Die Dinger heißen glaube ich Laternenpfähle, aber egal. Meine Einstellung weicht gegenüber deiner noch deutlich ab, denn ich bin der Meinung die EU sollte alle ihre Armeen vereinen und aufrüsten um sich als neue Weltmacht zu etablieren.
Deine Kritik an den Linken (und die sind ja nun sowas von links) geht in der Richtung vorbei, daß du ihnen logisches Denken unterstellst. Diese Leute denken nicht, oder nur in Gemeinplätzen. Beispiele:
Gewalt: hat noch nie etwas Gutes bewirkt, egal ob von dem Vergewaltiger oder dem herbeieilenden Polizisten ausgehend.
Serben: Im ersten und zweiten Weltkrieg Opfer, daher auch heute.
Deutsche: Bösewichter der Geschichte. Alles was sie tun ist automatisch schlecht.
Israelis: Böse, weil sie die Palästinenser mit Gewalt unterdrücken
Palästinenser: Gut, weil sie sich gegen israelische Nazi-Herrschaft wehren.
Dieses sind nur einige wenige Beispiele für das extrem einfache, schwarz-weiße Weltbild der "Friedensaktivisten". Andersdenkende? Alle Nazis, alle Faschisten! Soldaten? Immer willige Vollstrecker einer grausamen Autorität!
Es wäre eine interessante Vorstellung, allen Leuten die "Scheiß Staat!"-Aufkleber tragen, aus demselbigen auszuschließen. Keine Sozialhilfe, keine Krankenversicherung, keine Leistungen irgendwelcher Art. Wäre leider unethisch, obwohl es verlockend ist. Man muß diese Menschen daher aushalten.
Eine reine "Heimwehr" halte ich für problematisch, da diese nicht ausreichte um Europas und Deutschland Interessen in der Welt deutlich zu vertreten, und dies ist nun einmal der Sinn einer jeden Armee, sie ist immer auch Druckmittel (zumindest bei großen Staaten).
Schweden hat übrigens die eigene Armee fast komplett abgeschafft: Es soll nach der Reform noch 35 Generäle und insgesamt 34 Geschütze(!), sowie 7 Admiräle und 6 Schnellboote(!) geben. Was die machen wenn international irgendetwas ansteht ist klar: um Hilfe betteln.
Thema: Bundeswehr abschaffen
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18-04-2005 11:27 #1Unick Gast
Bundeswehr abschaffen
In letzter Zeit werden auf penetrante Art und Weise Lampen- und Ampelpfosten (Heißen die so?) mit Anti-Bundeswehr-Aufklebern, wobei auch solche zu sehen sind.
Gerne wird auch aufgewogen, wieviel Krankenpflegerstellen ein Tornado oder so kostet.
Ich frage mich manchmal:
- Kann man den Schutz für solche BW-Gegner durch die Bundeswehr ausschließen, wenn uns mal wirklich ein bekloppter Islamistenführer, Serbenführer, weißrussischer Diktator oder wer anders angreift?
- Was für ein Verhältnis sollte man zu Bundeswehr haben, wenn man der Meinung ist, man benötige eine Armee, die es schafft Deutschland und direkte Nachbarstaaten gegen Gefahren zu verteidigen, nicht aber solche, die aus reiner Arschkriecherei irgendeine Cowboytruppe am Hindukusch unterstützt?
- Verzichten solche, die der Meinung sind, wenn alle den Kriegsdienst verweigerten, gäbe es auch keinen Krieg, auf Fahrradschlösser? Nach dem Motto: Wenn ich keine Fahrräder stehle, tun andere es auch nicht?
- Warum gibt es keine Partei, die eine solche wie von mir oben angesprochene "Heimwehr" aus der Bundeswehr machen möchte? Ist das Wählerpotential der teetrinkenden wirklichkeitsfremden Friedenswekrstätter so groß, dass es für eine linke Partei schlauer ist, die Abschaffung der BW zu fordern? Sagt nicht, die PDS habe solche Pläne, wie ich sie mir vorstelle! Soweit ich weiß wollen die eine Stärke von 100.000 Mann erreichen. Das sind dann sagenhafte 0,28 Soldaten pro Quadratkilometer bzw. weniger als 0,001221 Soldaten pro Bürger.
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18-04-2005 15:30 #2
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Wenn ich dich nicht sehe siehst du mich auch nicht!
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18-04-2005 16:13 #3Unick GastHm, krass. Dabei waren die für mich bis zur Wende immer ein Beispiel für ein Land, das bis an die Zähne bewaffnet und gerüstet zu sein scheint.
Zitat von GIJoe
Dafür haben die etwas, was keiner weiß. Es wurde auf der Estonia transportiert und kostete bummelig 852 Leben.
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18-04-2005 19:04 #4krischan GastDafür hatten sie Abba und haben heute Roxette. Dr. Alban ist glaube ich Reserve, und als Ultima Ratio holen die Ace of Base raus. Damit kriegen die jeden klein.
Zitat von GIJoe
"Waterloo...."
Krischan
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18-04-2005 20:31 #5
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Klar, im kalten Krieg hatten die jede Menge Militär, da stand ja zwischen dem Ivan und Olof auch nur ein schmaler Streifen unbewohntes Ödland (Finnland). Aber jetzt überläßt man das schmutzige (oder glorreiche, ich will meinen Hang zum Militarismus gar nicht verhehlen) Geschäft lieber anderen. Andererseits ist man mit zehn Millionen Einwohnern auch wirklich fein raus. Staatliche Größe bedeutet auch eine gewisse Verantwortung für die kleineren, von inneren Problemen geschüttelten Länder. Beispiel Sudan. Liefert Öl. Tun viele andere Länder auch. Bringt seine ethnischen Minderheiten um. Tun viele andere Länder nicht. Jetzt sagt der Friedensaktivist: "Bloß nicht intervenieren, es gibt keine gerechten Kriege, und überhaupt Deutschland, und Soldaten sind Mörder." Als Anfang der neunziger der Irak Kuwait überfiel meinte die Friedensbewegung allen Ernstes, daß Kuwait ja sowieso mal irakisch gewesen sei, und daher nun zusammen käme was zusammen gehört. Argumente wie Menschenrechtsverbrechen von staatlicher Seite zählen da nicht. Bloß nicht schießen!
Wenn wie jetzt im Sudan Menschen (Zehntausende? Hunderttausende? Millionen?) massenhaft ermordet werden, tut niemand etwas. Die Aggressoren sind mit Krummsäbeln und veralteten Gewehren bewaffnete Banden, die kämen auch gegen eine zahlenmäßig weit unterlegene, moderne, disziplinierte Armee nicht einmal in Schußreichweite. Ich bin niemand der meint, weil irgendein afrikanisches Dorf sein Nachbardorf bedroht müsse man einen Krieg vom Zaun brechen, aber wenn man derartig leicht wie im Sudan so vielen Menschen helfen könnte und es nicht tut, dann finde ich das ethisch höchst bedenklich. Das ist mal wieder ein neues Ruanda.
Aber eigentlich haben die Linken ja was sie wollen, eine Bundeswehr, von der keine zehn Prozent im Ausland stationiert sind und die schon über völlige Auslastung klagt, ist mit "militärisch ungefährlich" noch wohlwollend umschrieben.
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