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  1. #1
    Walli ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    Unglücklich Nimmt Job zuviel Zeit in Anspruch?

    Hallo Leute,

    was meint Ihr, wieviel Zeit man neben dem Studium für einen (Studenten-)Job aufbringen kann? Vermutlich ist das bei jedem etwas anders, weil es wohl auch sehr darauf ankommt, wie effizient man die verbleibende Zeit zum Lernen nutzt und wie anspruchsvoll der jeweilige Studiengang ist. Aber vielleicht könnt Ihr mir dazu trotzdem ein paar Anhaltspunkte geben. Bei einigen anderen Studierenden habe ich mitgekriegt, dass sie teilweise nur in den Semesterferien arbeiten oder aber einmal pro Woche einen Tag für die Arbeit einplanen. Das finde ich beides ganz ok, aber leider schreibe ich in den Semesterferien immer Klausuren, weshalb diese Zeit zum Arbeiten schonmal entfällt.

    Deshalb habe ich mir überlegt, dass 40 Stunden im Monat perfekt wären. 10 Stunden pro Woche könnte man - meiner Meinung nach - verschmerzen, man würde genug Geld verdienen, um sich das Studium und das Leben drum herum leisten zu können und hätte noch genug Zeit für's Wichtigste, das Studieren. Mit viel Glück habe ich auch so einen Job gefunden. Er wurde mit "40 Stunden pro Monat - und manchmal vielleicht ein bisschen mehr" beworben. Ich dachte, das wäre dann einmal pro Woche eine Schicht, die schonmal 9-10 Stunden haben kann, und zu besonderen Anlässen (saisonale Stoßzeiten, Krankheitsfall eines Kollegen etc.) "vielleicht ein bisschen mehr". Leider ist es jetzt so gekommen, dass ich jede Woche zwei Schichten arbeiten muss; einen vollen und einen halben Tag, wobei es in letzter Zeit schon oft vorgekommen ist, dass ich zwei volle Tage pro Woche arbeiten musste. Deshalb mache ich mir jetzt Gedanken, ob der Nebenjob zuviel Zeit in Anspruch nimmt und ich deshalb mein Studium vernachlässige. Erschwerend kommt hinzu, dass ich mich für ein Universitätsstudium mit Doppelstudiumcharakter entschieden habe, was sehr zeitaufwändig ist. Daneben führe ich eine Fernbeziehung, die das ganze Wochenende in Anspruch nimmt.

    Abzüglich des Wochenendes und der Arbeit hätte ich also gerade mal 3 bis 3,5 Tage pro Woche, um mein Studium zu meistern. Was meint Ihr dazu? Ist das machbar, oder muss ich was ändern?

  2. #2
    Paracelsus ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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    Zitat Zitat von Walli Beitrag anzeigen
    Abzüglich des Wochenendes und der Arbeit hätte ich also gerade mal 3 bis 3,5 Tage pro Woche, um mein Studium zu meistern. Was meint Ihr dazu? Ist das machbar, oder muss ich was ändern?
    Kommt entschieden darauf an, wieviel Schlaf Du pro Nacht brauchst, welche sonstigen Interessen Du noch hast und was Du studierst. Außerdem ist es von Bedeutung, ob Du in der Regelstudienzeit fertigwerden willst oder Dir etwas Aufschlag gibst. Daher wird Dir niemand seriös eine Antwort darauf geben können, die über die persönlichen Empfindungen dieser Person hinausgehen und daher für Dich wenig von Nutzen sind.

    P.

  3. #3
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    5.278

    Eigentlich

    ist ein Studium schon eine Vollzeitbeschäftigung, und der Aufwand ist so bemessen, dass ein durchschnittlich begabter und fleißiger Student es gerade so in der Regelstudienzeit packt, und neben her noch ein Bisschen Privatleben genießt.
    Ein Nebenjob sollte also zu Lasten eben dieses Privatlebens gehen, und nicht zu Lasten des Studiums.
    Daran kannst Du schon sehen, dass es eigentlich nicht ohne Weiteres möglich sein dürfte, drei Dinge (Studium, Privatleben und Job) unter einen Hut zu bekommen, es sei denn, Du leistest im Studium außerordentliches (es soll ja solche Überflieger geben) oder eben nicht.
    Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
    (Silvia Arroyo Camejo)

  4. #4
    Walli ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    22.12.2006
    Beiträge
    7
    Hallo,
    danke für Eure Antworten - klingt alles einleuchtend. Vielleicht könnt Ihr mir noch ein paar meiner Fragen beantworten.

