Lieber Unicum du hast vollkommen recht, bloß würde das wirklich etwas bringen?
Die Frage ist doch, warum darf man nicht präventiv jeden zehnten verdächtig aussehenden Menschen schon beim Einchecken erschießen?
Natürlich müssten das Personal wenn derjenige sich am Boden krümmt ihm noch ins Gesicht brüllen"Du warst es du Schwein, gebs zu!"
Thema: abwägen von Menschenleben
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04-01-2007 11:54 #1Unick Gast
abwägen von Menschenleben
Dass in unserer Gesellschaft nichteinmal Kidnappern(, zur Auspressung von Gefängnisorten - die Geschichte dürfte bekannt sein,) Folter angedroht werden darf, habe ich zwar noch immer nicht begriffen, aber zunächst einmal hingenommen.
In der Debatte um den Abschuss von entführten Passagierflugzeugen, wird als Hauptgegenargument nun immer angeführt, man dürfe Menschenleben nicht aufrechnen.
Ich frage mich, warum?
Ich bin ziemlich skeptisch, ab wann man sich sicher sein kann, ob nun ein Flugzeug entführt ist, oder nur ein Problem hat.
Aber selbst diese Frage spielte in meinen Augen keine Rolle, wenn man sich sicher wäre, dass es auf ein vollbesetztes Hochhaus oder vollbesetztes Handballstadion (10.000 Plätze ausgebucht zB WM) zufliegt.
Warum darf man dann nicht 100 Personen an Bord 10 Sekunden früher ausknipsen, um den Bärenanteil von tausenden Zuschauern oder Angestellten in einem Hochhaus zu retten?
Ich bin ernsthaft an Erklärung interessiert!
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04-01-2007 12:08 #2
"Doktor" (300-499 Beiträge)
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05-01-2007 10:21 #3
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Müssten unsere Beamten in Grün dann nicht auch jedem Autoraser, der die Geschwindigkeit über ein bestimmtes Maß überschreitet auch gleich diverse Fallen stellen, bevor er Schaden an Natur (Baumunfälle) oder anderen Menschen (Zusammenstoß mit anderen Kraftfahrzeugen) anrichten kann?
Und in diesem Fall ginge es nur um das Leben eines Menschen, das gefährdert würde und der dessen bewusst ist (aber wohl nicht, wie sehr er Natur und andere damit gefährdet.)
In regelmäßigen Abständen lesen wir hier doch (meistens nach Wochenenden) von den Raserunfällen, die unschuldige Familien das Leben kosteten, nur weil sie zeitgleich die gleiche Straße nutzten.
Die Ausrichtung von Gesetzen auf singuläre Ereignisse, die zudem in fremden Staaten stattfanden, halte ich für wenig hilfreich.
Nebenbei sei angemerkt, dass sich die deutsche Justiz an einem der Planer und Täter des 11. Septembers immer noch die Zähne ausbeißt, weil man unbedingt eine möglichst hohe Freiheitsstrafe erreichen will, das aber immer schief geht. Hilft hier dasLuftfahrtsicherheitsgesetz? Nein.
Wie oft ist es seit dem vorgekommen, dass Flugzeuge entführt und gegen gegen größere Menschenmengen gerichtet wurden? (Die Versuche mit Kleinflugzeugen vom Sportplatz, die alle jämmerlich schief gingen, lassen wir mal außen vor.)
Gerade eben haben wir in Indonesien (?) ein abgestürztes Flugzeug zu beklagen, was man noch nicht mal wieder gefunden hat, wo es die verschiedensten Meldungen zu Überlebenden und Toten gab, die dementiert wurden....
Sollen bei jedem Flugzeug, was irgendwo vom Kurs abkommt gleich Maßnahmen ergriffen werden, es unsanft vom Himmel zu holen und dabei die Insassen in jedem Fall tödlich zu verletzen?
Natürlich ist da die grüne Hysterie der Absturzsicherheit von Atomanlagen, aber dann muss man die Dinger eben so bauen, bzw. nachträglich mit soviel Beton umhüllen, dass die Absturzsicherheit gegeben ist (eine Forderung, die seit jeher bestand).
Was man ansonsten noch tun kann, wenn ein Flugzeug auf Brokdorf zusteuert, weiß ich auch im Moment nicht.
(Nebenbei: Wie reagieren andere Staaten bei der Verletzung von Flugverbotszonen? Man muss das Rad ja nicht zweimal erfinden.)
Im übrigen sollten sie notwendigen Zeiten und die zu durchlaufenden Befehlsketten, um sicher über einen solchen Abschuß zu entscheiden ausreichen, um alternativ etwaige Ziele zu evakuieren. Wozu gibt es Rettungsübungen (Man erinnere sich an die Schlagzeilen um die Sicherheit der WM-Stadien).
Alles andere wären ja Kurzschlußhandlungen von staatlichen Behörden und unverantwortlich gegenüber jedem Flugpassagier, der deutsches Hoheitsgebiet überquert. (Mal ganz abgesehen von der vorzusehenden Dichte von militärischen(?) Einsatzkräften, die für eine solche gezielte Aktion nötig wären.)
Im übrigen löst sich ein abgeschossenes Flugzeug ja auch nicht in Luft auf. Wie erkläre ich den Erben und Verwandten der Verstorbenen in der Reihenhaussiedlung am Stadtrand, dass ihre Verwandten Sterben mussten, um die Bankangestellten in dem großen Klotz nebenan zu retten?Geändert von lausitzer (05-01-2007 um 10:30 Uhr)
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05-01-2007 11:08 #4
"Doktor" (300-499 Beiträge)
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Also ich finde das mit den Rasern ist auch kein Problem, die Polizei hat doch schon den ersten Schritt gemacht und sich diese Geschwindigkeitspistolen zugelegt. Die müssen nur scharf gemacht werden und dann haben wir wieder ein Problem weniger....
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05-01-2007 22:09 #5
"Doktorand" (150-299 Beiträge)
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Die Rechtsphilosophie die hier ins Spiel gebracht wird, ist, dass der Staat nicht über Leben und Tod eines einzelnen Bürger richten darf. Und deswegen ist es unerheblich, ob in einem Flugzeug 1, 10 oder 100 Personen sitzen, und ob 4, 40, oder 400 Personen durch einen Absturz bedroht sind. Menschenleben sind nach dieser Philosophie nicht gegenseitig aufrechenbar.
Wenn dieses Gesetzt tatsächlich in Kraft treten würde, würde der Staat in letzter Konsequenz einen Teil der Bevölkerung entmündigen - indem er sich als Richter über Leben und Tod aufspielt.


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