Habe ich mit angehaltenem Atem gelesen. Zum Ende hin hat es (glaub ich) ein paar Längen. Aber das Ganze: ganz und gar außergewöhnlich, oder ganz einfach: Exzellent!
Thema: Nadeshda
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06-04-2005 15:32 #1
"Doktorand" (150-299 Beiträge)
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Nadeshda
Ich so, kann nicht sein. Sie so, doch, ich schwörs. Ich so, beweis es. Sie so, neeiin. Ich, verpiss dich. Sie, warte.
Fotze.
Ich ging, natürlich, scheiß auf ihre beweisfigurative Kartoschkafresse, draußen Schnee, Wind und dieser ganze atmosphärische Scheißdreck, ich voll die Ruhe, treibe ab, Innenstadt, Straßenbahn, Kleingeld. Sie so, warte. Ich, keine Regung. Warte, Libertin, warte. Ich warte. Nicht auf sie, eigentlich, aber sonst ist da niemand. Aber lieber noch warte ich auf mich! Sie so, hier - sieh. Ich, endgültig, verpiss dich. Endgültig.
Abends so, Linie 3, nach Hause, oder Mentaldämmerung, wie sich das selbst nennen würde, in Erwartung veredelter Kokapaste, Selbstbewusstsein wie Welle vs. Strand. Noch bin ich benebelte Sanddüne im Großstadtgeschlonze, aber gleich - uh - der Contenance entfickt. Wahrlich, entfickt. So ist das. Weiter mit Sonne im Winter.
Nadeshda. Warten auf Godot. Bevor es soweit kommt, töte ich Beckett und zerficke Nadeshda in tausend Silvesterparties. Abwarten auf Koka. Ha. Fünfzig Cent, zwischen Alex und Sehnsucht, Nadel, zwei Kanüle, heute nicht, heute in Folie, dampfen. Uh. Fickrig auf Beckett, töte Nadeshda. Aber sie kommt wieder. Unaufhörlich. Fensterliebe.
Substituieren. Nicht Nadeshda. Beckett. Koka. Linie 3 und Winter unter Sonne. Nicht Nadeshda. Sujet meines Lebenswerkes. Ich war ja nicht mal enttäuscht. Nicht einmal, man.
Was war ich ihr nicht alles, Suggestion-Commandante, Subtilficker, bedeckt von röchelnden Summa-cum-laude-Gesängen nach dem Ejakulat des nicht mehr nur angedachten Übermenschen. Und dann war sie tot. Einfach tot, man. Keine Ahnung, was das sollte.
Immerhin, ich war es längst. Hats mir nur verdeutlich. Ich halte ihr Bild aufrecht, ihre Bilder, würgend, apathisch (Gott, noch leblos warst du die Schönste, Ms Ewig-somnambul), fickend, tosend, küssend, in die Ferne sehend, mich ansehend, in die Cam sehend, ins Auto steigend, Kerze anzündend, h-Spliff anzündend, Mailer lesend, Ginsberg, Bilder, alle Bilder, die ich sah und sehe, aufrecht, die Bilder, dich und mich.
Kannst du dich noch an die Story mit der Pallaske erinnern? Lachen. Das war strange, honey, strange und arschgefickt veritabel. Haha. Heute singt sie wirklich, Spitting of Tall Buildings, Independent, ya know. Partitive Fickerei. Prophylaktische Verhurung. Das ist okay. Ich: indolent. Generalentschuldigung. Go ahead.
Aber zurück. Landschaft des Geistes in Absénce. Polnische Matrjoschka-Plagiate, Borschtsch auf dem Teppich, Polen Lettland Estland Litauen Ungarn in Allianz mit dem interventionsgeilen Westen. Ungeheuerlich. Reality-Fuck. Berlin ist tot. Stille Schlachtgesänge hinterm Ostbahnhof, Galeria Kaufhof an Venezuela oder so verscherbelt. Epikureische Schweine. Weddingverseuchte Westkanacken. Ich so, verschwinde, sie so, nein, ich, geh!, sie, ich bleibe!, ich ficke sie rein, sie geht. Endgültig.
Was ungeschriebene Gesetze angeht und so, muss ich sagen, bin ich, mit Verlaub, nicht sehr á jour. Aber akommodabel. Haha. Gekauft. Komm in meine Arme, Nadeshda, schlaf heute Nacht in mir, und die gestrige und überhaupt - bleib. Sie, fick dich. Ich, erst dich. Sie, go ahead. Ich lächle und dreh mir n Spliff. Sie, jetzt.
