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  1. #1
    Delfin03 ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
    Registriert seit
    13.05.2006
    Beiträge
    71

    Körperliche Gewalt in Liebesbeziehungen ?

    Welchen Hintergrund hat Gewalt gegen den Partner (oder Kinder)?(gibts ja auch -seltener- umgekehrt, dass Frauen ihre Männer schlagen) Es muss für den Handelnden doch irgendeinen Vorteil geben, sonst würde er diese Form der körperlichen Züchtigung nicht praktizieren? Zumal früher -manchmal auch heute noch- das ja auch in unserem Kulturkreis vermutlich üblicher war. Erst heutzutage(seit 20 Jahren oder so) ist Gewalt in der Ehe eine Straftat. Es müsste doch in solchen früheren Verhältnissen innereheliche Gewalt "Sinn" gemacht haben -aber welchen Sinn??

    Was verspricht sich der Handelnde von seinem Opfer ? Und wird diese Erwartung erfüllt?

    Eigentlich ist Gewaltfreiheit in der Partnerschaft m.E. tauglicher auch für den Täter/in: Er/Sie könnte eine Partnerschaft besser führen, würde keine Gewalt von ihm /ihr ausgehen. Was ist also der Gewinn von Gewalt für den Täter/in?
    All the world is a stage, and all the men and women merely players.

  2. #2
    Unick Gast
    Instrument der Macht? "Tu, was ich Dir sage, oder ich schlage Dich!"

    Verstehe ich Deine Frage nicht?

  3. #3
    Avatar von Karendric
    Karendric ist offline "Dekan" (1500-2999 Beiträge)
    Registriert seit
    07.07.2005
    Beiträge
    1.562
    Zitat Zitat von Delfin03
    Welchen Hintergrund hat Gewalt gegen den Partner (oder Kinder)?(gibts ja auch -seltener- umgekehrt, dass Frauen ihre Männer schlagen)...
    Ist das wirklich so? Bei Trivial Pursuit heißt es in einer Quizfrage, dass mehr Frauen ihre Männer schlagen als umgekehrt. Und zahlreiche wissenschaftliche Studien kommen zum selben Ergebnis: http://www.novo-magazin.de/45/novo4522.htm

    Gruß,
    Karendric

  4. #4
    krischan Gast
    Zitat Zitat von Delfin03
    Eigentlich ist Gewaltfreiheit in der Partnerschaft m.E. tauglicher auch für den Täter/in: Er/Sie könnte eine Partnerschaft besser führen, würde keine Gewalt von ihm /ihr ausgehen. Was ist also der Gewinn von Gewalt für den Täter/in?
    Na, Kontrolle. Macht und Kontrolle über den jeweils anderen. Im Grunde geht es dabei nicht um das Argumentieren, sondern um das Besiegen; und dazu ist eben körperliche Gewalt doch recht gut geeignet (wohlgemerkt, ich finde derlei absolut unzulässig in einer Beziehung; im Übrigen auch sonst).

    Gottseidank sind wir da seit geraumer Zeit schon etwas weiter und tragen Konflikte nicht mehr in der breiten Masse mit Fäusten aus; in anderen Kulturen ist derlei aber noch gang und gäbe, da brauchen wir gar nicht mal weit weg zu schauen (und nein, ich rede nicht von Einzelfällen, sondern von gesellschaftlich akzeptiertem Verhalten!).

    Im Übrigen finde ich die Frage reichlich trivial.

    Krischan

  5. #5
    Delfin03 ist offline "Student" (20-79 Beiträge)
    Registriert seit
    13.05.2006
    Beiträge
    71
    Zitat Zitat von krischan
    Na, Kontrolle. Macht und Kontrolle über den jeweils anderen. Im Grunde geht es dabei nicht um das Argumentieren, sondern um das Besiegen; und dazu ist eben körperliche Gewalt doch recht gut geeignet (wohlgemerkt, ich finde derlei absolut unzulässig in einer Beziehung; im Übrigen auch sonst).
    Wenn der/die Betroffene aber aus dem Haus geht, gibt es keine objektive Kontrolle mehr vom Täter über das Opfer. Trotzdem kehrt das Opfer wieder zurück. Und ein Leben ohne wiederholt Opfer zu sein könnte erträglicher sein. Was macht das Ofer so wahnsinnig unselbsständig?? Wenn mir jemand das Fahrrad klaut, ein geringeres Delikt gehe ich auch zur Polizei. Wenn ein Partner mir das Geld vom Konto räumt und mein Eigentum verscherbelt trenne ich mich und verklage ihn. Ein Opfer gegen das körperliche Gewalt angewandt wurde trennt sich u.U. nicht sondern versucht die Wogen zu glätten. Und weil häusliche Gewalt diskreditiert ist verschweigt es die vielleicht auch noch nach außen?? warum geht es nicht zur Polizei und trennt sich, warum "liebt" es seinen Patrner noch?? Gewalt in der Patrnerschaft hat also weniger Bestrafungswahrscheinlichkeit als andere Delikte oder Gewalt die Fremde einem Opfer antun. Schwer zu verstehen.

    Zitat Zitat von krischan
    Gottseidank sind wir da seit geraumer Zeit schon etwas weiter und tragen Konflikte nicht mehr in der breiten Masse mit Fäusten aus; in anderen Kulturen ist derlei aber noch gang und gäbe, da brauchen wir gar nicht mal weit weg zu schauen (und nein, ich rede nicht von Einzelfällen, sondern von gesellschaftlich akzeptiertem Verhalten!).



    Krischan
    Was dem Opfer selbst passiert ist, insbesondere dann wenn es schon als Kind geschlagen wurde, hält es vielleicht für gesellschaftich akzeptierte Realität (auch in gesellschaften in denen die Rechtsnormen das nicht so sehen).
    All the world is a stage, and all the men and women merely players.

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