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  1. #1
    Avatar von pax
    pax
    pax ist offline Moderator
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    Ausbleiben der Energiekrise

    Die Welt zittert vor dem Tag , an dem es kein Öl mehr geben wird.
    Die große Kathastrophe wird, wie jeder andere Weltuntergang, herbeigesehnt als gerechte Strafe für "alles"
    Damit wird sie immer wieder in Naher Zukunft oder zumindest noch in dieser Generation vermutet. Das war schon 1930 so und so ist es wohl auch noch heute.
    Die Vorboten des Unglücks sind schon ausgemacht , maximala Kapazitätsgrenzen gelten als erriecht und der zunehmende Verbrauch der Schwellenländer komopensiert jeglichen winzigen Rückgang des Durstes der Industrie- nein inzwischen Dienstleistungsländer.

    Ja das Öl geht zu Ende , aber wer braucht schon DIESES Öl um Treibstoff und damit Energie zu erzeugen ?

    Ein paar interessante Entwicklungen sind zu beobachten.

    Der Ölpreis erhöht sich und bis jetzt hat dieses erstaunlich wenig Auswirkungen auf das Weltwirtschaftswachstum.

    Bei erhöhtem Ölpreis lohnt sich plötzlich die Förderung von Vorkommen , mit denen kaum einer gerechnet hatte und gerade diese stellen sich plötzlich als riesig heraus. Wie man hier eindrucksvoll über Schweröl und Ölsand nachlesen kann.

    Plötzlich tauchen andere Energieträger auf. Natürlich Fossil , doch das Verfahren aus Kohle Treibstoff zu machen scheint nicht wesentlich jünger als jenes wie man Öl Fördert, wie man es sich besonders beim Pentagon plötzlich überlegt.
    Man beachte , der Energiewert der bekannten Kohlevorkommen übersteigt sogar den der bekannten Ölvorkommen.

    Zusätzlich ist immer noch nicht klar , wieviel von den herkömlichen Öl noch in Sibirien liegt und durch den Treibhauseffekt noch freigelegt werden wird.

    Machen wir mal eine Schätzung auf , dass die normalen Ölvorkoommen etwa 25 Jahre noch reichen. Die Quellen schwanken zwischen 20-30 Jahren und nehmen dabei eine deutliche Erhöhung des Weltverbauches an Öl schon mit.
    Schweröl und Ölsand machen nochmal soviel.
    Kohle mindestens nochmal soviel wenn nicht mehr (grob geraten Faktor 1,5)
    Dann noch vielleicht Faktor 0,5fach die Sibirischen und weitere Permafrostvorkommen.

    Also reden wir von einem Ausgehen der Energie-Rohstoffe plötzlich in erst in 75-100 Jahren.

    Die Energieszenarien ändern sich damit gewaltig und wir haben plötzlich sehr viel mehr Zeit um Alternativem zu suchen. Bis dahin werden die Schornsteine rauchen.

  2. #2
    Avatar von XrayEyes
    XrayEyes ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    Nun ja.
    Ein Aspekt, der bei dieser Erdöl-Debatte gerne übersehen wird, ist der, daß die fossilen Rohstoffe nicht nur als Energieträger dienen, sondern auch als Kohlenwasserstofflieferant für die Chemie- und deren Folgeindustrien.

    Es ist kaum zu glauben, aber nahezu alle Produkte, die uns jetzt das Leben erleichtern, wie Farben, Kunstoffe, Medikamente, usw usw, hängen mehr oder weniger an genau diesen Kohlenwasserstoffen.

    Einen Engpass bei den Rohstoffen hätte nicht nur zur Folge, daß das Benzin teurer wird, sondern daß beinahe alles teurer wird - und diesen Engpass wird man nicht durch Solarzellen oder Windräder ausgleichen können; denn diese liefern blöderweise keine Kohlenwasserstoffe.
    Geändert von XrayEyes (10-07-2006 um 23:53 Uhr)

    Science flies you to the moon.
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  3. #3
    Andy Gast
    Zitat Zitat von XrayEyes
    Eine Engpass bei den Rohstoffen hätte nicht nur zur Folge, daß das Benzin teurer wird, sondern daß beinahe alles teurer wird - und dieses Engpass wird man nicht durch Solarzellen oder Windräder ausgleichen können; denn diese liefern blöderweise keine Kohlenwasserstoffe.
    Tja, da wird man wohl überlegen müssen, ob Darmbakterien nicht nur Humaninsulin in industriellem Maßstab herstellen können, sondern auch ausgewählte Kohlenwasserstoffe...

  4. #4
    Avatar von XrayEyes
    XrayEyes ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    Zitat Zitat von Andy
    Tja, da wird man wohl überlegen müssen, ob Darmbakterien nicht nur Humaninsulin in industriellem Maßstab herstellen können, sondern auch ausgewählte Kohlenwasserstoffe...
    Selbst wenn es möglich wäre, ein Bakterium auf die Produktion eines bestimmten Kohlenwasserstoffs "abzurichten":

    Man müsste es vorher mit der selben Menge an Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen füttern, die es hinterher ausscheiden soll. Wenn ich also will, daß meine Bakterie 1g eines bestimmten KWs produzieren soll, muss ich ihr auch 1g eines anderen KWs zu fressen geben.
    Das ganze wäre also nur ein einziges hin-und -hergeschiebe von Rohstoffen.

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  5. #5
    Avatar von Düsentrieb_610
    Düsentrieb_610 ist offline Moderator
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    Zitat Zitat von XrayEyes
    Selbst wenn es möglich wäre, ein Bakterium auf die Produktion eines bestimmten Kohlenwasserstoffs "abzurichten":

    Man müsste es vorher mit der selben Menge an Kohlenstoff- und Wasserstoffatomen füttern, die es hinterher ausscheiden soll. Wenn ich also will, daß meine Bakterie 1g eines bestimmten KWs produzieren soll, muss ich ihr auch 1g eines anderen KWs zu fressen geben.
    Das ganze wäre also nur ein einziges hin-und -hergeschiebe von Rohstoffen.
    Das stimmt, aber ein richtig knackiges Contra-Argument ist das nicht: Bäume tun dergleichen ja schon mit beachtlichem Erfolg: CO2, Wasser und einige andere Ingredezien hinein, und heraus kommt Holz (also ne Art "Kohle-Vorstufe"). Ich denke nicht, dass es ein prinzipielles Problem ist, Organismen zu erzeugen, die - ebenfalls mit CO2 und Wasser, Methan oder dergleichen beschickt - Ähnliches leisten:
    Raps und ähnliche Getreide sind ja schon jetzt brauchbare Treibstofflieferanten - warum sollte es nicht möglich sein, sie auf die Produktion geeigneterer Ölsorten zu trimmen?
    "Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung."
    (Jean-Jacques Rousseau)

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    (Victor Stenger)

    Am Ende wird alles gut.
    Und falls nicht, ist es nicht das Ende.

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