Alle Juden, die ich bis jetzt kennengelernt habe, waren nette, unauffällige, normale Menschen.
Den Zentralrat der Juden hat meiner Meinung nach Deutschland teilweise immer ein bischen übertrieben niedergemacht (ich denke da an Friedmann), denn schließlich identifiziert sich die junge Generation der Deutschen kaum noch mit der NS-Vergangenheit, mit der sie ja auch nichts zu tun hatte.
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26-05-2006 12:02 #1
"Absolvent" (80-149 Beiträge)
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- 96
Die Wahrnehmung der Juden in Deutschland
Mal ganz allgemein gefragt: Was fällt Euch dazu ein?
Habt Ihr jüdische Freunde oder Bekannte - oder etwa nicht?
Falls ja, würdet Ihr diese Leute als "ganz normal" bezeichnen, oder gibt es irgendwas Besonderes, das Euch an ihnen auffällt?
Wie seht Ihr das Verhältnis zwischen "nichtjüdischen" und jüdischen Deutschen im Allgemeinen und wie bewertet Ihr die Arbeit des Zentralrats der Juden in Deutschland?
Viele Fragen, wenig Hintergrund - ich weiß. Allerdings würde ich den Hintergrund meines Postings erst nach den ersten Antworten von Euch schreiben wollen...
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26-05-2006 12:31 #2
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26-05-2006 12:47 #3annabelle GastDie Institution an sich ist sinnvoll, über deren Arbeit lässt sich wahrscheinlich diskutieren...wie bewertet Ihr die Arbeit des Zentralrats der Juden in Deutschland?
Irgendwie impliziert für mich der Anhang "oder etwa nicht", als ob es was negatives sei, wenn man keine jüdischen Freunde oder Bekannte hat. Aber was soll's, habe auf jeden Fall jüdische Freunde, bei denen es aber auch nicht weiter auffällt, dass sie Juden sind. Christen sieht man es ja auch nicht gleich an, ob sie richtig religiös sind oder nur einfach so Kirchensteuer zahlen.Habt Ihr jüdische Freunde oder Bekannte - oder etwa nicht?
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26-05-2006 12:53 #4Unick Gast
Ich kenne einen schwulen Juden, der überall im täglichen Leben überall ungerechte Machenschaften aus der Nazizeit wettert und die in seinen Augen noch immer und vor allem kräftig gebüßt werden müssten und Stefan Schmidt oder Silvia Andersson verbieten würde im Kunstunterricht, wie jeder andere Schüler auch ihre Initialien unters Bild schreiben zu dürfen. (Ich unterstelle ihm, dass er es Steven Spielberg und Simon Abendgold nicht verwehren wollte...)
Dann war da noch ein Lehrer von mir, der nichts besonderes aufzuweisen hatte (außer dass er Ossi ist
Und ich kenne noch zwei Russlanddeutsche, die auch nichts besonderes aufweisen. Obwohl die eine Behauptet, in ihrem russischen Pass würde nicht bei Religionszugehörigkeit sondern bei Nationalität "Jüdin" stehen. Was allerdings nicht sie, sondern das Thema an sich komisch macht.
Nicht persönlich kennt man dann ja noch Juden aus den Medien. Michel Friedman fällt mir da noch ein - der es vollkommen unabhängig vom Judensein vorbildlich schafft, sich meine Unsympathie zu erarbeiten.
Zu den typischen Vorurteilen über Juden, die im übrigen nicht erst die Nazis erfanden und schürten, kann man nur sagen: Nichts kommt ungefähr - und die meisten Vorurteile sind ja auch nicht böse gemeint. Wenn schon weit vor den Nazis den Juden handwerkliche Berufe verboten wurden, braucht sich keiner Wundern, dass ein Großteil der Juden Geldgeschäften nachging. Und wenn sich eine Gruppe von Leuten fasst ausschließlich mit dem Finanzbusiness beschäftigte, ist es auch kein Wunder, dass da die ein oder andere reiche Judensippe bei herauskam. Genauso mit den Betrugsvorwürfen - wenn sich mehr Juden als andere mit Geldgeschäften beschäftigten ist es schon rein statistisch natürlich, dass man eher von einem Juden als von anderen übers Ohr gehauen wird.
Traurig bin ich über die deutsche Bildung: Das mit den Berufsverboten für Juden weit vor der Nazizeit halte ich für sehr wichtig fürs Geschichtsverständnis, und in 13 Jahren deutscher Allgemeinbildung nicht erfahren. Mann muss doch auch wissen, worauf Vorurteile basieren.
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26-05-2006 12:54 #5
ich hab absolut keine ahnung wer von meinen bekannten jüdisch ist
There are two important things for full success in life:
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