Nun, ich nähere mich der Kabale. kak dolga ty usché sdjes? Was? .. Sie? Geh doch ficken, Märkische Allee rauf und runter, wie gestern und davor. Sie. Auf den Trottoir pisse ich eine Uhr, ein Ziffernblatt, zwei Zeiger, Datumsanzeige spare ich mir, und fahre mit meinem Fuß einmal um die Uhr. Sie, ah. Kak u tibjá dilá? Ich so, ja jeschtschó ni snáju, tz, kommt auf dich an, Wolni-Fotze. Es regnet. Segel setzen, Land unter, unter ihr Höschen, uh. Sjerkala-Liebe. Spiegelgeficke. Ich muss, sage ich und warte auf sie. Sie, da skórawa. Da skórawa? Wie meinen?! Fick dich. Poka, sage ich und pisse geistig mit den verdammten Wolken um die Wette. Das also war sie. Meine Chance. Oder ihre.
Sagen wir, ich agiere als Plagiat des Trierer Hauptbahnhofes, kalt, verlassen, Thomas-Mann-like. Ja, ich glaube, obschon das mit dem Glauben so eine verlogene Sache ist, das ist eine sich festbeißende Wiedergabe des momentanen Abziehbilds meiner Irgendwann-Persönlichkeit, die ich im Augenblicklicht noch "ich selbst" nenne. Später, wenn ich geworden bin, was ich, wie ich später bemerke, doch nie sein wollte, oder werden, oder ist auch egal, brauche ich nichts mehr zu benennen. Alles ist klar, ersichtlich, ist definit. Dass heute auch ein Später von einem längst morbiden Irgendwann-Mal ist - arschgefickt. Aber da stehe ich dann, wartend auf mich selbst, an wieder irgendwelchen Gleisen, auf wieder irgendeinem Bahnhof, darüber nachdenkend, dass ich nichts habe zum Nachdenken. Aber lesen ist auch scheiße, denke ich, schon im Zug sitzend, und ni fkójem skitschije lese ich dieses dämliche Bahnmagazin, von dem man beim Selektieren der Sitzmöglichkeit hofft, es wurde schon geklaut.
Bis nach Berlin kann er mich nicht fahren lassen, so ganz ohne Ticket, ich weise auf meine Reisetaschen, tiradiere in mich selbst ekelnder Larmoyanz über die mich besonders übel anfallenden Grausamkeiten des Lebens, und schon hilft er mir, die wahrlich schweren Taschen auf die Ablage zu hieven. Man, ist hieven ein schwuchteliges Wort. Lächle, atme ein ´Danke´ aus, ein ´Danke´ ein.
Ich sage mal so, kraftgebend ist das nicht. Ich meine, Bob Dylan und so. Oder Tracy Chapman. Silke Bischoff. Aber eben die Melancholie aufrechterhaltend, Recht auf Erhalt - End!, die man sich in mental unterernährten Fastmomenten ischämisch zusammenpokert, sich selbst irgendein Bild von Tätigkeit zu suggerieren. (Obacht - Wiederholung aus schon tausendfach Gedachtem und Geschriebenem) Doch, Melancholie ist Tätigkeit. Aber eben dreckig illusorische, wie ein Leuchtturm in Kenia, "zerkratztes weißes Papier" von Element of Crime, Houston´s Stimme aus der Fresse Nina Hagens, was weiß ich. Jedenfalls, ich melancholisiere da so ein bisschen rum, während ich ihre russland-deutsche Hand zwischen meine heimatlosen Schenkel bugsiere, sie von meiner Willigkeit zu überzeugen. Sie, kak mnje tudá dabratza? Ich, was?! Sie, eta dalikó atssjúda? Ich, verdammt, halts Maul. Sie, inagdá - ich unterbreche sie, schlage ihr aufs Maul.
Natürlich nicht. Frage, was ist mit dir, wo bist du? Auf Kristall ist sie, auf reinstem Kristall, verdammt, nicht so Pyramidenscheiße, polnische oder westberliner Scheißdreckplagiate, auf reinstem Kristall. Ich, du liebst mich doch, sie, kak ty chatitje, ich, verdammt, Nadeshda, hör mir zu - wie lang? Sie, idjót ssnjeg, ich, halts Maul, Nadeshda, wie lang?! Sie, pirimény, ich, gut, Nadeshda, wie du willst - Beckett.
