Dann hättest Du vielleicht auch bei der Frage nach der Gehaltsvorstellung eine höhere Summe angeben sollen.
Eventuell haben die anderen aber auch die Bruttosumme genannt und Du siehst im Moment nur den Netto-Betrag auf Deinem Konto.
Hier hilft es jedoch sich am Jahresanfang doch mal sich hinzusetzen und eine Steuererklärung zu machen. Da bekommt man als Student in dieser Gehaltsklasse einiges von den Abzügen zurück.
Eventuell haben die anderen auch eine bessere Qualifikation oder benötigen weniger Betreuungsaufwand, arbeiten selbständiger etc.
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03-06-2008 09:28 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Gehaltvorstellung Diplomandin
Hallo alle zusammen,
vielleicht könnte ihr mir weiter hilfen. Ich bin ein ausländerin und studiert Geodäsie und Geoinformatik in 10. Semester in Uni-Stuttgart.Schreib gerade meine Diplomarbeit in einer Firma.
Im Vorstellungsgespräch wurde die Gehaltvorstellung gefragt und ich habe 500-600 euro geantwortet. Ich bekomme jetzt 550€ monatlich.
Aber alle andere Diplomanden verdienen 700€. Ich fühle mich unrecht behandelt. Ich bin zum Chef gegangen und hat gefragt, wieso ich 150€/monatlich weniger verdienen? Es ist ein sehr schmerzhaftes Moment. Er könnt mir nicht gleich antworten geben und hat zu mir gesagt, dass er momentan keine Zeit hat und komme in 1 Minuten zu mir. Aber natürlich ist er nicht gekommen.
Soll ich noch mal zu ihm gehen und fragen?
Vielen Dank
Xu
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03-06-2008 12:19 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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03-06-2008 21:12 #3
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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Sei doch froh, dass überhaupt was bekommst, in den Geisteswissenschaften sieht es anders aus...
Aber dennoch: Ist einfach der Kapitalismus, über Löhne wird verhandelt, wer nicht den richtigen Riecher, wie hoch seine Forderung sein kann, hat Pech. Wird entweder nicht genommen, weil er zu hohe Forderungen stellt, oder aber verkauft sich unter Wert. Für gleiche Arbeit gibt es leider noch zu häufig unterschiedliche Löhne. Und, teilweise bekommen besser qualifizierte schlechtere Löhne als Hochqualifizierte, u.a. gibt es Fälle, in denen ein promovierter Architekt weniger verdient als der Vorarbeiter auf dem Bau, obwohl er einiges in seine Ausbildung gesteckt hat. Wer keine Gewerkschaft hat, oder wenn ein Überangebot besteht, der hat Pech gehabt.
Wenn es sich um ein längeres Arbeitsverhältnis handelt, kann man natürlich eine Lohnerhöhung fordern, die hat aber nur Aussicht auf Erfolg, wenn man nicht ohne weiteres ersetzbar ist.
Zur Rückerstattung der Steuern: Das bringt bei diesen Summen doch nichts oder? Ich dachte, die Steuern greifen erst ab etwa 900 Euro, von allem was darunter ist, werden nur Abzüge für Kranken- Arbeitslosen-, Altersversicherung abgezogen, aber keine Steuern. Diese Abzüge stehen aber doch fest und können im Gegensatz zu den Steuern nicht rückgefordert werden, oder?
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03-06-2008 23:19 #4
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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Woher weisst Du das und warum wusstest Du es nicht vor dem Vorstellungsgespräch? Kennst Du die anderen Diplomanden erst seit Du schon da arbeitest?
Das glaube ich Dir, aber dummerweise ist das Leben nicht gerecht.
Wenn Du nochmal mit Deinem Chef dadrüber sprichst, brauchst Du bessere Argumente als "die andere Kinder kriegen aber auch mehr!". Überleg Dir vorher, warum die anderen vielleicht mehr kriegen. Stichpunkte:
- Machen die anderen Diplomanden Projekte, die der Firma mehr Geld bringen?
- Sind die anderen erfahrener als Du (zB weil sie schon ein Praktikum in der Firma gemacht haben und den Laden in- und auswendig kennen)?
- Sind die anderen 3 Monate mit der Diplomarbeit beschäftigt (FH) während Du 6 Monate veranschlagt hast, so daß die anderen zwar mehr im Monat kriegen, die Firma aber unter dem Strich weniger kosten?
- Sind die Ergebnisse der anderen besser zu verwenden? Konkret: Du hast einige Rechtschreib- und Grammatikfehler in Deinem Beitrag. Sieht das mit Deiner Diplomarbeit genauso aus? Muß die Firma den Text erst von jemandem korrigieren lassen, bevor sie ihn weitergeben kann?
Dann überleg Dir, warum Du mehr kriegen solltest. Machst Du ein Projekt, das der Firma viel Geld bringt? Ist Deine Arbeit besonders wertvoll für die Firma?
Vielleicht kannst Du besser verhandeln, wenn Du Dich nicht auf das Monatsgehalt konzentrierst -- immerhin kriegst Du ja das, was Du im Vorstellungsgespräch verlangt hast. Du könntest nach einer (erfolgsabhängigen) Sonderzahlung am Ende der Diplomarbeit fragen.
Viel Glück,
Robs"Worship Me or I Will Torture You Forever. Have a Nice Day." -- God
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04-06-2008 08:29 #5
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Wir können es versuchen.
Also bekommst Du genau so viel, wie Du Dir vorgestellt bzw. gewünscht hast.Im Vorstellungsgespräch wurde die Gehaltvorstellung gefragt und ich habe 500-600 euro geantwortet. Ich bekomme jetzt 550€ monatlich.
Aber warum? Warum sind die 550 €, die zuvor Deinen Wünschen entsprachen, jetzt auf einmal ungerecht? Und was, wenn Du damals gesagt hättest 800- 900 €. Vielleicht hättest Du dann 850 € bekommen. Müssten sich die anderen Diplomanten dann nicht ihrerseits ungerecht behandelt fühlen?Aber alle andere Diplomanden verdienen 700€. Ich fühle mich unrecht behandelt.
Nein.Soll ich noch mal zu ihm gehen und fragen?
Finde zuerst heraus, ob Deine 550 € netto nicht die 700 € brutto der anderen sind.
(auch Fr. Dr. Angela Merkel hat schon brutto und netto verwechselt)Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)


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