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Thema: Kiff- Kultur

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  1. #1
    Seelenblume Gast

    Kiff- Kultur

    Hallo,

    aus gegebenem Anlass würde ich gern mal mit euch das Thema Kiffen diskutieren. Ich vermute, dass wir alle mehr oder weniger betroffen sind.

    Ich kenne viele Leute, die eine Ausbildung oder ein Studium machen und unter extremstem seelischem Druck stehen. Sie kommen abends nach hause, total übermüdet und kaputt und kennen ein einziges Wundermittel, dass alle körperlichen und geistigen Anspannungen regelrecht wegpustet: Gras.

    Nun mag es vielleicht wirken und nun führt es vielleicht (darüber, ob es nun tatsächlich den gewünschten Effekt erzielt oder nicht möchte ich hier gar nicht erst sprechen...) tatsächlich zur gewünschten Entspannung, sodass man dann tatsächlich am nächsten Tag wieder in der Lage ist, entsprechende Tätigkeit gesittet auszuführen.

    Es gibt nicht wenige, die daran hängen bleiben...viele Bekannte von mir kiffen seit über 10 Jahren. Es sind nette Zeitgenossen, sie sind so "relaxed" und absolut gemütlich, reagieren nicht so aggressiv und scheinen ihr Leben ganz gut im Griff zu haben.
    Mein Nachbar bspweise hat eine wunderbar aufgeräumte Wohnung- ich versinke dabei manchmal in Chaos. Dass aus seiner Wohnung täglich ein Schwall des Kiff-Rauches dringt, wenn er nur das Fenster öffnet, bleibt unentdeckt.

    Ich stelle mir seit geraumer Zeit die Frage, was aus der Kiffer- Generation wird.
    "Kiffen um klarzukommen" kann kein Weg sein...
    Was mache ich mit Freunden, was mit Verwandten, die beinah täglich kiffen?

    Glaubt ihr daran, dass dieses regelmäßige Kiffen eine "Phase" sein kann, die nach ein paar Monaten oder Jahren aufhört? Glaubt ihr daran, dass man andere davor bewahren kann, diese Phase überhaupt auszudehnen? Wie geht ihr damit um?

    Und: Was WÜRDET ihr tun, wenn eure 17jährige Schwester kifft seitdem sie 14 ist und es jetzt -neben Zigarettenkonsum- seit Wochen und Monaten täglich betreibt (als Alternative gab es auch einmal den Psychotherapiegedanken- doch kiffen geht ja schneller und tut weniger weh...)

    Toleriert ihr Suchtverhalten in eurer Umgebung, brecht ihr den Kontakt zu Menschen ab, die süchtig sind, lasst ihr euch selbst in den Strudel ziehen, glaubt ihr- genau wie die Kiffer selbst- dass "bald alles von allein aufhört, wenn erst..."?

    Kiffen ist so bequem- gibt es gesündere Alternativen?

  2. #2
    Avatar von Michael_TDCi
    Michael_TDCi ist offline "Doktorand" (150-299 Beiträge)
    Registriert seit
    14.06.2005
    Beiträge
    226
    Zitat Zitat von Seelenblume
    Ich kenne viele Leute, die eine Ausbildung oder ein Studium machen und unter extremstem seelischem Druck stehen. Sie kommen abends nach hause, total übermüdet und kaputt und kennen ein einziges Wundermittel, dass alle körperlichen und geistigen Anspannungen regelrecht wegpustet: Gras.
    Ich kenne da noch ein anderes Wundermittel: nennt sich Schlaf und soll angeblich sogar gesund sein, legal sowieso


    Zitat Zitat von Seelenblume
    Ich stelle mir seit geraumer Zeit die Frage, was aus der Kiffer- Generation wird.
    "Kiffen um klarzukommen" kann kein Weg sein...
    Was mache ich mit Freunden, was mit Verwandten, die beinah täglich kiffen?
    Glaubt ihr daran, dass dieses regelmäßige Kiffen eine "Phase" sein kann, die nach ein paar Monaten oder Jahren aufhört?
    Von solchen Freunden und Bekannten sollte man sich fern halten, das ist wohl das Beste. Was aus diesen Leuten wird, na was wohl? Von einer Generation würde ich nicht sprechen, das gab es schon immer. Manche kommen früher oder später denn doch noch zur Vernunft und finden, wenn sie Glück haben, ohne größere bleibende Schäden in ein geregeltes Leben zurück. Das muss aber nicht sein, viele landen tatsächlich in der Gosse, wo sie, bedingt durch ihr eigenes Fehlverhalten, auch hingehören.