Ich hole sie nicht zurück. Ich küsse sie, sie liebt mich, zumindest wrjemja at wrjemini, und schlafe ein. Wie sie. Oder ist auch egal. Schlafe, Boudoir, schlafe. Junkie-princess, pasteurisierte, von Munch gemalte. Ich laufe weg, Fenster auf, Phantasiewürfel in ferne Wirklichkeiten, vielleicht nach Venezuela, Sibirien oder weiter unten, Alma-Ata, gefickte Wunschkraft. Lange schlafen kann ich nicht. Sie redet. Unaufhörlich ihr sexy Deutsch-Russisch-Englisch-Gemische, führt Dialoge mit sich selbst - Halt! Dem schlage ich aufs Maul und dem zertrete ich das gekaufte Aristokratenhirn, der hier an schizophren denkt - wie sehen Sie heute, ein paar Jahre nach der Wende, die Institution Mauer? - Oh, mit Verlaub, für mich fungiert die Berliner Mauer nicht als Institution, sondern als Empfindung. - Oh, mit Verlaub, mnje fsjo rawnó - Oh, sspaßiba sa prijátny wjétscher - oh, fuck you .., paschlalußta -
es wird unerträglich. Ich schneide ihr Wort und Luft gebührend ab - Libertin, oder wie soll ich dich nennen - Ich so, Scarface - sie weiter, oder Xenonlicht, was ist, was ist nur mit dir, mit uns? Ich, mit mir ist alles wie ausgetreten, glamourös, perfekt, das mit uns muss ich zu mental unaufgeregterer Stunde nochmal überdenken, oder überlieben, oder ist auch egal - mit dir, Nadeshda, mit dir ist was! Sie sagt nichts, schweigt auch nicht, schläft nicht und trinkt nicht und ist nicht wach, sie guckt nicht einmal, hält aber auch das Augenblatt nicht gesenkt - sie steht auf, bewegt ihren asphaltierten Arsch zum Fenster
und springt hinaus. 17. Stock. Sie ist tot.
Eine latente Elegie schwingt sich aus mein jetzt asphaltiertes Herz und legt sich sanft wie ein schweigender Engelschor auf die Wolni-Leiche. Scheiße, ich habe sie geliebt. Und jetzt ist nur noch: schdat -
.
In statu nascendi blickt die Reflexion kurz auf, lässt sich - haha; Kontradiktion? - blenden und legt sich wieder schlafen, Morpheus´ Atem wirkt (im Takt der Dolcefarniente) morendo. Mocca, man, sie trank Mocca, das kannte ich bis dato lediglich von meinen Eltern, trank also ihren Mocca, ganz comodo, und erzählte. Wie sie die Wolken knetet, die pastellblaue Sehnsucht (ein Wort das ist wie sie - ist nur für sie) küsst und ihr gleichsam innewohnt, erzählte mir alte Komedofresse von Liebe und von doggy-style, von Treue zu sich selbst, wie auch immer diese aussähe, als Conditio sine qua non für das Usw zweier Liebenden, die erst noch den uh uh Unterschied von lieben und zusammenleben begreifen müssen. Was für ein Mädchen, staunte ich, so schön und doch so klug, in 99% der Fälle (eine Frau - ein Fall; zwei Frauen - ein Gefälle - ok, lassen wir das) ist nur ein Vorzug vorhanden. Ich hatte also Glück. Ni gawari! wie eine sagen würde, die auch so eine ist, aber nie meine. Ich werde müde, mein Herz, müde. Meine Erinnerung: sskrowju - und es ist deine Schuld. Jetzt .. noch einmal .. für dich .. tualét .. zwei Bahnen .. die linke zuerst, sagst du? .. linke .. schneeweiß und russenrot .. prestissimo, comme il faut .. über den Wolken hängt dein Bild .. mondän .. in keiner Sekunde dubitativ .. - fuck! - .. da, Matrjoschka, da .. point of no return - geh schlafen.
Heische nach Silberbluten, das ist mir noch fern wie Aufklärung in extenso und Irkutsk, schlage mich auf die Seite der Denker, insistent, schlage dem Mort a credit aufs Maul und schlage meine Zeilen auf deinen Herzschlag - ich schweige.
Sage also, hier zum ersten Mal und, mit Verlaub, nur pro domo (vielleicht nicht ganz), wie ich in meine Arme dich da schlang und auf dich wartete. Wie wir begannen, oder du, oder ich, oder - point of no return, Herzversagen.
