UNI-Forum

+ Antworten
Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    t7l
    t7l ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    07.12.2009
    Beiträge
    1

    Frage Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hilfskraft gleichzeitig?

    Hallo!

    Ich befinde mich derzeit in folgender Situation: Bin derzeit mit 17 Stunden als WHK an meiner Uni angestellt und habe jetzt die Möglichkeit an einer anderen Fakultät für ein interessantes Forschungsprojekt eine Anstellung als WHK mit den gleichen Konditionen zu erhalten (mit anschließender Promotion). Soweit ich weiß, darf man als WHK nicht mehr als 19 Stunden/Woche haben (gibt es dabei Ausnahmen, z.B. weil es sich um Forschung handelt o.Ä.?) und damit wäre die Lage eigentlich klar: einen von beiden Jobs aussuchen. Bei dem derzeitigen Job bin ich jedoch schon länger beschäftigt und dort habe ich eine Anstellung aus wissenschaftlicher Mitarbeiter (halbe Stelle) mehr oder weniger sicher zugesagt, sobald ich meine Master-Status erlangt habe (in ein paar Monaten).
    Könnte ich daher, um das 19-Stunden-Problem zu umgehen, die Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter (halbe Stelle) und gleichzeitig die Stelle als WHK (17 Stunden/Woche) in dieser Konstellation annehmen (mit Zustimmung der beiden betroffenen Arbeitgeber)?
    Ansonsten würde mir die Entscheidung schwer fallen, da ich beide Stellen interessant finde.

    Gruß,
    Tobias

  2. #2
    miss smilla ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
    Registriert seit
    30.10.2003
    Beiträge
    1.316
    Und dann hättest Du eine halbe Mitarbeiterstelle und eine fast halbe (also 17 Stunden) Hilfskraftstelle, und promovierst auf letzterer, hab ich das soweit kapiert?

    Also, rein rechtlich würde ich mal vermuten, dass das zu machen ist, da würde die Promotion unter Privatvergnügen fallen und man kann ja problemlos 36 Stunden pro Woche angestellt arbeiten und sich an den Abenden und Wochenenden privat vergnügen. (Kann natürlich sein, dass es da Begrenzungen gibt, die ich nicht kenne, aber man kann ja auch zwei halbe Stellen als wissenschaftlicher Mitarbeiter haben.)

    Aber meistens ist es so, dass man mit einer halben Stelle angestellt ist und in der anderen Zeit an der Promotion arbeitet. (Oder es ist in der Theorie so, in der Praxis verbrät man schon 30 Stunden pro Woche mit universitärer Selbstverwaltung und promoviert abends und am Wochenende (kommt immer auf das Fachgebiet an)). Da dies in vielen Fächern die Normallösung ist, stelle ich es mir schwierig vor, zwei Herren zu dienen, bzw. würde bezweifeln, dass die beiden Stellen damit auch einverstanden sind.
    Die mit der Mitarbeiterstelle werden, wenn sie rechnen können, feststellen, dass ihnen die Energie nicht reicht, die jemand einzubringen hat, der neben den 19 Stunden noch 17 woanders arbeitet und dort promoviert, die mit der WHK-Stelle werden sich denken, dass das mit der Promotion sich wohl etwas ziehen wird, wenn Du noch eine halbe Stelle woanders hast. Aber das sind meine Vorstellungen und Erfahrungen, und ich weiß nicht, um welche Fächer es sich bei Dir handelt.
    Don't cry - work.
    Rainald Goetz


    Gedanken sind frei. Worte nicht ganz so.

  3. #3
    lausitzer ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    18.06.2006
    Beiträge
    3.691
    So lange Du noch studierst und die Vorzüge der studentischen Krankenversicherung und des Semestertickets etc. genießen willst, ist ganz klar, woher die 19h-Beschränkung kommt. Das Studium muss nämlich Deine Hauptbeschäftigung bleiben, also darf der Rest maximal eine halbe Stelle sein.

    Nach dem Masterabschluss kannst Du - als Angestellter im Rahmen des Arbeitszeitgesetzes - arbeiten bis zum Umfallen. Da hat keiner was dagegen.

