob deine Krankenversicherung (bzw. die deiner Eltern) dich für die Dauer der Tätigkeit versichert - frage doch mal Klausi hier im Forum. Der scheint sich damit gut auszukennen.
Gruß,
Karendric
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22-03-2006 19:59 #5
"Student" (20-79 Beiträge)
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- 29
Hmm, eigentlich hab ich mir das jetzt so gedacht:
Gehen wir mal von einem Zeitaufwand von 150 Stunden aus. Bei 15€/h wären das 2250€. Nehmen wir mal an, ich einige mich mit dem Arbeitgeber auf diesen Pauschalbetrag. Ist es jetzt möglich dass ich monatlich 400€ vom Arbeitgeber bekomme, bis dieser Pauschalbetrag erreicht ist - obwohl ich real nur ~2 Monate an dem Projekt arbeite? Dass ich also einen Arbeitsvertrag hätte und ich für die Zeit Mitarbeiter im Haus wäre? Das wäre natürlich insofern ein Vorteil für mich, da ich dann keine Abgaben zahlen müsste und das volle Geld erhalten würde. Oder ist das eher unrealistisch, da der Arbeitgeber im Falle einer Krankheit o.ä. für mich eintreten müsste? Wenn ja, wäre das ja äußerst unattraktiv für den Arbeitgeber. Ließe sich das evtl. im Vertrag umgehen?
Wisst ihr, worauf ich hinaus will? Ich hoffe, ihr könnt helfen.
PS: Gibt es für 400€-Jobs eigentlich eine Höchstgrenze an Stundenlohn? Das würde ja dann auch eine erhebliche Rolle spielen.Geändert von autumnfire (22-03-2006 um 20:01 Uhr)
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