Thema: Gelächter
+ Antworten
Ergebnis 1 bis 2 von 2
-
02-04-2005 11:46 #1
"Professor" (750-1499 Beiträge)
- Registriert seit
- 09.11.2002
- Beiträge
- 1.085
Gelächter
Er hing nackt hinter dem Fenster. Er baumelte ein wenig hin und her. Das sah gemütlich aus.
Die Leute auf der Straße blieben stehen und lachten. Ein Witzbold.
Aber dann sahen sie, dass er die Zunge herausstreckte und wandten sich empört ab.
Ein Kind kam vorbei. Es streckte dem Baumler die Zunge heraus. Als der nicht reagierte, ging es beleidigt weg.
Ein Hund kam vorbei. Der schaute hin und gleich wieder weg. Ein Baum hatte seine Aufmerksamkeit erregt.
Eine Straßenlaterne blinkte ein Licht hinein. Aber es wollte ihr nur ein Schatten gelingen.
Später, als die Männer ihn vom Fensterkreuz abschnitten, brachen sie ihm versehentlich ein paar Finger. „Deswegen brauchst du uns nicht die Zunge rauszustrecken“, sagten sie, nahmen die Schere und schnitten sie heraus. Danach banden sie ihm den Mund zu.
So schien er nicht allzu sehr beschädigt, als das Telefon klingelte und der Anrufbeantworter zu blinken begann. Morgen wird dich der Teufel holen, sagte eine Stimme.
„Hat ihn schon“, sagten die Männer und schlugen sich auf die Schenkel.
Beim Abtransport kamen der Hund und das Mädchen noch einmal vorbei. Das Mädchen kniff die Lippen zusammen, der Hund jedoch streckte die Zunge heraus, weil er hechelte.
-
02-04-2005 12:59 #2
Moderator
- Registriert seit
- 01.01.2003
- Beiträge
- 3.140
für mich funktioniert die nicht, vielleicht weil es zu surreal ist. was mir gefällt die verknüpfung mit dem ab, nur die intension bleibt mir verschlossen, bzw zu vage. die rausgeschnittene zunge hätte meines erachtens nicht sein müssen, das ist zu brutal, die brutalität der geschichte liegt meines erachtens schon in der begegnung des siuziden mit den passanten.
Ein Gedicht, was es sonst auch immer noch sein mag, ist zuerst ein Text.


LinkBack URL
About LinkBacks



Zitieren
Lesezeichen