Ansichten:
In der blinden Perestroikawut der Glasnostidioten rekrutierte sich schnell aus nun arbeitslosen herumstreunenden ehemaligen Kollektivputins organisiertes Verbrechen und so, jetzt intervenieren sie gedeckt in Berlin - Invasion, man - und keiner merkt es, von den Söhnen Tolstois abgesehen, versteht sich. Aber jetzt sind ja nicht mal mehr wir selbst sicher, weil wer weiß schon, was wir sind und überhaupt - Opiumtinktur, Laudanumgewichse, wer sieht da noch durch. Das ist doch genauso, mit Verlaub für mein vermeintlich philosophisches Abschweifen, wie mit dem Trance-Scheiß - scheiße, Nadeshda, do ya remember all the Goa-Partys, da wurde auf Goa, Psychedelic, TripHop gewichst wie Sau - aber Drum n Bass or Jungle - no chance, zieht weiter! Wir zogen weiter, heute sind wir hier, eingenommen vom Gestern und Übermorgen, man, vielleicht war Jungle keine Bewegung, wie mal einer sagte, nur Trend, geschissen, sind beide drauf hängengeblieben, abgefuckt. Abgefuckt wie in unserem Traum. Unserem Traum, Nadeshda Bachmann, losgelöst, aufgelöst, abgelöst.
Zurück, man, endlich zurück. Als Ewig in spe verliere ich den Boden unter mir, unter dir, unter ist auch egal. Halt. Alles zerfließend in Spiegelwasser - nitschewo. Quantité negligeable. Radio Zenit. Radio Torpedo. Radio Bolschewiki. Radio Nishnij Nowgorod. Bück dich, du Sau, und nenn mich Bruder. Heute wie damals fühle ich mich wie vergessen, morgen: self-destroying under water, bei dir mich vergessend. Energisch gebissen getreten geschlagen und sonst wie gefoltert, glam-drug, Luftkuss auf Weltreise.
Angereichert mit äußerstem Nomadisieren im Innern, Armreif aus Sicherheitsnadeln, Überdosis Nonchalance. Gott, was war ich bescheuert, man, hätte dich küssen sollen, vögeln, auf die Leinwand träumen, nicht wegschicken, Gott. Nadeshda. Da warst du, standest wenig angebunden am Geländer und sagtest, kssaschalenju, mnje náda ití, und ich, tz, go ahead. Und dann warst du eben weg. Und es war meine Schuld. Tolstoi.
Ohnmächtig und wie betäubt liege ich so da, erhebe mich, gehe ans Fenster
und breche zusammen. 17. Stock. Ich lebe. Verdammt.
Takoje ne gawari, ne gawari takoje, taub und wie betäubt wie betäubt wie betäubt schleiche ich so hernieder, Geräusche und Augen und Sinne überhaupt hinab, schleiche ich und steige ich und wandere und trampele ich auch manchmal. Bis vor kurzem. Der grau melierte Morgen holt mein vages Denken ab und meine Plattenbauillusionen, die nicht mehr wollen noch können. Hier bleibe ich nicht!
Koka Cola, Ladykiller, Meshirow und Spiegel-Demagoge, meine Zeiten sind vorbei. Kontrasignatur meiner Imaginationen, Arschblutung meines Hippocampus´, unterbewusst (was ist heutzutage eigentlich alles unterbewusst, he?! Die Analogie von Hass und Angst? Die Abneigung gegen Jewtuschenko und Minnie Driver? Mom and Dad? Blattgesang im Windenlied? Enurese noch mit 35? Oder schon? Jeunesse dorée? Get da fuck up.) Fight und Tanz mit mir selbst. Huhu. Ich suche dich, Nadeshda, zwischen meinen Worten, unter meinen Blicken, in deiner Seele, mich.
Kingsgard, blau, als Alleinunterhalter. Suchtbranche, die Abgetriebenen, NRW, Neue Russische Welle, um die kümmert sich das Meer, Putin - suche die deinen heraus und beschmutze sie wie uns! oder Bismarck (riss Mark?), was weiß ich. Hier und jetzt bewerbe ich mich: als Kombattant, Partisan, Trotzkist! Ha! Wehe dem, der lacht! Vae victis! Aber zurück. Ja, zurück.
Bündnispartner heute und manchmal: Camorra. Tranquilizers. Lavendelflamme zu Nacht. Uh. Piss off. Geschlagener. Getretener. Sonst wie Gefolterter. Früher: der aufgehende Stern am Koka-Himmel der Nomenklatura, vergessen die lakonischen Götter der Vergangenheit, Stalin, Mao, Kim II Sung, Enver Hodscha, Castro - Blindheit für alle, verteilt von den Anwälten der Stabilität (Kremllesberei), haha. Vertreter der Kolchose zu Engeln der Rayonnomenklatura, früh die Zeichen der Zeit erkannt. Wie ich.
