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14-01-2005 00:18 #1
napola - elite für den führer (drama, deutschland 2004)
nach "der untergang" kommt ein weiter film über die nazi-zeit in die deutschen kinos. dabei handelt es sich um ein kaum bekanntes kapitel über die erziehungsanstalten "napola".
Napola - Elite für den Führer
Drama - Deutschland 2004
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 115 Min. - Verleih: Constantin
Start: 13.01.2005
Im Kriegswendejahr 1942 beschließt der 16-jährige Friedrich (Max Riemelt), sehr zum Entsetzen seiner kritisch denkenden Eltern, zum Zwecke der persönlichen Reife eine nationalsozialistische Elitebildungsanstalt zu besuchen. Zunächst ist Friedrich begeistert von der Aufbruchstimmung und den dort gebotenen Möglichkeiten. Als er allerdings den sensiblen Albrecht (Tom Schilling) und dessen ebenso analytische wie pazifistische Denkweise kennen lernt, keimen Zweifel an des Führers Herrlichkeit.
Die Welle der deutschen Geschichtsfilme rollt weiter, wenn nach Oliver Hirschbiegels "Untergang" nun "Mädchen, Mädchen"-Kreativleiter Dennis Gansel den mehr oder minder angepassten Teenagern unterm Hakenkreuz nachspürt.
Kritik
Dennis Gansel erzählt von einer bewegenden Jungenfreundschaft hinter den Mauern von Hitlers Kaderschmieden: bewegend und brisant.
In seinen "Nationalpolitischen Erziehungsanstalten" (Napolas) verfolgte Hitler seine Schreckensvision von der Züchtung neuer Herrenmenschen. Bis 1945 sollten dort über 15.000 Jungen mit militärischem Drill zu treu ergebenen Dienern des Regimes geformt werden.
Regisseur Dennis Gansel ("Mädchen, Mädchen") greift dieses brisante, bislang wenig beachtete Thema auf - und stellt die universelle Gewissensfrage: Was hätten wir getan?!
Der 17-jährige Friedrich (Max Riemelt) wächst im schäbigen Arbeiterviertel Berlin Wedding auf. Sein Box-Talent öffnet ihm die Türen zur Napola Allenstein - eine einmalige Gelegenheit!
Blendende Aussichten
Obwohl auf dem Elite-Internat sadistische Lehrmethoden und ideologischer Zwang herrschen, lässt sich Friedrich vom Luxus und der Aussicht auf eine große Karriere blenden.
Erst durch seine Freundschaft mit dem sensiblen Albrecht (Tom Schilling) wird ihm klar, dass er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Ein aufwühlender Stoff um jugendliche Verführung in der NS-Zeit - brillant gespielt, ergreifend und spannend inszeniert
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14-01-2005 01:32 #2
"Student" (20-79 Beiträge)
- Registriert seit
- 07.01.2005
- Beiträge
- 27
Also ich kann nur sagen, dass der Film absolute Spitzenklasse ist. Ich hatte lediglich das Problem, dass mir Friedrich (Max Riemelt) nie unsympathisch werden konnte, weil er mein Stiefbruder ist und ich ihn deshalb ganz gut kenne.
Aber für einen Deutschen Film wirklich gut (hab ihn vorhin geguckt mit ca. 40 Leuten zusammen...haben unsere eigene Familiepremiere gemacht!).
Nur leider haben sie meiner Meinung nach zwar gut die Kaltblütigkeit einiger der Jungen gezeigt und auch die Erziehungsmethoden gut dargestellt, doch das eigentlich abschreckende der Ideologie wie die Rassenkunde wurde nur in ganz kleinen Klumpen" präsentiert und ist leider viel zu kurz gekommen.
Aber der Film ist extrm traurig, zeigt aber auch Menschlichkeit und Freundschaft sehr deutlich. Am Anfang, wenn man sich die Hakenkreuze und Uniformen wegdenkt, hat er fast die Stimmung wie "Club der toten Dichter".
Ich kann ihn nur empfehlen! Ein ganz toller Tom Schilling und ein noch bessere Max Riemelt. Der Gauleiter wird übrigens von dem Nachfahren eines sehr bekannten Widerständlers gespielt (Hans von Dohnaniy). Das fand ich faszinierend...
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