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  1. #1
    Avatar von Schwarzwälder
    Schwarzwälder ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    Börsencrash in Deutschland 2008?

    Ab 2009 müssen auch lange gehaltene Aktiengewinne pauschal versteuert werden (Stichwort Abgeltungssteuer). Das bedeutet, dass man kurz vor 2009 die Papiere noch unversteuert verkaufen kann, danach aber nicht mehr. Nicht nur, dass Aktien für Deutsche danach weniger rentabel sind - es lohnt sich vor allem, die Aktien VOR 2009 noch zu verkaufen.

    Was meint ihr, könnte es sein, dass dieser Umstand 2008 zu stark fallenden Kursen führt? Oder sind die Deutschen global gesehen zu irrelevant?

  2. #2
    Avatar von SummaCumLaude
    SummaCumLaude ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    Beiträge
    1.053
    Versteuert wird ja nur der realisierte Gewinn, nicht der Aktienwert an sich. So gesehen ist es nach deiner Argumentation nur nötig, dass die Geldmenge, die in den Aktienmarkt geht etwas geringer ausfällt. Und das ganze dazu natürlich asymetrisch verzerrt, weil es eben ein deutsches Gesetz ist. Der Aktienwert an sich muss nicht sinken, aber wahrscheinlich kann es schon sein, dass dann eben zeitweilig größere Gewinne realisiert werden und es zu einer ausgeprägten Konsolidierung kommt (aber keinem wirklichen Crash).

    Für Privatanleger bleibt aber ohnehin keine große Alternative (z.B. wenn man Fondssparen zur Altersvorsorge betreibt), für die "großen" Spekulanten wird das einfach verrechnet. So gesehen wird es eben eine Delle oder auch nur (durch frühzeitiges Einpreisen) eine fliessende Schwächung des Wachstums geben. Aber das ist ja nicht der einzige marktbestimmende Faktor, weshalb ich mir nicht so sicher wäre, ob man da so einen dezidierte Ursache ausmachen kann.

    Unabhängig denke ich sowieso, dass es zwar 2007 und teilweise 2008 nochmals aufwärts geht, aber dann eine größere Konsolidierung einsetzt. Dafür spricht vieles: Immobilienmärkte, Zinsentwicklungen, Rohstoffmärkte, etc. Schon letztes Jahr im Juni war alles sehr nervös!

  3. #3
    krischan Gast
    Börsencrashs entstehen doch nur, wenn die gehandelten Aktien so überbewertet sind, dass irgendwann ein Händler das Vertrauen verliert. So geschehen bei Tulpenspekulationen im 17. Jh. in Holland, so geschehen bei Eisenbahnspekulationen, so geschehen beim Schwarzen Freitag 1928, so geschehen beim dot.com-Boom. Typische Blasen, die lange Zeit nur durch das Vertrauen der Aktionäre auf weitere unrealistischere Steigerungen am Leben gehalten worden sind, sogenannte selbsterfüllende Prophezeiungen.

    Die Besteuerung von Aktiengewinnen führt doch nicht dazu, dass die Leute auf einmal alles in Gold anlegen!

    Krischan

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