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  1. #1
    Planlos ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    03.08.2005
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    2

    Kein Geld fürs Studium oder zum Leben

    Hallo!
    Ich bin neu hier und brauche Hilfe wegen einem großen Problem. Ich glaube nämlich, dass ich bald auf der Straße landen werde, da ich kein Geld fürs Studium oder zum Leben habe.

    Also es ist so:
    Ich wohne zur Zeit noch bei meinen Eltern, aber bis spätestens Oktober muss ich mit meinen 3 Hunden ausziehen.
    Ich möchte nach Hessen ziehen und dort studieren. Ich weiß aber nicht ob ich Bafög bekomme und ich habe auch kein Erspartes. Selbst wenn ich Bafög bekomme, kann ich frühestens Mitte September den Antrag stellen, da ich dann erst den Immatrikulationsbescheid bekomme. Aber ich denke nicht, dass ich dann schon Ende September Geld bekomme, oder? Um nicht auf der Straße zu landen müsste ich notgedrungen mein Auto verkaufen. Da würde ich vielleicht noch 2000 Euro für bekommen, aber es würden von den 2000 Euro noch ca. 600 Euro für Zugkosten abgehen, 200 Euro für die nötigsten Haushaltsgegenstände und 200 Euro für Semesterbeiträge. Blieben also noch 1000 Euro. Damit komme ich ca. 2 Monate aus.
    Aber was ist wenn ich dann immer noch kein Bafög erhalten habe?? Oder was ist wenn ich überhaupt kein Bafög bekomme?? Ich hätte nicht das Geld um einen Anwalt zu bezahlen und selbst wenn ich das Geld hätte würde es vermutlich noch Monate dauern bis ich dann wirklich mein Geld bekomme und das wäre sicherlich nicht vor November und ich muss ja schon zum 1. Oktober ausziehen und wenn ich mir einen Anwalt hole und den mit den 2000 Euro bezahle, müsste ich ja trotzdem zum 1. Oktober ausziehen und würde auf der Straße landen. Also scheint es mir sinnvoller die 2000 Euro für mich zu behalten.

    Also würde ich im endeffekt doch notgedrungen auf der Straße landen, oder? Und mit Nebenjobs soll es in der Stadt in der ich studieren möchte sehr schlecht aussehen, da die Arbeitslosigkeit 20% beträgt.

    Ich versuche zwar schon immer seit dem Abi mir einen Job zu suchen, aber ich habe bislang nichts gefunden oder ich wurde hinterher nicht bezahlt. Und jetzt wird es immer schwieriger, da ich ja nur noch 2 Monate arbeiten könnte.


    Ich bin verzweifelt. Ich weiß nicht was ich machen soll. Vielleicht wäre es ja auch Verschwendung, wenn ich jetzt mein letztes Geld in ein Studium finanziere und dann ja doch nur ein paar Monate studieren kann?? Vielleicht sollte ich lieber meine Sachen packen und mit dem letzten Geld was ich habe irgendwohin ins Ausland gehen wo man billiger leben kann und wo es mehr Arbeit gibt??? Ich habe schon Kontakt zu spanischen Fincas aufgenommen, wo ich arbeiten könnte und dafür Unterkunft bekomme. Das wäre ja sicherlich angenehmer als in Deutschland auf der Straße zu landen. Aber ich will ja eigentlich studieren, nur ohne Geld ist das schlecht.

    Habt ihr irgendwelche Ratschläge für mich?

    Verzweifelte Grüsse Sandy

  2. #2
    Avatar von Karendric
    Karendric ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    07.07.2005
    Beiträge
    1.562
    Hallo Planlos/Sandy


    Zitat Zitat von Planlos
    Ich möchte nach Hessen ziehen und dort studieren. Ich weiß aber nicht ob ich Bafög bekomme und ich habe auch kein Erspartes. Selbst wenn ich Bafög bekomme, kann ich frühestens Mitte September den Antrag stellen, da ich dann erst den Immatrikulationsbescheid bekomme.
    Zwecks Fristwahrung kannst du den BAfÖG-Antrag erst einmal formlos stellen. Steuerbescheid deiner Eltern (falls kein elternunabhängiges BAfÖG) und andere Unterlagen kannst du dann später nachreichen.
    Antragsformulare findest du übrigens auch unter www.das-neue-bafoeg.de/antrag_formulare.php .

    Zitat Zitat von Planlos
    Aber ich denke nicht, dass ich dann schon Ende September Geld bekomme, oder?
    Halte ich auch für sehr optimistisch. Die Genehmigung von Erstanträgen hat schon immer etwa drei Monate gedauert und tut das wohl auch heute noch. Hat hier jemand im Forum andere Erfahrungen gemacht? Bitte melden.

    Genehmigt wird dann natürlich rückwirkend. Trotzdem muss man die Durststrecke natürlich überbrücken. Kannst du keinen Kredit von Eltern oder Oma bekommen?

    Zitat Zitat von Planlos
    Um nicht auf der Straße zu landen müsste ich notgedrungen mein Auto verkaufen. Da würde ich vielleicht noch 2000 Euro für bekommen, aber es würden von den 2000 Euro noch ca. 600 Euro für Zugkosten abgehen, 200 Euro für die nötigsten Haushaltsgegenstände und 200 Euro für Semesterbeiträge.
    ... und Kaution für die Wohnung, Fachbücher für das Studium, etc. Deine Planung scheint mir auch bei sparsamer Haushaltsführung sehr optimistisch.

    Zitat Zitat von Planlos
    Oder was ist wenn ich überhaupt kein Bafög bekomme??
    Kennst du schon www.bafoeg-rechner.de/Rechner ? Einfach mal selber proberechnen.

    Zitat Zitat von Planlos
    Ich hätte nicht das Geld um einen Anwalt zu bezahlen ...
    Der hilft dir auch nicht, wenn dein Antrag berechtigt abgelehnt wird, etwa weil deine Eltern zu viel verdienen. Dann müsstest du dich eher an deine Erzeuger wenden - sofern dies deine erste (von den Eltern zu finanzierende) Ausbildung ist.

    Zitat Zitat von Planlos
    ... müsste ich ja trotzdem zum 1. Oktober ausziehen ... Also würde ich im endeffekt doch notgedrungen auf der Straße landen, oder?
    Selbst wer keine Miete zahlt, muss in Deutschland noch lange nicht ausziehen. Das macht es ja für Miet-Nomaden so einfach. Hierzu mag ich dir allerdings aus naheliegenden Gründen keine Tipps geben.

    Zitat Zitat von Planlos
    Ich versuche zwar schon immer seit dem Abi mir einen Job zu suchen, aber ich habe bislang nichts gefunden oder ich wurde hinterher nicht bezahlt.
    Ex-Arbeitgeber verklagen, ggfs. pfänden lassen.

    Zitat Zitat von Planlos
    Vielleicht sollte ich lieber meine Sachen packen und mit dem letzten Geld was ich habe irgendwohin ins Ausland gehen wo man billiger leben kann und wo es mehr Arbeit gibt??? ... Ich habe schon Kontakt zu spanischen Fincas aufgenommen, wo ich arbeiten könnte und dafür Unterkunft bekomme.
    Ist IMHO aber noch weitaus riskanter, als mit 2.000 Euro Ersparnissen im Inland ein Studium zu beginnen.

    Gruß,
    Karendric

  3. #3
    Avatar von KleinesGespenst
    KleinesGespenst ist offline Moderator
    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    5.262
    Zitat Zitat von Karendric
    Halte ich auch für sehr optimistisch. Die Genehmigung von Erstanträgen hat schon immer etwa drei Monate gedauert und tut das wohl auch heute noch. Hat hier jemand im Forum andere Erfahrungen gemacht? Bitte melden.
    Nein, keine anderen Erfahrungen gemacht. Aber vielleicht existiert die Möglichkeit, einen Vorschuß zu beantragen, das kann ich aber bei einem Erstantrag nicht versprechen ...
    ... und Kaution für die Wohnung, Fachbücher für das Studium, etc. Deine Planung scheint mir auch bei sparsamer Haushaltsführung sehr optimistisch.
    Nicht zu vergessen die Studiengebühren, wenn es die an Deiner Zieluni schon gibt

    Was Du machen kannst, ist, Dir Dein Kindergeld direkt auszahlen zu lassen (habe ich nicht selber ausprobiert, aber von vielen Seiten gehört, daß das geht). Weswegen mußt Du eigentlich ausziehen? Weil Deine Eltern Dich rauswerfen oder weil es Deinen Studiengang nur weiter weg gibt? Und weswegen genau meinst Du, daß Du kein Geld kriegst? Wenn Deine Eltern kein Geld haben und das auch vom Bafög-Amt so gesehen wird, kriegst Du Bafög. Wenn Deine Eltern genug Geld haben, aber Dir nichts geben wollen, kannst Du auch zum Bafög-Amt gehen und Dir das fehlende Geld auszahlen lassen, die holen sich das dann von Deinen Eltern zurück. Falls Du zu der Zwischengruppe gehörst, deren Eltern entgegen des Bafög-Bescheides kein Geld haben, sieht es schon düsterer aus ...

    In welche Stadt willst Du ziehen? Vielleicht kann Dir zufällig einer der Forumsteilnehmer sogar helfen, Arbeit und/oder ein billiges Zimmer zu finden...

    Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute
    "Wir sind durch Feuer und Wasser gegangen, aber du, Gott, hast uns herausgeführt ins Weite." (Psalm 66,12)

    Copyright Hier provisorisch die Quellenangabe: alles, was einen Bezug zu Otfried Preußlers kleinem Gespenst hat, ist aus: Preußler, Otfried: "Das kleine Gespenst", Thienemann-Verlag, 1984. Ab sofort distanziere ich mich jedenfalls vollständig von Otfried Preußlers kleinem Gespenst und bin ein beliebiges kleines Gespenst.

  4. #4
    Planlos ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
    Registriert seit
    03.08.2005
    Beiträge
    2
    @Karendric:
    Nein, ich kann keinen Kredit bekommen, zu meinen Eltern habe ich keinen Kontakt mehr und meine Großeltern haben selbt kein Geld.

    @KleinesGespenst:
    Ich muss ausziehen, weil meine Eltern mich nicht mehr hier wohnen lassen wollen.

  5. #5
    Avatar von KleinesGespenst
    KleinesGespenst ist offline Moderator
    Registriert seit
    28.12.2004
    Beiträge
    5.262
    So hart es klingt, aber dann solltest Du Dich zuerst entscheiden, ob Du Deine Eltern in ihre Pflicht nehmen willst (wie gesagt, in dem Fall kannst Du zum Bafög-Amt gehen, die holen sich das Geld dann von Deinen Eltern; Deine Eltern sind nämlich gesetzlich verpflichtet, zu zahlen (wenn sie können) oder ob Du Deine Eltern aus ihrer Pflicht entläßt und ohne sie zurechtkommen willst.

    Hat beides Für und Wider, also überleg es Dir gut ...
    "Wir sind durch Feuer und Wasser gegangen, aber du, Gott, hast uns herausgeführt ins Weite." (Psalm 66,12)

    Copyright Hier provisorisch die Quellenangabe: alles, was einen Bezug zu Otfried Preußlers kleinem Gespenst hat, ist aus: Preußler, Otfried: "Das kleine Gespenst", Thienemann-Verlag, 1984. Ab sofort distanziere ich mich jedenfalls vollständig von Otfried Preußlers kleinem Gespenst und bin ein beliebiges kleines Gespenst.

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