Zum einen machen die Unternehmen ihre Hausaufgaben , in dem sie profitabel werden und sich so den internationalen Wettbewerb stellen.Zitat von Phalaenopsis
Wir haben eben keine Wirtschafts- sondern eine Staatskrise.
Die Politiker spielen entweder den Anwalt der Arbeitnehmer oder den Anwalt der Großunternehmen. Letztendlich führen die Konzepte beider Seiten zur Schwächung der Marktwirtschaft.
Durch eine Entflechtung von Staat und Wirtschaft im Sinne von Verbot der personellen Einheit von Abgeordneten und Wirtschaftsberatern und Gewerkschaftern könnte hier schon viel bewirken.
Ein Problem was mir bis her kaum bekannt war und selbst wenn es signifikant wäre, würde es ein Problem der deutschen Unternehmen sein.Zitat von Phalaenopsis
Schwerwiegender ist die Abwanderung der Forscher ins Ausland. Das ist ein staatliches Problem was früher oder später auch die Gesellschaft direkt treffen wird.
Desgleichen die Unterfinazierung von inzwischen allen Ausbildungsebenen nicht nur der Schulen.
Inzwischen ist die Elitenförderung aktuelle Realität geworden, nur die besten schaffen noch das Gute aus dem System zu ziehen.
Wie schon weiter oben gesagt, ist die politische Kaste nur so gut wie das System in dem sie sich befindet.Zitat von Phalaenopsis
Es ist ein staatliches Problem, ein Problem der Art und Weise des Aufbaus.
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30-09-2005 17:51 #1
"Absolvent" (80-149 Beiträge)
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- 16.12.2004
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Warum Deutschland zugrunde geht...
Tja, warum eigentlich? Mich würde Eure Meinung dazu mal interessieren.
Meine Meinung zu dem Thema:
Die großen Unternehmen interessieren sich nur noch für ihr Aktienkurse und streichen deshalb Stellen, obwohl sie Milliardengewinne einfahren. Die Politik auf der anderen Seite tut alles mögliche, um es den großen Firmen Recht zu machen, da diese ja sooooo viele Arbeitnehmer haben. Was sie dabei vergessen: Es gibt wesentlich mehr Arbeitnehmer in mittelständischen Unternehmen als in den Großen. Aber für diese wird nichts getan, so daß folglich immer mehr Menschen arbeitslos werden.
Eine andere Sache: Alle Unternehmen jammern, daß die Ausbildung in Deutschland schlecht sei. Für viele Schulen stimmt das wohl auch, auch die Betreuung der Schüler ist mehr schlecht als Recht. Was teilweise von den Schulen kommt, ist wirklich nicht zu gebrauchen - eine Folge, der deutschen Kuschelpädagogik: Auch der schlechteste muß irgendwie noch mitkommen, auch wenn das Niveau der anderen dadurch extrem herabgesetzt wird.
Wenig Verständnis habe ich in dieser Hinsicht allerdings dafür, daß die Universitäten so stark kritisiert werden. Fakt ist nämlich: Deutsche Hochschulabsolventen sind nach wie vor im Ausland sehr begehrt. Auf der anderen Seite stellen deutsche Unternehmen so manche Top-Leute aus Kostengründen nicht ein oder versuchen die Lohnkosten zu drücken (Stichwort: Doktoranden, die eigentlich wie normale Angestellte behandelt werden). Daher finde ich es nicht verwunderlich, daß die deutschen Top-Absolventen mit schöner Regelmäßigkeit ins Ausland abwandert, da sie dort bessere Möglichkeiten vorfinden. Die deutschen Unternehmen müssen sich dagegen mit der "zweiten Wahl" zufrieden geben. Es ist nunmal so: Gute Leute kosten auch gutes Geld. Sie sind es aber auch wert. Wer nicht bereit ist, dafür zu zahlen, darf auch nicht jammern, wenn er nur Durchschnitt erhält.
Und ein weitere Grund: Die politische Kaste besteht aus eitlen Egoisten, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind (man betrachte sich dazu nur die aktuelle Kanzlerdiskussion). Es ist grundsätzlich erstmal egal, was für das Land gut wäre, Hauptsache die Opposition ist erstmal strikt dagegen. Das Volk wird dabei so gut es geht erstmal entmündigt (z.B. gab es in sehr vielen EU-Ländern gab es Volksabstimmungen zur EU-Verfassung, in Deutschland nicht). Sollte Deutschland nicht eine Demokratie sein? Ich finde, der Begriff Oligarchie ist für Deutschland sehr viel zutreffender.
Zur Diskussion freigegeben.
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30-09-2005 19:41 #2
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30-09-2005 22:37 #3Dazu hatte ich mal einen Thread verfasst, in dem ich mich genau diesem Aufbau und der "Oligarchie" gewidmet habe:
Zitat von pax
http://www.unicum.de/community/foren...ad.php?t=20762Mit freundlichen Grüßen
Lord Protector
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01-10-2005 09:01 #4
"Absolvent" (80-149 Beiträge)
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- 09.12.2003
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- 114
Vielleicht sehe ich das zu einfach, aber meiner Meinung nach handelt es sich schlicht um eine Sache:
Es fehlt der Respekt.
Es fehlt der Respekt vor dem Mitmenschen -> Egoistische Grundhaltung, andere benutzen
Es fehlt der Respekt vor dem Eigentum anderer -> Alles wa smir hilft, darf ich benutzen. Alles was mir nicht gehört, darf ich kaputt machen
Es fehlt der Respekt vor der Umwelt -> So lange ich nutzen ziehe, ist es egal ob die Welt dabei drauf geht
Meiner Meinung nach würde deutlich mehr Respekt von allen für alle ein groß der Probleme lösen. Und nicht irgendwelche Wirtschaftspolitischen Winkelzüge.
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01-10-2005 17:10 #5
Im Gegensatz zu zB Finnland oder Japan ist unsere Gesellschaft unglaublich wissenschafts- und leistungsfeindlich. Man hört immer wieder Leute über die "Leistungsgesellschaft" wettern. Klar, niemand soll auf seine Qualifikation reduziert werden, das stimmt schon! Bloss deswegen Leistung an sich schlechtzureden? Wieso kann jemand nicht glücklich sein mit dem was er tut und dafür respektiert werden?
Das fängt schon in der Schule und dem Elternhaus an. Man wird für Leistung nicht angesehen, sondern für das neuste Handy und die robusteste Leber. Warum kann gute Leistung nicht ein TEIL des zu respektierenden Menschen darstellen? Wieso müssen Leute, die hinterher die Schule mit Abi verlassen, absichtlich und überzogen provokativ über Schule und Lehrer herziehen, um dadurch irgendwie toll zu wirken? Wieso funktioniert das auch noch?
Wieso stellen sämtliche leistungsfördernde und leistungsfordernde Institutionen für einen Großteil der Gesellschaft ein Feindbild dar? Wieso werden sie nicht als Chance, als Möglichkeit, als Hilfe angesehen, und als gesunder Wettbewerb mit anderen?
Wobei ich hier nicht auf die Gründe eingehen will, die sicherlich vielfältig und komplex sind. Nur mal diese Fragen in den Raum geworfen.Es ist unmöglich, die Schönheiten der Naturgesetze angemessen zu vermitteln, wenn jemand die Mathematik nicht versteht. Ich bedaure das, aber es ist wohl so.
Richard Feynman


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