    Zitat Zitat von Seelenblume
    Und: Was WÜRDET ihr tun, wenn eure 17jährige Schwester kifft seitdem sie 14 ist und es jetzt -neben Zigarettenkonsum- seit Wochen und Monaten täglich betreibt (als Alternative gab es auch einmal den Psychotherapiegedanken- doch kiffen geht ja schneller und tut weniger weh...)
    Du solltest ihr mal ins Gewissen reden, ihr klar machen dass das so nicht weitergeht, sie ein hohes Sucht- und Gesundheitsrisiko eingeht. Drohe erst mal damit dich an ihre Eltern zu wenden, und setze diese Drohung ggf. auch um. Jugendamt wär vielleicht auch ein Ansprechpartner.

    Zitat Zitat von Seelenblume
    Kiffen ist so bequem- gibt es gesündere Alternativen?
    Falsch! Kiffen ist gefährlich, hochgradig verdummend und wird zu Unrecht bagatellisiert - es ist aus gutem Grund verboten
    Gesündere Alternativen, falls überhaupt notwendig, gibt es in Form von Psychopharmaka - da diese nur in Verbindung mit fachärztlicher Beratung verordnet werden sind gesundheitliche Schäden oder Suchterscheinungen nicht zu erwarten bzw. kein großes Thema.
    Our virtues and our failings are inseparable, like force and matter. When they separate, man is no more.

  3. #3
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    25.07.2003
    Beiträge
    5.278
    Zitat Zitat von Seelenblume
    aus gegebenem Anlass würde ich gern mal mit euch das Thema Kiffen diskutieren. Ich vermute, dass wir alle mehr oder weniger betroffen sind.
    Sach ma, für wen oder was hältst du uns?
    Ich bin überhaupt nicht davon betroffen, und kenne auch niemanden, der es ist.
    Ich kenne viele Leute, die eine Ausbildung oder ein Studium machen und unter extremstem seelischem Druck stehen. Sie kommen abends nach hause, total übermüdet und kaputt und kennen ein einziges Wundermittel, dass alle körperlichen und geistigen Anspannungen regelrecht wegpustet: Gras.
    Ach ja? Und was nehmen diese Leute dann, wenn sie mal einen richtigen Beruf haben? Wenn sie nicht nach 5 Stunden aus dem Hörsaal, nach 7 1/2 Stunden aus der Lehrwerkstatt sondern nach 20 Stunden von einer Dienstreise nach Haus kommen? Schieben sie sich dann eine Zehnerpackung Heroin in den Arsch?
    Nun mag es vielleicht wirken und nun führt es vielleicht (darüber, ob es nun tatsächlich den gewünschten Effekt erzielt oder nicht möchte ich hier gar nicht erst sprechen...) tatsächlich zur gewünschten Entspannung, sodass man dann tatsächlich am nächsten Tag wieder in der Lage ist, entsprechende Tätigkeit gesittet auszuführen.
    Ich würde statt dessen vermuten, dass die Drogen solcherart mit Nebenwirkungen einher gehen, dass man am nächsten Tag die künstliche Entspannung erst mal mit einer "Hallo- Wach- Pille" kompensieren muss, um die Klüsen überhaupt aufhalten zu können. Und so geht das dann mit Aufputsch- und Beruhigungsmitteln hin und her, bis der Körper die chemische Zusammensetzung einer Sondermülldeponie hat und für eine Erdbestattung aus Gründen des Gewässerschutzes nicht mehr in Frage kommt.
    Es gibt nicht wenige, die daran hängen bleiben...viele Bekannte von mir kiffen seit über 10 Jahren. Es sind nette Zeitgenossen, sie sind so "relaxed" und absolut gemütlich, reagieren nicht so aggressiv und scheinen ihr Leben ganz gut im Griff zu haben.
    Hey, määähn, wonna have sum stuff, määhn?
    Was mache ich mit Freunden, was mit Verwandten, die beinah täglich kiffen?
    Was würdest du mit Leuten machen, die jeden Abend saufen bis zum Umfallen, jeden Abend mit aufgemotzten Autos durch die Gegend rasen oder ihre Kohle verzocken?
    Und: Was WÜRDET ihr tun, wenn eure 17jährige Schwester kifft seitdem sie 14 ist und es jetzt -neben Zigarettenkonsum- seit Wochen und Monaten täglich betreibt (als Alternative gab es auch einmal den Psychotherapiegedanken- doch kiffen geht ja schneller und tut weniger weh...)
    Mein Vater hätte mich rausgeschmissen, wenn er mich mit Drogen erwischt hätte.
    Für eine 14- Jährige wäre der beste Platz eine Entziehungsklinik mit Türen, die man nur von außen aufmachen kann. Mit 17 ist Hopfen und Malz vermutlich schon völlig verloren.
    Toleriert ihr Suchtverhalten in eurer Umgebung,
    Nein!
    brecht ihr den Kontakt zu Menschen ab, die süchtig sind, lasst ihr euch selbst in den Strudel ziehen, glaubt ihr- genau wie die Kiffer selbst- dass "bald alles von allein aufhört, wenn erst..."?
    Drogenkonsum ist kein Kavaliersdelikt, keine Ordnungswidrigkeit wie falsch Parken.
    Es ist strafbar, und sollte auch konsequent verfolgt werden. Jede Toleranz ist fehl am Platze.
    Drogensucht ist auch kein Wehwehchen, das nach 14 Tagen wieder von allein verschwindet wie ein Schnupfen, sondern entsteht vermutlich durch eine ziemlich komplizierte Kombination von psychischen und physischen Ursachen, die den Einen nach der ersten Tüte nie wieder zu Drogen greifen läßt, den Anderen aber in die dauerhafte Abhängigkeit führt. Letztgenannten muss man, das sähe ich zumindest als die Pflicht eines Freundes oder Verwandten, zum frühest- möglichen Zeitpunkt auf dem Weg in den Abgrund stoppen und, wenn nötig zur Umkehr zwingen.
    Wegschauen und Toleranz (handelt sich meist jedoch um Schwäche und Bequemlichkeit) sind im Zusammenhang mit Drogen unangebracht und kontraproduktiv.
    Kiffen ist so bequem- gibt es gesündere Alternativen?
    Nicht kiffen!
    Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
    (Silvia Arroyo Camejo)

