Um es vorne weg zu nehmen; mein Studium liegt fast 8 Jahre zurück; wir sind also keineswegs Komüllitonnen.
Hätten deutsche Handwerksburschen oder türkische Drogendealer in Griechenland auf den Fußboden gekotzt, dann wären sie es, die dort jetzt so schlecht angeschrieben sind.
So, wie die von Dir geschilderten Griechen von einigen Mangelexemplaren auf die gesamte Zunft schließen, so tust Du es umgekehrt indem Du diesen Faden startest und es mit einer besonders provokanten These versuchst. (die noch dazu die hier versammelte Gemeinde unter den Generalverdacht stellt Faulenzer, Säufer, Kiffer und Halunken zu sein)
Zitat:
Zitat von jungerwandersmann
das ist nur ein beispiel von vielen für imho absolut hedonistisches und egozentrisches verhalten unter studis.
Zunächst mal; humble ist Deine opinion keineswegs.
Genauer gesagt, riskierst Du eine ziemlich dicke Lippe.
Das von Dir geschilderte Verhalten hat nichts mit Hedonismus, Egozentrismus und anderen Fremdwörtern zu tun, die meinetwegen in Soziologieforen angebracht und en voge sind. Das ist schlicht und einfach das Verhalten dummer Jungs, die mit dem Tretroller durch die Kinderstube gefahren sind, aber keineswegs das Alleinstellungsmerkmal deutscher Studenten.
Zitat:
ich wüsste gerne eure meinung dazu und wenn ihr das auch so scheisse findet wie ich
Überflüssige Suggestivfrage! Du läßt keine Alternative zu Deiner "Meinung" zu.
Zitat:
wüsste ich gerne, was man eurer meinung nach dagegen machen kann.
Zieh den Balken aus Deinem eigenen Auge, bevor Du an den Dornen in den Augen Anderer herumfummelst.
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09-01-2007 17:16 #1
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unsolidarisches verhalten von studis
hallo kommilitonen,
ich habe über dieses problem schon in einem soziologie-forum geschrieben und dort eine rege diskussion ausgelöst. deswegen möchte ich auch mal mit ein paar studis von anderen fachrichtungen darüber diskutieren.
mir ist in letzter zeit aufgefallen, dass sich ein sehr unsolidarisches verhalten unter studis breitmacht. ich möchte das mit einem beispiel erklären:
situation: ich wollte dieses frühjahr nach griechenland reisen und habe ein bisschen rumtelefoniert.
es haben mir zwei leute ausdrücklich gesagt: "nein, danke! keine deutschen studenten. das letzte mal als wir deutsche studenten hier hatten haben sie nichts getan ausser zu kiffen und chaos zu hinterlassen!".
einer davon war ein mann, der selbst deutscher auswanderer ist. mein cousin hat bei dem mal in den ferien gearbeitet und meinte er wäre sehr locker würde nicht verlangen, dass man zu viel arbeitet und hätte auch immer wein für einen gehabt.
nun haben sich die letzten studenten, die er beherbergt hat aber sehr schlecht benommen... sprich: sie haben sich geweigert mitzuhelfen, chaos gestiftet und auf den fussboden gekotzt und sind gegangen ohne sich abzumelden und ohne die kotze aufzuwischen.
jetzt hat er sich geschworen nie wieder studenten bei sich aufzunehmen.
liebe leute, ich bin bestimmt kein moralapostel... aber: ist doch wohl klar, dass man sich damit unbeliebt macht... und nicht nur sich selbst, sondern alle anderen studis gleich mit.
das ist nur ein beispiel von vielen für imho absolut hedonistisches und egozentrisches verhalten unter studis.
ein onkel von mir reiste in den 70er jahren als junger student durch griechenland. damals waren studenten dort allgemein geschätzt. damals war es unter studenten auch klar, dass man sich so benimmt, dass der nächst student auch noch willkommen ist.
ich wüsste gerne eure meinung dazu und wenn ihr das auch so scheisse findet wie ich wüsste ich gerne, was man eurer meinung nach dagegen machen kann.
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10-01-2007 07:25 #2
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Geändert von Astir01 (10-01-2007 um 08:01 Uhr)
Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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10-01-2007 11:31 #3
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hallo astir,
So, wie die von Dir geschilderten Griechen von einigen Mangelexemplaren auf die gesamte Zunft schließen, so tust Du es umgekehrt indem Du diesen Faden startest und es mit einer besonders provokanten These versuchst. (die noch dazu die hier versammelte Gemeinde unter den Generalverdacht stellt Faulenzer, Säufer, Kiffer und Halunken zu sein)
es ist nicht meine absicht irgendwen unter generalverdacht zu stellen. ich selbst bin student. ich studiere soziologie. ich benehme mich nicht so. ich weiss, dass es viele andere studenten gibt, die sich nicht so benehmen, sondern die vielmehr von solch einem verhalten angekotzt sind.
ich habe hier niemanden unter den verdacht gestellt ein faulenzer, ein kiffer oder ein halunke zu sein. wenn du sich jemand dadurch angesprochen fühlt, dann muss er wohl einer sein. die meisten studis sind keine.
