Meinst Du mit Deiner letzten Frage, dass alle aus Mumbai stammenden Menschen A...löcher sind?Zitat von Snaggy
Ich hoffe nicht...denn ich komme ursprünglich aus Bombay..eine Stadt die ich liebe. Dennoch verstehe ich Deinen Beitrag voll und ganz. Hitler wird in vielen Teile Indiens angehimmelt. Zum einen wegen der Arier-Geschichte - viele Indien meinen, sie seien auch Arier. Zum anderen wollen viele Inder eine gewisse Dikatatur herbeiführen, um die Korruption zu entkommen. Es herrscht die Meinung, dass damit dem "Grass-Root-Corruption" eine Ende gesetzt werden könnte, bzw. man wisse wo das Geld hinfliesst. Ich muss aber auch zugeben, dass die nötige Aufklärung zu der Geschehnisse nicht ausreichend erreicht wurde, so dass viele der Meinung sind, dass die Züge zu Hitlers Zeit pünktlich fuhren.
Die o.g. Ausführungen sind keinesweg Ausreden..sondern viel mehr als einen Einblick und/oder Feststellung anzusehen.
Letztes Jahr, als in Mumbai war, war "Mein Kampf" der Bestseller. Auf Nachfrage habe ich die höfliche Antwort bekommen, "the book is being bought, and we are earning the money..so wheres the harm..it did not happen in india, did it? we know, that what he did might not be correct, but even i am not perfect and i am nobody to judge him". In sich eine Antwort worauf ich nicht viel Kontra bieten konnte, andererseits fragte ich ihn ob das nicht gegen Business-Ethics sei? "Sir, I need money to buy food, and no ethics". tja..was sagt man denn dazu?
Sicherlich wird es letztendlich auf die Qualität des Essens und der Service ankommen..der Name ist meiner Meinung nach als "Aufmerksamkeitserreger" / "Publicity" gedacht. Dennoch ist es zutiefst zu verachten.
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23-08-2006 23:46 #1
"Doktor" (300-499 Beiträge)
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Restaurant nach Hitler benannt
Hallo,
in Indien (Bombay bzw. Mumbai) hat eine Company ein Restaurant eröffnet
und es Hitler's Cross genannt und es innen mit Hitler Bilder ausgestattet.
http://timesofindia.indiatimes.com/a...ow/1913952.cms
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,433278,00.html
Lt. dem Bericht der Times of India:
- Bei der Eröffnung war das who-is-who von Bombay anwesend
- Kommentar eines Filmstars dort:"I found it amusing to see this poster of Hitler at the restaurant."
- Der Bürgermeister und der Ex-Bürgermeister waren unter den Ehrengästen
Dazu fällt mir nicht mehr ein als was für A...löcher müssen dies sein ????
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--- Du bist Deutschland !
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24-08-2006 00:04 #2Patience Practice and Passion for Precision could lead to Perfection
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24-08-2006 00:33 #3Ja, wenn es nur um den Namen ginge, könnte man das tatsächlich denken. Die Tatsache, dass allerdings das Hakenkreuz im Logo auftaucht und direkt am Eingang ein Riesenbild von Hitler hängt, lässt sich meiner Meinung nach nicht mehr mit irgendwelchen Marketingstrategien schönreden.
Zitat von Sultan
Und dann scheinheilig daherzuschwallen, dass es ja nur ums Essen ginge, ist einfach nur lachhaft - schade nur, dass es nicht im mindesten lustig ist.

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24-08-2006 01:24 #4
Tja, Gras wächst leider über vieles...
Tja, auch mich hat diese Meldung nachdenklich gestimmt.
Für Menschen in Indien ist Hitler halt fast genauso fern wie für uns der Massenmörder Pol Pot. Mit der Zeit sterben immer mehr Zeitzeugen des NS-Regimes, und in zwanzig Jahren wird keiner davon mehr leben. Das, was wir dieser Tage mit der "Hitlerbar" in Korea (ging vor 1 Jahr durch die Presse) und Indien erleben, ist erst der Anfang einer großen kommenden "Modewelle" des Nationalsozialismus. Die "Ästhetik" des NS wird mit Sicherheit populärer werden. Das ist nicht zu begrüßen, es wird aber kommen. Natürlich nicht von Deutschland ausgehend. Aber von Ländern, die nie unter dem NS-Regime zu leiden hatten. Eben _weil_ der NS auf vielen Bilddokumentationen so "ästhetisch" rüberkommt (und weil Menschen gerne die Gräuel des NS verdrängen) wird ihm immer etwas faszinierendes anhängen.
Ein weiteres, in Deutschland vollkommen unbekanntes Beispiel ist das zweitgrößte Bierfest der Welt, das Oktoberfest im brasilianischen Blumenau: Dort werden seit über fünf Jahren jedes Jahr zigtausende Wehrmachtsstahlhelme mit SS-Runen aus Schaumstoff verkauft. Und die Touristen finden's absolut cool und denken sich nichts dabei. Weil sie sich das Übel, das vom NS ausging, nicht vorstellen können - für die ist Hitlerdeutschland eben ein Staat mit pünktlichen Zügen, großen Gefängnissen und noch größeren Massenveranstaltungen.
Ich sage voraus, dass unsere Enkel sich auf Faschingsparties als Hitler verkleiden werden. Das ist aus heutiger Sicht abscheulich und unvorstellbar. Aber aus der Sicht der im Jahr 2040 geborenen Menschen normal. Leider. Gras wächst über vieles.
Gute Nacht, Realist
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24-08-2006 04:24 #5Andy GastTja, was soll ich dazu noch sagen. In Deutschland haben wir wahrscheinlich noch ein paar Jahrzehnte Schonfrist, ehe derartiges Gebaren wieder "gesellschaftsfähig" wird. Ich persönlich wünschte mir, es würde nie dazu kommen. Klar, eine gewisse "Ästhetik" kann man gerade den Massenveranstaltungen nicht absprechen. Aber erstens darf man nicht den Hintergrund vergessen. Für uns noch "normal", für Inder eher unüblich. Woher sollten sie es auch besser wissen? Die NS-Zeit wird wahrscheinlich nirgends so oft und gründlich widergekäut wie an deutschen Schulen. Bei mir waren es glaube ich dreimal, bei meiner Schwester sogar viermal. Irgendwie so in der Größenordnung. Also eigentlich recht oft.
Zitat von Realist
Zweitens haben Uniformen immer irgendwie etwas beeindruckendes. Ob nun anziehend oder abschreckend, spielt nun keine Rolle. Uniformen in großem Pulk kann sich niemand wirklich emotional entziehen. Bei dem einen führt es zu einem Bedürfnis, des "Dazugehörenwollens", bei dem anderen zu einer Anti-Haltung. Das Bedürfnis, irgendwie in einer uniformen Masse unterzutauchen und zu einer Gruppe dazuzugehören ist elementarer Bestandteil des Menschen. Auch wenn es so manche Zivi nicht glauben will: Jede Form von Dresscode, sei es nun der Dresscode der Peergroup, also des Freundeskreis im weiteren Sinne oder Dienstkleidung oder was auch immer: Es kommt immer auch irgendwie zum Ausdruck, mit der Kleidung sich einer Gruppe zuzuordnen und als Individuum ein Stück weit weniger wahrgenommen zu werden. Ist halt menschlich.
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