  4. #4
    Avatar von Schwarzwälder
    Schwarzwälder ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
    Registriert seit
    16.01.2006
    Beiträge
    898
    Obwohl ich Kiffen echt scheiße finde, finde ich den Geruch (passiv) wesentlich weniger schlimm als den Geruch von Zigarettenrauch. Das soll das Kiffen nicht verharmlosen, aber vieleicht sollte man erstmal mehr gegen die (legalen) Drogen unternehmen, an denen in Deutschland die MEISTEN Menschen sterben.

  5. #5
    n/a Gast
    Nur zwei Dinge:
    a) @Seelenblume: Woher weisst du, dass das es ein "Kiffen um klarzukommen" ist? Behaupten nicht auch Raucher, dass sie aus Genuß rauchen? Oder Alkoholiker, dass Bier schmeckt (dass es schei.e riecht, kann wohl niemand bestreiten...)?

    b.) als militanter Alkoholgegner und Nichtraucher halte ich Alkohol und Zigarreten für genauso schwachsinnig und überflüssig wie Kiffen...viele Menschen "benutzen" Alkohol, um locker zu werden, irgendwas zu vergessen...etc...mal ganz abgesehen davon, dass Alkohol die Hemmschwele senkt und die Gewaltbereitschaft dadurch erhöht werden kann...sodass in dieser Hinsicht Kiffen wahrscheinlich gesellschaftlich die bessere von zwei schlechten Alternativen wäre.
    Und Rauchen war ja früher (ist das heute noch so?) "cool" bzw. Raucher behaupten, dass es Stress bekämpfen hilft...in diesem Sinne werden Zigaretten auch nur "benutzt"...
    Swn
    Geändert von Scheinweltname (02-06-2006 um 09:24 Uhr)

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