Fehlt nur noch, dass hinter allem die große Weltverschwörung steht.
Cui bono?
Neroli!
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26-12-2006 14:14 #1
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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Krieg und Unterdrückung, Motor der Wirtschaft ?
ich habe hier einige Beiträge gelesen. Allerdings frage ich mich, ob diese nicht teilweise zu politisch, emotionell oder historisch gesehen werden.
Zu Krieg hat unser Land in den letzten Jahren, vorallem bezüglich mittlerer Osten ein klares Nein geben, ging es doch vor Ort um Öl. Ich persönlich bin selbst auch gegen Krieg und Unterdrückung, aber machen wir es uns nicht ein bißchen zu leicht.
Wenn wir Märkte mit Fleisch überschwemmen oder Milchpulver Tonnenweise in Afrika auf den Markt schmeißen um die Preise zu zerstören und den Markt zu kontrollieren, ist das nicht auch eine andere Form von Krieg.
Warum haben wir den Fuchs-Spürpanzer und warum ist der so einzigartig auf der Welt ? Weil wir die passenden Mienen gleich mitliefern, was bei uns wieder Arbeitsplätze sichert.
Warum kriegen wir Prostitution und Drogen nicht in den Griff. Weil sie zur Quersubventionierung der Waffenlobby beitragen.
Warum ist es uns egal, wenn 1,5 Millionen Menschen im Afrika sich gegenseitig umbringen, der Aktienkurs aber bei einem Flugzeugabsturz in einem Hochhaus um 30% einstürzt. In Afganistan sterben jährlich auch 3000 Menschen an Mienen, das ist auch jedes Jahr ein Hochhaus. Das läßt die Märkte kalt.
Südafrika wollte ein Verzögerungsmittel gegen Aids in Lizenz herstellen. Darauf die Antwort: Dies verstöße gegen die Prinzipien der freien Marktwirtschaft. Wenn aber ein durchgeknallter Wissenschaftler Milzbrand in den Umlauf bringt, dann wird die Firma Bayer vor die Wahl gestellt. Medikamente her oder wir frieren das Patent ein.
Somit ist doch die Frage Ja oder Nein zu Krieg und Unterdrückung falsch gestellt. Geld wird nicht neu erfunden, sondern nur umverteilt. Weil es uns gut geht, geht es anderen schlecht.
Somit müßte die Frage lauten: Würdet ihr pro Monat 400 € weniger verdienen wollen um eine dieser Krisen abzuwenden. Wie hoch ist dann noch der Anteil des Jas, wenn es plötzlich um die eigenen Besitztümer und Wohlstand geht ?
Überlegt gut, bevor ihr antwortet, denn letztendlich leben wir in einem der reichsten Länder der Welt und dennoch, nachdem die Arbeitslosigkeit angestiegen und der Reichtum etwas gesunken ist, ist auch die Aggressivität und die Gewaltbereitschaft gestiegen.
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26-12-2006 23:11 #2
Life’s about film stars and less about mothers
It’s all about fast cars cussing each other
But it doesn’t matter cause I’m packing plastic
and that’s what makes my life so fucking fantastic
Lily Allen - The Fear
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27-12-2006 06:58 #3
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Und vor alle löst Geld alle Probleme, die Du hier thematisierst. Auch klar.
Zitat von linkit
Und die Frage nach 400 Euro im Monat, die man irgendwem monatlich in den Rachen wirft, ist vermutlich in diesem Forum, dessen Mitgliedschaft aus Schülern, Azubis, Studenten und Berufsanfängern speist, irgendwie völlig daneben.
Nebenbei: Nicht mal die großen Hilfsorganisationen sind so gierig. Sie werben mit riesenhaften Plakaten, auf denen Hilfe für 2 Euro täglich (das sind 60 Euro im Monat) versprochen wird. (Das ist in etwa der Betrag, den ein Student hier für tägliche Mensaessen aufbringen muss.)
Deine Frage kannst Du im Club der Besserverdienenden wiederholen, die auch die Tricks kennen, sich das gespendete Geld geschickt vom Staate wieder zu holen.Geändert von lausitzer (27-12-2006 um 07:01 Uhr)
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28-12-2006 03:54 #4Nein.
Zitat von linkit
Weil deutsche Ingenieure halt totz aller Unkenrufe doch noch etwas taugen.
Zitat von linkit
Nein, tun "wir" nicht.
Zitat von linkit
Zitat von linkit
Ist Mbeki nicht der, der hinter GRIDS (aka "AIDS") vor allem westliche Propaganda vermutet und ein entsprechendes afrikanisches Problem negiert?
Zitat von linkit
Aeh... Dein Faktenwissewn ist auch irgendwann Ende der Achtziger oder ggf. noch der Neunziger stehengeblieben, oder?
Zitat von linkit
Deutschland gehört sicher nicht mehr zu den reichsten Ländern der Welt - es sei denn, man wählt die Gruppe groß genug.
§ 11.
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28-12-2006 06:34 #5
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Die Überschrift klingt ja fast so, wie die Aussage meiner antifaschistisch-sozialistisch-geprägten Lehrerin für Kunsterziehung, die doch allen Ernstes beim Thema Architektur äußerte, dass es wohl mal wieder einen anständigen Krieg brauche, um nachher was neues aufzubauen. (Nebenbei kann sie sich derzeit überzeugen, dass die von ihr ungeliebten Wohnbebauungen in der Stadt auch ohne Krieg immer weniger werden, inklusive ihrer eigenen ehemaligen Behausung. Die Ersatzbauten mögen nun zwar die lokale (?) Bauwirtschaft gerade so vor der Pleite retten, sehen aber auch nicht besser aus.)
Wer bitte zieht aus einem handelsüblichen Plattenbau aus, um anschließend in ein sogenanntes Mehrfamilienhaus zu ziehen, die so eng nebenandergestellt sind, dass sich die gegenüberliegenden Mieter über den Balkon die Hand reichen können? Nebenbei ist die Chance für die Entwicklung des dazwischen angebrachten Grüns relativ gering, da es ganztägig im dunklen Schatten verbringt.
(Mittlerweile sehe ich aber arbeitstäglich auch, dass die Bausünden der 60er bis 80er Jahre in Steglitz und Zehlendorf auch nicht viel besser aussehen als der DDR-Bau.
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