Die Zeit. Meine Zeit. Das Zeichen, mein Zeichen. Nadeshda. Und nur Nadeshda.
Zurück im Nach-Vorn, weiter mit dem politischen Porno, Verkaufsschlager. Gehisst die Fahne, Putinsche Menstruation, gehisst die Zukunft des Real-Verarschismus. Devise: Lutsch meinen marxistischen Koma-Schwanz - pjerwy: Realität präskribieren - ftorój: Opiumalkaloide als Instandhaltungsmaßnahme für die mephistoreife Revolution - trjeti: kaschieren innerer Obdachlosigkeit durch kollektives Niedertrampeln illusorischer Werte - tschitwjórty: Onanie im Aschenbecher - uh uh - ans Fenster, paschalußta. Blick und Träume hinaus, paschalußta. Workshops in Irkutsk, paschalußta. Scherz. LM-Kippen, Spermatozoen: verreckt! aus dem Westen, wie es heisst. Ja, wahrlich - ich kann mich nicht entscheiden. Pjáty: buddeln, graben, schlafen - Maulwurfsmentalität. hier geht es dann auch schon zu Ende.
Quintessenz:
Das corpus delicti meines Lebens ist die Kontinuität der Diskontinuität. Oder einfach nur Nadeshda. Nadeshda in mir, Nadeshda um mich, Nadeshda über und unter mir.
Ich aber, der ich nicht verhehle, keine russische Seele zu tragen (auszutragen), fühle diesen verdammten Namen nun beiseite. Endgültig.
(und nur dir: kagda my fßtrjetimssja, Nadeshda?)
Wahrlich, ich kann mich nicht entscheiden und will auch nicht. Ich wurde ja nie gefragt.
Positivum: werde baldig folgen, siebte Bahn ante Nachtmahr ist nicht nur in effigie.
Eigentlich war es so:
Ich so, kann nicht sein. Sie so, doch, ich schwörs. Ich so, beweis es. Sie so, dir? Ich, yeh, und lächle naiv. Sie, verpiss dich. Ich, Fotze, gehe. Sie, warte. Ich, neeiin. Sie, ich fick auf dich. Ich dann, go ahead. Gehe. Endgültig. Sie, ich liebe dich, Libertin, ich liebe dich. Ich, schon gegangen.
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06-04-2005 20:52 #2
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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- 09.11.2002
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- 1.085
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07-04-2005 05:37 #3Der Vogone Gast
Delirierend
Hat mich zu Beginn ein bißchen an Wenedikt Jerofejews "Die Reise nach Petuschki" erinnert, dann einen Tick an "Clockwork Orange", aber eigentlich empfinde ich es nur als ein riesiges, noch dazu anstrengendes Durcheinander, ohne Fluß, ohne Plot, irgendwie willenlos.
Es machte mir am Anfang noch Laune, ermüdete mich dann aber sehr schnell. Ich habe versucht, es ganz zu lesen, aber ich hatte irgendwann gar keine Lust mehr dazu.
Die vielen russischen (z.T. auch lateinischen) Einsprengsel wirken auf mich maniriert und sind der Geschichte (so es denn eine sein soll) m.E. eher hinder- als dienlich.
Es mutet arg delirös an, wie ein endloser stream of consciousness, hat für mich mit einer gut erzählten Story aber nicht viel gemein. Zu abgefahren, zu durchgeknallt. Meine Meinung.Geändert von Der Vogone (07-04-2005 um 20:13 Uhr) Grund: Versuch, der Sache zumindest ETWAS gerechter zu werden
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11-04-2005 14:02 #4
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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So eine Art literarisch-experimenteller Turet-Dadaismus?
Ansonsten schließe ich mich im Großen und Ganzen der Meinung des Vogonen an.Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
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21-07-2005 09:02 #5
Meiner Meinung nach ist es zu wenig! Das Thema reicht für ein komplettes Buch! Strecke es ein wenig für die, die weder Russisch, noch Latein oder gar Französisch können, entspanne die Bilder, gib dem LyrI noch was zum anziehen und wir haben einen Roman über ein selbstzerstörerisches Lebensgefühl zwischen Genie und Wahnsinn in der irrsten Stadt der Welt.
Also, das mit dem KaffeeBierWeinWasser steht! Mich hast Du überzeugt.
beryll


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