    Nebentätigkeiten sind aber durch den Hauptarbeitgeber genehmigungspflichtig. Insofern wirst Du schon nachfragen müssen.

    Auf einem ganz anderen Blatt steht selbstverständlich, die tätsächliche zeitliche und logistische Organisation der beiden Tätigkeiten.

    Ich würde mich der Meinung von smilla, auch aus eigener Erfahrung, anschließen, dass Du auf der Promotionsstelle nicht dafür bezahlt wirst, dass Du schön in Ruhe Dein Werk vollenden kannst, sondern vielmehr vorwiegend andere Aufgaben wahrnimmst und dann zu Zeiten wo Normalmensch Freizeit, Wochenende oder Nacht hat, mal dazu kommst, ein Stückchen an der Promotion zu feilen. Dann noch einen weiteren Job zu haben, der sicherlich auch nicht nach vier Stunden zu Ende ist, und wo man alles stehen lassen kann und einfach morgen um 7 Uhr wieder weitermacht, ist eigentlich unvereinbar.

  4. #4
    Avatar von KleinesGespenst
    KleinesGespenst ist offline Moderator
    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    5.262
    Verständnisfrage: Du bist Hiwi, und die studieren meistens noch. Zumindest wenn die Leute nicht mehr studieren, verschenken sie sich nicht als Hiwi. Also: Studierst Du noch? Wenn ja, schaffst Du einfach keine zwei Stellen noch dazu, schließ erst mal Dein Studium ab.

    Und auch wenn nein, rate ich Dir trotzdem, Dich zu entscheiden. Ein ehemaliger Kommilitone, hochintelligent, kommt einfach nicht vorwärts, weil ihn alles interessiert und er nicht in der Lage ist, sich zu entscheiden. Das ist nicht gut. Entscheide Dich für eine Sache und konzentriere Dich darauf.

    Wie sicher sind denn die Promotionsstellen/Wimistellen zugesagt? Wo gefällt Dir die Atmosphäre besser? Wenn Du Lehrveranstaltungen einer Fakultät/Arbeitsgruppe besuchst, kriegst Du einen Eindruck davon. Hör Dich auch mal unter den Kommilitonen um. Und frag mal die Mitarbeiter, die da sind, vorsichtig, was so die realen Arbeitszeiten sagen. Kommen sie um 8 und werden, wenn sie um 18 Uhr gehen, ironisch gefragt, ob sie sich den Nachmittag frei nehmen? Und normal hocken sie bis 21 Uhr da? Werden sie mit befristeten 3-Monats-Verträgen abgespeist?

    Schau Dir einfach beide Institute kritisch an, und dann entscheide Dich. Wenn Du beide Themen hochinteressant findest, dann anhand des Arbeitsumfeldes und der Perspektiven.
    "Wir sind durch Feuer und Wasser gegangen, aber du, Gott, hast uns herausgeführt ins Weite." (Psalm 66,12)

    Copyright Hier provisorisch die Quellenangabe: alles, was einen Bezug zu Otfried Preußlers kleinem Gespenst hat, ist aus: Preußler, Otfried: "Das kleine Gespenst", Thienemann-Verlag, 1984. Ab sofort distanziere ich mich jedenfalls vollständig von Otfried Preußlers kleinem Gespenst und bin ein beliebiges kleines Gespenst.

Ähnliche Themen

  1. wissenschaftlicher Mitarbeiter / Ausland
    Von ckat im Forum Rund um die Karriere
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 11-11-2009, 18:42
  2. Mitarbeiter werben Mitarbeiter
    Von BBen im Forum Rund um die Karriere
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 28-07-2008, 18:45
  3. Fußball Portal sucht motivierte Mitarbeiter
    Von MacPhisto im Forum Computer + Internet
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 30-10-2007, 12:07
  4. Mitarbeiter werben Mitarbeiter
    Von laya im Forum Rund um die Karriere
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 26-07-2006, 10:53
  5. Bewerbung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der UNI
    Von Unregistriert im Forum Rund um die Karriere
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 18-07-2005, 18:41

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein