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  1. #1
    Kumo Gast

    Grins Amerikanische Gerichtsverfahren

    Immer wieder für einen Lacher gut, seien sie erfunden oder wahr. Von folgendem Fall habe ich gerade gelesen. Lacht selbst:

    Zitat Zitat von Knut
    Das ist die wohl beste Anwaltsgeschichte des Jahres, und wohl auch des Jahrzehnts!

    Sie ist wahr und hat den ersten Platz im amerikanischen Wettbewerb der
    Strafverteidiger (Criminal Lawyer Award Contest) gewonnen:

    In Charlotte, NC, kaufte ein Rechtsanwalt eine Kiste mit sehr seltenen und
    sehr teueren Zigarren und versicherte diese dann, unter anderem, gegen
    Feuerschaden.

    Über die nächsten Monate rauchte er die Zigarren vollständig auf, und
    forderte dann die Versicherung auf (die erste Prämienzahlung war noch
    nicht einmal erbracht), den Schaden zu ersetzen.
    In seinem Anspruchsschreiben führte der Anwalt auf, dass die Zigarren durch
    eine Serie kleiner Feuerschäden vernichtet worden seien.

    Die Versicherung weigerte sich zu bezahlen mit der einleuchtenden
    Argumentation, dass er die Zigarren bestimmungsgemäß ver(b)raucht habe.
    Der Rechtsanwalt klagte... und gewann!

    Das Gericht stimmte mit der Versicherung überein, dass der Anspruch
    unverschämt sei, doch ergab sich aus der Versicherungspolice, dass die Zigarren gegen jede Art von Feuer versichert seien, und
    Haftungsausschlüsse nicht beständen. Folglich müsse die Versicherung bezahlen, was sie selbst vereinbart und
    unterschrieben habe. Statt ein langes und teueres Berufungsverfahren anzustrengen, akzeptierte
    die Versicherung das Urteil und bezahlte 15.000 US-Dollar an den Rechtsanwalt, der seine Zigarren in den zahlreichen "Feuerschäden" verloren
    hatte.

    Jetzt kommt's!!!

    Nachdem der Anwalt den Scheck der Versicherung eingelöst hatte, wurde er
    auf deren Antrag in 24 Fällen von Brandstiftung verhaftet. Unter Hinweis auf seine zivilrechtliche Klage und seine Angaben vor
    Gericht, wurde er wegen vorsätzlicher Inbrandsetzung seines versicherten
    Eigentums zu 24 Monaten Freiheitsstrafe (ohne Bewährung) und 24.000
    US-Dollar Geldstrafe verurteilt.


    Kennt noch jemand lustige Rechtsgeschichten aus dem Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten?

  2. #2
    Marlin ist offline "Doktor" (300-499 Beiträge)
    Registriert seit
    04.05.2005
    Beiträge
    390


    Das ist gut.. könnte sogar stimmen..

    Ich werd bekloppt..


    Es soll ja sogar Leute geben, die Ihre Katze zum trocknen in die Mikrowelle steckten.. seitdem steht das auf allen Geräten drauf, glaube ich..
    Themenreaktivierungsbold

    ..und Ottonormalverbrecher

  3. #3
    Avatar von Salome
    Salome ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
    Registriert seit
    16.05.2005
    Beiträge
    3.874
    Ich kann's jetzt grad leider nicht mehr wörtlich rekonstruieren, aber es ging in etwa so:

    Frage des Anwalts an den Arzt der die Obduktion der (mutmaßlichen) Leiche vorgenommen hatte: Können Sie überhaupt mit Sicherheit sagen, dass der Mensch, den Sie obduziert haben, wirklich tot war?
    Arzt: Jawohl, das kann ich. Alle Anzeichen sprachen dafür. Kein Puls, keine Reaktion, keine Atmung...
    Anwalt: Sie sind also sicher?
    Arzt: Jawohl.
    Anwalt: Könnte es nicht sein, dass der Mensch trotz alledem noch am Leben war, als Sie die Obduktion vornahmen?
    Arzt: Nun ja, unter anderem stand sein Gehirn zu diesem Zeitpunkt in einem Glas auf dem Tisch neben mir...
    Anwalt: Könnte es nicht sein, dass der Mensch trotzdem noch am Leben war?
    Arzt: Wenn ich es mir recht überlege... Ja, es könnte sein, dass er noch lebt und heute als Anwalt arbeitet...!

    Klingt jetzt wie'n Witz, aber ich bilde mir ein, das sollte eine wahre Geschichte sein... :grübel:
    Without me it's just aweso

    Illiud Latine dici non potest.

  4. #4
    Kumo Gast

    Noorda vs Microsoft

    Keine "lustiges" Gerichtsverfahren, aber ein schönes Beispiel, wie man ohne was zu leisten an gutes Geld kommen kann.

    Zitat Zitat von Wikipedia
    So ergab die Offenlegung des firmeninternen Schriftwechsels im Rahmen eines Kartellverfahrens, dass 1991 mit Billigung der Firmenspitze eine Version von Windows 3.1 in Umlauf gebracht worden war, die eine vorgetäuschte Fehlermeldung anzeigte, wenn Windows 3.1 über das Betriebssystem DR-DOS des Konkurrenten Digital Research anstelle von MS-DOS installiert wurde. Da Digital Research aufgrund seiner Abhängigkeiten von Microsoft auf eine Klage verzichtete, kaufte der Novell-Gründer Ray Noorda für 400.000 Dollar die Rechte an DR-DOS auf und reichte die Klage ein. Drei Wochen vor Prozessbeginn im Januar 2000 verglich er sich mit Microsoft gegen eine Abfindung von mehr als 200 Millionen Dollar.

  5. #5
    Avatar von Karendric
    Karendric ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    07.07.2005
    Beiträge
    1.562
    Zitat Zitat von Kuschelmonster
    Immer wieder für einen Lacher gut, seien sie erfunden oder wahr. Von folgendem Fall habe ich gerade gelesen. Lacht selbst:

    Zitat Zitat von Knut
    Das ist die wohl beste Anwaltsgeschichte des Jahres, und wohl auch des Jahrzehnts!
    [...]
    Diese Urban Legend hat aber wirklich sooooo einen Bart.

    http://www.snopes.com/crime/clever/cigarson.asp

    Gruß,
    Karendric

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