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Umfrageergebnis anzeigen: Studiengebühren für Bummelanten?

Teilnehmer
107. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Klar

    36 33,64%
  • Der falsche Weg

    71 66,36%
  • Mir doch egal

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Ergebnis 1 bis 5 von 42
  1. #1
    Redaktion ist offline Moderator
    Registriert seit
    31.01.2002
    Beiträge
    110

    Frage Studiengebühren für Bummelanten?

    Was denkst du?

  2. #2
    Gast
    Es ist eine riesengrosse Sauerei, dass mal wieder
    bei den schwaechsten(naemlich bei denen, die keine eigene Lobby vorzuweisen haben) gespart werden soll.
    Die Politiker, die nach Studiengebuehren schreien, haben sich damals waehrend ihrer eigenen Studienzeit(in den ach so wilden 60/70ern) selber massig viel Zeit gelassen.
    Deutsche Unis sind wie deutsche Schulen im internationalen Vergleich nun mal der letzte Dreck! Wenn an einer amerikanischen Uni ein Prof keine Leistung bringt, wird er rausgeworfen! An einer deutschen Hochschule wird ncihts dergleichen passieren! Hinzu kommt, dass die Ausstattung mies ist.
    Dafuer Gebuehren einzufuehren waere eine Unverschaemtheit!

  3. #3
    Avatar von Janni
    Janni ist offline "Absolvent" (80-149 Beiträge)
    Registriert seit
    22.02.2002
    Beiträge
    121
    Huhuuu!

    Ich find Studiengebühren nicht so doll, ich gehör nämlich auch zu den Leuten, die sich dann ihr Studium an die Backe putzen könnten

    Bildung darf jedenfalls nicht zum "Recht der Elite" werden, aber wenn jemand 5 Jahre über der Regelstudienzeit liegt, und dafür keine "besonderen Gründe" vorliegen (also so ganz wirklich jemand, der nicht studiert wegen des Studieren Willens), dann find ich es oki...denn wenn ich der Meinung bin, Bildung darf nicht nur den "Reichen" zukommen, dann werd ich auch sagen, Studieren darf nicht als "Ich-mach-das-mal-weil-ich-auf-was-anderes-keinen-Bock-hab"-Plätzchen werden

    Aber generell Gebühren, um überhaupt studieren zu dürfen, find ich abartig!! Und sozial völlig daneben...no selections please!

    Greetingz and take care

    Yours Janni
    Geändert von Janni (07-03-2002 um 10:14 Uhr)
    "Und Wohngeld kriegen sie eh nicht, weil als Nichtverdienerin können sie sich eh keine eigene Wohnung leisten..."

    ~ Wenn Ordnung & CHAOS aufeinandertreffen, gewinnt meistens das C h a o s, weil es besser organisiert ist ~

    "People ask how I learned to play bass with one hand. Well, with a face like mine, you learn to do a lot of things with one hand" (Pete Steele, Type 0 Negative)


  4. #4
    Avatar von Abrazzo
    Abrazzo ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    11.02.2002
    Beiträge
    13

    Bitte um Begriffsdefinition

    Hallo Redaktion,

    diese Umfrage ist in dieser Form einigermaßen sinnlos. Bevor darauf überhaupt geantwortet werden kann, sollten vielleicht erst einmal die Vorausetzungen geklärt werden. Also:

    Was ist ein Bummelant? Jemand, der BAFÖG bekommt, aber nicht in der Regelstudienzeit sein Studium absolviert? Jemand, der sein Studium selbst finanziert und aus diesem Grunde länger studiert? Jemand, der sich z.B. im Fachschaftsrat oder anderen Gremien engagiert und daher ebenfalls längere Studienzeiten vorzuweisen hat? Ein Student, der pro forma eingeschrieben ist, aber nicht wirklich studiert? Oder oder oder?

  5. #5
    Gast

    Achtung

    Tja, was ein Bummelant ist, hätte ich auch gern genauer definiert...

    In meinem Studiengang (Wirtschaft) ist die Regelzeit offiziell 9 Semester, die tatsächliche durchschnittliche Studienzeit ist mit 12 Semestern (Median) angegeben. Das im April beginnende 12. Semester wird für auch für mich das Abschluss-Semester (Diplomarbeit). Bin ich auch schon ein Bummelant?

    Ansonsten ist das mit den Gebühren eine zweischneidige Sache. Sogenannte Scheinstudenten, die nur (noch) wegen der Semesterfahrkarte immatrikuliert sind und seit 4 Jahren keinen Kurs mehr belegt haben, können meinetwegen zur Kasse gebeten werden. Schließlich blockieren sie, zumindest in NC-Fächern, Studienplätze, auf denen vielleicht jemand anders gern ernsthaft und motiviert studieren würde.

    Abgesehen davon muss man sich aber fragen, warum die sogenannten "Bummelanten" so lange für ihren Abschluss brauchen. Ist es wirklich nur mangelnder Ehrgeiz oder liegt es auch an den Rahmenbedingungen? Ich muss z.B. neben dem Studium noch ein paar Mark dazuverdienen, zwar nur 10-12h pro Woche, aber mit An- und Abfahrt schlägt das durchaus aufs Zeitkonto.

    Außerdem stimmt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage in einigen studienrelevanten Bereichen sehr schlecht überein. Wir haben z.B. Seminare mit 15 Plätzen, für die regelmäßig 80 Bewerbungen kommen, und schließlich werden die Teilnehmer ausgelost. Gerade wenn man am betreffenden Lehrstuhl seine Diplomarbeit schreiben möchte (Voraussetzung dafür ist eine Seminarleistung am Lehrstuhl), entstehen beinahe so etwas wie "Wartesemester". Andere Seminare müssen dagegen abgesagt werden, weil sich nur 1 oder 2 Personen anmelden.
    Könnte man die Kapazitäten da nicht besser an die Nachfrage anpassen?

    Auch die Situation in der Bücherei ist nicht gerade optimal. Es gibt kaum Präsenzexemplare bei uns, die meisten Bücher sind gar nicht mehr im Regal sichtbar, da ständig verliehen. Eine Bekannte von mir hat sogar ihre Diplomarbeit gecancelt, weil sehr viele relevante Bücher ausgeliehen und über Monate von anderen Studierenden vorgemerkt waren. Das hat sie ein volles Semester gekostet.
    Ich bin dafür, dass es zu jedem Buch mindestens ein Präsenzexemplar in der Bücherei gibt und entsprechend viele Kopiergeräte!

    Studienzeiten verlängern sich auch durch nicht bestandene Klausuren. Okay, ob man besteht oder nicht, hat man zum Großteil selbst in der Hand. In einigen Fächern (mathematische anspruchsvolle Kurse) gab es früher Übungen von Lehrstuhlmitarbeitern, die mit uns Klausuraufgaben rechneten und die Vorlesungsinhalte vertieften. Immer mehr von diesen Übungen wurden in den letzten Semestern gestrichen, und parallel stiegen die Durchfallquoten in den Fächern. Ich finde es sehr schade, dass es diese Übungen nun nicht mehr gibt.

    Wenn die Universität für all das eine gute Lösung anbietet, kann man meinetwegen über Gebühren für Langzeitstudierende (>4 Semester über Regelzeit?) diskutieren.
    Aber Studierende für Zeitüberschreitungen zur Kasse zu bitten, obwohl die Rahmenbedingungen für ihre Fächerpräferenzen nichts anderes hergeben, finde ich verfehlt.
    Gruß

    Celestina

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