    Ca. 6-7 Stunden Schlaf reichen mir, um fit zu sein. Genannten Job mache ich eigentlich sehr gerne, weil er auch Aspekte meiner privaten Interessen beinhaltet (man könnte es fast als Hobby bezeichnen, dessen Ausübung dann noch Geld einbringt.). Allerdings bin ich nach einem ganzen Arbeitstag schon erschöpft - eben anders, als das vielleicht bei einem 'normalen' Hobby der Fall wäre. Die Arbeitszeit fehlt mir natürlich an anderer Stelle - ein Hobby könnte man zur Not zeitlich einschränken. Andere Interessen habe ich zurzeit - abgesehen von meiner Fern-/Wochenendbeziehung - nicht. Wobei ich das eigentlich gern ändern würde, da man sonst ja überhaupt nicht in Kontakt mit hießigen Studenten kommt. Will heißen ich würde mich gern im Hochschulsport oder in sonstigen Uni-Gruppen einbringen (auch um meine 'Lebensbatterien', von denen Martin Krengel in seinem Studi-Survival-Guide schreibt, ins Gleichgewicht zu bringen). Aber da habe ich absolut keine Ahnung, wie ich das zeitlich schaffen soll. Ich hatte leider diverse Probleme, die dazu geführt haben, dass ich jetzt schon einige/zuviele Semester erfolglos hinter mir habe, weshalb ich so langsam wirklich pro Semester den dafür vorgesehenen Stoff schaffen will/muss, damit am Ende noch eine akzeptable Semesteranzahl rauskommt. Ist das möglich und wenn, was ratet Ihr mir?
    Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen an einer TU. Macht das die Sache noch etwas schwerer? - Ich bin mir nicht sicher, denn laut Vorlesungsverzeichnis habe ich immer um die 26 Wochenstunden (+/- 5), was andere 'normale' Studiengänge auch haben. Jedoch hat uns ein Dozent irgendwann mal gesagt, dass WI ein Doppelstudiengang bzw. ein Studiengang mit doppeltem Stoffinhalt sei (2/3 Ingenieurbereich, 2/3 Wirtschaftsbereich und 2/3 Recht o.ä. =6/3 =2). Ist das übertrieben, oder bedeutet das wirklich auch den doppelten Arbeitsaufwand? Dann wäre es ja noch schwieriger in angemessender Zeit mit Nebenjob zu studieren. Ich bin leider ziemlich ratlos und mache mir Gedanken, wie es mit dem Studium weitergehen soll/kann. Deshalb wäre es nett, wenn Ihr mir ein paar Ratschläge geben könntet. Natürlich werde ich noch diese Woche zur Studienberatung gehen - aber es wäre trotzdem nett, auch Eure Ratschläge zu lesen.

  5. #5
    Paracelsus ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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    Zitat Zitat von Walli Beitrag anzeigen
    Will heißen ich würde mich gern im Hochschulsport oder in sonstigen Uni-Gruppen einbringen Aber da habe ich absolut keine Ahnung, wie ich das zeitlich schaffen soll. Ich hatte leider diverse Probleme, die dazu geführt haben, dass ich jetzt schon einige/zuviele Semester erfolglos hinter mir habe, weshalb ich so langsam wirklich pro Semester den dafür vorgesehenen Stoff schaffen will/muss, damit am Ende noch eine akzeptable Semesteranzahl rauskommt. Ist das möglich und wenn, was ratet Ihr mir?
    Ich bin ein Freund ungeschminkter Offenheit, was zwar nicht jedem hier gefällt, aber ich mache es auch diesmal wieder: Du hast also Dein bisheriges (Studien-)Leben nicht im Griff und willst noch mehr tun, um es für Dich unmöglich zu machen? Mein Rat: vergiss es einfach! Es ist meiner Ansicht nach (außer man gehört zu einer begnadeten Ausnahmespezies) unmöglich
    - ein zeitaufwendiges Studium
    - einen anstrengenden Nebenjob
    - eine Wochenendbeziehung
    - Hochschulsport oder sonstige Unigruppen
    - regelmäßig ca. 7 Stunden Schlaf
    - Zeiträume zum einfachen Abschalten, Entspannen, wieder-auf-den-Boden-kommen
    innerhalb der Regelstudienzeit erfolgreich unter einen Hut zu bekommen. Das geht vielleicht in den Fächern mit viel Heim- bzw. flexibler Arbeit und viel Arbeit in der vorlesungsfreien Zeit (vulgo Semesterferien), wo Studenten schon über 15 Semesterwochenstunden stöhnen wie die Großen, aber sicher nicht bei 26 (ich habe Pharmazie studiert, mit 28-37 SWS, ich weiss wieviel das ist!).

    Zitat Zitat von Walli Beitrag anzeigen
    Deshalb wäre es nett, wenn Ihr mir ein paar Ratschläge geben könntet. Natürlich werde ich noch diese Woche zur Studienberatung gehen - aber es wäre trotzdem nett, auch Eure Ratschläge zu lesen.
    Lerne Prioritäten zu setzen. Das ist wie bei Dienstleistern:
    --------------------------------------------------------
    Ich arbeite schnell*, gut* und billig*!
    * = suchen Sie sich ZWEI Punkte aus
    --------------------------------------------------------
    Alles auf einmal geht eben nicht. Dein Studium sollte die erste Priorität haben, der Nebenjob (sofern zur Studienfinanzierung (aber auch nur dann!) essentiell) zweite und die verbleibende Zeit kannst Du dann mit dem Rest füllen. Reserven für Prüfungs- oder motivantionslose Phasen nicht vergessen!

    P.
    Geändert von Paracelsus (30-01-2007 um 17:47 Uhr)

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