Zunächst ist es umgekehrt. Der Kreditkarten- Emittent verpflichtet sich mit der Kreditkarte, all den Geldforderungen nachzukommen, die Du bei Dritten verursachst. Damit bringt er Dir ja erst mal großes Vertrauen entgegen, denn er muss zunächst auf Deine Bereitschaft hoffen, die Schulden wieder zu begleichen.
Das Risiko liegt also ganz bei ihm.
In Deutschland (und in der Schweiz) gibt es jedoch eine Organisation die es einem potentiellen Kreditgeber ermöglicht, über einen Schuldner Informationen einzuholen, die eine Abschätzung der Wahrscheinlichkeit erlauben sollen, ob ein Schuldner seine Kredite bedient bzw. seine Rechnungen bezahlt; das sg. scoring.
Verzichtet ein Kreditgeber nun auf diese Informationen und auf die Möglichkeit, selbst Daten an die Schufa zu melden, muss er sich eben auf andere Weise absichern; mit einer Kreditausfallversicherung, die er bei einer Versicherungsgesellschaft abschließt. Das ist in allen Ländern üblich, die keine der Schufa ähnlichen Organisationen haben. Die Kosten für diese Versicherung gibt der Kreditgeber selbstverständlich an den Kreditnehmer, also an Dich weiter.
Wer also glaubt, aufgrund eines schlechten scorings überhaupt keine Kreditkarte zu erhalten, nicht gegen Rechnung geliefert zu bekommen, der muss für die Alternativen teuer bezahlen. (mehr Zinsen, Nachnahmegebühr)
Frage am Rande: Wozu brauchst Du überhaupt eine Kreditkarte?
Thema: Kreditkarte ohne Schufa
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Ergebnis 1 bis 5 von 12
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19-08-2010 17:39 #1
"Student" (20-79 Beiträge)
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Kreditkarte ohne Schufa
Was meint ihr, ist eine Kreditkarte ohne Schufa etwas, was sich wirklich lohnt und kann man diese Firmen vertrauen?
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20-08-2010 07:27 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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20-08-2010 12:38 #3
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Allein das Inhaben einer Kreditkarte kann wohl kein Grund sein, negativ von der Schufa angeguckt zu werden. Erst wenn man sie übermäßig nutzt, den gewährten Rahmen überschreitet oder Rückzahlungen nicht bestreiten kann, weil ein Referenzkonto nicht gedeckt ist, dann dürfte man wohl strenger angeschaut werden.
Ich selbst habe auch lange Zeit geglaubt, dass man ohne sowas auskommt und die Geldkarte meiner Bank wohl ausreichen sollte, falls ich mal nicht genügend Bargeld zur Hand, wohl aber ein ausreichend liquides Girokonto habe.
Und dann will man einmal Konzertkarten im nordeuropäischen Ausland per Internet ordern und erhält aus Zahlungsoptionen nehmen einigen lokalen Kartenanbietern nur VISA oder Mastercard. Danach habe ich die Karte die ohnehin bei meinem Kontomodell inklusive ist, dann auch bestellt.
Und: Was heißt schon "Kredit" eine allzu lange Laufzeit hat der ja in diesem Modell nicht. Die gesammelten Ausgaben des Monats werden zum Ende desselben vom Girokonto abgebucht. Würde man nun die Kreditkarte hemmunglos sogar über einen vorbestimmten Höchstbetrag belasten, so führte das auf Dauer nur zu einer erheblichen Belastung mit Dispokreditzinsen auf dem Girokonto (und auch der gewährte Dispokredit hat seine Grenzen). Insofern ist die "Kredit-"Karte nur eine zusätzliche bargeldlose Zahlungsoption, mehr nicht. Wer tatsächlich einen Kredit braucht, verhandelt darüber doch besser seperat mit der Bank.
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20-08-2010 17:14 #4
Und wieder ein Lausitzer-Beitrag à la "Ich lese die Frage nicht, antworte aber erst mal"

@Threadersteller: Gibt es einen Grund, daß Du eine Kreditkarte ohne Schufa suchst? Ist bei Dir schon mal was schiefgegangen? Wenn Du denkst, daß da eventuell was sein könnte, kannst Du Dir ja seit relativ kurzem einmal im Jahr kostenlos eine Selbstauskunft von der Schufa holen, dann weißt Du definitiv, ob da was steht oder nicht und was Dein Scoring ist. Und ansonsten würde ich, wie Astir sagt, eine ganz normale Kreditkarte beantragen, wo bei der Schufa nachgefragt wird. Bei mir bietet sie beispielsweise die Bank an, bei der ich sowieso mein Girokonto habe."Wir sind durch Feuer und Wasser gegangen, aber du, Gott, hast uns herausgeführt ins Weite." (Psalm 66,12)
Copyright
Hier provisorisch die Quellenangabe: alles, was einen Bezug zu Otfried Preußlers kleinem Gespenst hat, ist aus: Preußler, Otfried: "Das kleine Gespenst", Thienemann-Verlag, 1984. Ab sofort distanziere ich mich jedenfalls vollständig von Otfried Preußlers kleinem Gespenst und bin ein beliebiges kleines Gespenst.
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20-08-2010 19:45 #5
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Nochmal fürs Gespenst: Man kann mit den hierzulande ausgegebenen Kreditkarten, die an ein Referenzkonto gekoppelt sind, nicht wahllos und unbegrenzt Geld umherschmeißen und so derartig verschulden, dass man Probleme mit der Schufa bekommen würde. Jedenfalls nicht unabhängig von den Schufa-Kontakten, denen man bei der Girokonteneröffnung ohnehin zugestimmt hat.
Wer nun besonders aggressiv damit wirbt, auch ver- und überschuldeten Haushalten noch Geld zu leihen bzw. diesen durch Plastikgeld scheinbar wieder Liquidität zu verleihen, ist in der Regel ein Schwarzes Schaf und begeht mindestens Beihilfe zu Straftaten wie Betrug und Insolvenzverschleppung, wie sie die Folge sind, wenn man diese "Rettungsanker" annimmt.
Nun klar genug ausgedrückt?
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