Die Diskrepanz zwischen ca. 500.000 offenen Stellen und ca. 3,9 Mio. "offiziellen" Arbeitslosen (plus einer je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger großen Zahl "inoffiziell" Arbeitsloser) lässt sich mit solchen Gedankenspielen allerdings auch nicht schließen.Zitat von Nihility
Anderer Punkt: wer schon als Kind verblödete bzw. verblödet wurde, wird später kein Intellektueller mehr. Aus dieser Erkenntnis *könnte* man den Schluß ziehen, dass sich der Staat in Form von Betreuungs- bzw. Bildungsangeboten und anderer Fürsorge viel mehr um so gefährdete Kinder kümmern müsste. Man kann aber auch zum Schluß kommen, dass die real existierende Familie und das real existierende Schulsystem auf jeden Fall das Bestmögliche für alle Kinder darstellen.
Stichwort "Deutschlands Probleme": welche meinst Du da genau? Die verstopften Autobahnen? Die geringe zu Kinderzahl? Oder was genau?
P.
Thema: Alle Arbeitslosen in die Uni
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05-01-2007 22:27 #1
Alle Arbeitslosen in die Uni
Das folgendes Gedankenspiel unrealistisch ist und dass sich ein Student was Arbeitsmoral betrifft erstmal an die eigene Nase fassen muss ist mir bekannt, und unqualifiziert Sprüche ich würde wie ein preußischer Aristokratensohn auf das "gemeine Volk" runterblicken könnte ihr euch sowieso gleich sparen - mir geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Lösungswege.
Könnte man Deutschlands Probleme lösen, wenn alle Hauptschüler brav pauken würden und ihre Abschlüsse machen würden, und die Arbeitslosen ihr Geld nicht für Playstation oder Markenklamotten, sondern für Schulbücher und Mathebücher ausgeben würden? - Tagtäglich geht ein unglaubliches wirtschaftliches und kulturelles Potential verloren, weil es den Menschen an Interesse und Willenskraft fehlt. Liegt das Problem Deutschlands nicht vielleicht doch im ideelen Bereich?Die Wirklichkeit ist in der Realität ganz anders...
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Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher als gleich.
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05-01-2007 23:20 #2
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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05-01-2007 23:44 #3
Wie viel Verantwortung hat der Staat zu übernehmen, um die Mündigkeit seiner Bürger zu erreichen? Wie viele Angebote muss er schaffen? Und wie viele Eigenantrieb darf er von den Bürgern verlangen? Und darf er diejenigen fallen lassen, die nicht das Mindestmaß an Eigenantrieb aufbringen wollen?
Alles alte Fragen und die Beantwortung ist mit viel zu viel Lobbyismus verknüpft, um eine sinnvolle Diskussion zu führen.
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05-01-2007 23:54 #4
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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Meine Fragen waren eher rhetorischer Natur und ich wollte hier auch keine Diskussion über diese "ideologischen" Fragen lostreten. Auf Deine Frage habe ich allerdings eine klare Antwort: mehr als 5% Abdeckung bei der Kinderbetreuung im Vorschulalter (Baden-Württtemberg; Sachsen-Anhalt steht mit ca. 30% am anderen Ende des Skala) darf es dann doch gern sein, ebenso wie ein Verzicht auf Einsparung frühkindlicher Förderung wie z.B. Musikschulen. Das kann aus Kostengründen nicht alles privat aufgefangen werden: gerade junge Familien haben oft nicht viel Geld. Im Gegenzug muß natürlich auch ein Eigenantrieb erwartet werden, aber was, wenn der nicht kommt? Was soll das Ziel sein: Befriedigung der gerade vorherrschenden Ideologie ("Der Staat macht alles und alle glücklich und weiss am besten, wie das geht" vs. "Wenn jeder an sich denkt ist an alle hinreichend gedacht") oder Schaffung und Aufrechterhalt einer Gesellschaft ohne zunehmende Spaltung in Elite und Bodensatz (egal ob monetär, intellektuell oder sonstwie)?
Zitat von SummaCumLaude
P.Geändert von Paracelsus (05-01-2007 um 23:58 Uhr)
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06-01-2007 00:00 #5
Oh, keine Sorge, wir stimmen hier mal wieder relativ weit in unseren Meinungen überein. Nur leider sind Kleinstkinderbetreuung, musikalische Frühförderung etc. ja nun doch eher von den aufstrebenden jungen Familien gefordert, die finanziell eher besser gestellt sind. Die haben aber in Deutschland keine besonders starke Lobby, da kommt dann eher noch ein Elitevorwurf.
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