Hätten deutsche Handwerksburschen oder türkische Drogendealer in Griechenland auf den Fußboden gekotzt, dann wären sie es, die dort jetzt so schlecht angeschrieben sind.
das mag wahr sein... aber das wäre für mich persönlich weniger interessant... weil ich nämlich kein deutscher handwerksbrusche oder türkischer dealer bin.
es geht mir um folgendes: ich gehöre als deutscher student einer gruppe an, die noch vor einigen jahren relativ beliebt in vielen ländern war. jetzt kommen einige leute und verspielen das vertrauen, das man uns entgegenbringt.
es ist nunmal so, dass man als student mehr vertrauen entgegengebracht kriegt, als als person ohne hauptschulabschluss.
einige personen nutzen dieses vertrauen aus. um mal bei dem beispiel zu bleiben. hätten die besagten leute sich bei dem mann nicht als studenten sondern als drogendealer (um mal dein beispiel zu benutzen) vorgestellt... meinst du er hätte sie noch bei sich aufgenommen?
er hat sie bei sich aufgenommen, WEIL sie studenten sind. weil sie sozusagen als studenten einen vertrauensvorschuss bei ihm hatten. da sie dies aber auf egoistische weise ausnutzten, wird er bestimmt nicht wieder so schnell studenten bei sich aufnehmen.
die leidtragenden davon sind wir studis und studierten - auch du!
was ich noch schlimm daran finde, dass es studis waren: du studis haben eine andere tradition als die drogendealer. es ist eigentlich nicht studentische tradition sich um alles einen dreck zu scheren. meine mutter hat studiert. das war in den 70ern und damals haben sich die studenten sehr viele gedanken über ihr verhalten und ihre werte gemacht. natürlich machen das viele heute noch.
die studierten spielen ja für die gesellschaft eine wichtige rolle (im gegensatz zu dem drogendealern). das sind die leute, die später mal in führungspositionen sitzen werden.
da finde ich es nicht gut, wenn die personen dort sich an ein egoitisches verhalten gewöhnt haben. wer auf den boden kotzt und geht ohne es weg zu machen, von dem könnte man auch erwarten, dass er eine firma gegen die wand fährt und sich mit den gewinnen aus dem staub macht.
Überflüssige Suggestivfrage! Du läßt keine Alternative zu Deiner "Meinung" zu.
nein, das ist keine überflüssige suggestivfrage. ich lasse andere meinungen zu. zum beispiel sagte mir in dem anderem forum jemand, er sei der meinung, dass "gutes benehmen" viel schädlicher sei als schlechtes benehmen. gutes benehmen könne auch heissen (ich zitiere mal, was der kommilitonen geschrieben hat): "sich in einer hierachischen Beziehung nicht gegen den Drüberstehenden aufzulehnen, in einer patriachalen nicht gegenüber dem Mann, in einer homophoben nicht gegenüber dem heterosexuellen Paradigma usw.[...] Ein konservativer Ruck im Zeitgeist der Jungen."
es ist zwar nicht meine meinung, aber ich finde diese meinung trotzdem intelligent diskutierenswert und habe mich auch mit dem komilitonen darüber unterhalten.
Das von Dir geschilderte Verhalten hat nichts mit Hedonismus, Egozentrismus und anderen Fremdwörtern zu tun, die meinetwegen in Soziologieforen angebracht und en voge sind.
meiner meinung nach hat das von mir geschilderte verhalten doch mit egozentrimus und hedonismus zu tun. wenn man sich sagt "wozu sollte ich mir die mühe machen und meinen wdreck wegräumen wo es doch auch ein anderer machen kann?"... was ist das anderes als egoitisch und hedonistisch?
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10-01-2007 12:08 #4
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Mich brächte ein Verhalten, wie es von Dir geschildert wurde, auch auf. Was mich jedoch in einem solchen Zusammenhang wesentlich nachdenklicher macht als der geschilderte Mangel an Kinderstube ist, dass das Verhalten einzelner unreflektiert für ein Urteil über die ganze Gruppe ausgedehnt wird, ohne dass ein innerer Zusammenhang oder ein konkreter Grund dafür besteht.
Zitat von jungerwandersmann
Aber Du wirst (hoffentlich) nicht ewig Student bleiben.es geht mir um folgendes: ich gehöre als deutscher student einer gruppe an, die noch vor einigen jahren relativ beliebt in vielen ländern war. jetzt kommen einige leute und verspielen das vertrauen, das man uns entgegenbringt.
Was die Beliebtheit deutscher Studenten im Ausland angeht, so erlaube ich mir kein Urteil. Tatsache ist jedoch, dass andernorts wie hier bestimmten Personengruppen Vorurteile entgegen gebracht werden; seien es nun positive oder negative. Mir ging es in meinen Beitrag nur darum, bei Deinem festzustellen, dass auch er letztendlich von Vorurteilen handelt.
Und was ist der Grund dafür?es ist nunmal so, dass man als student mehr vertrauen entgegengebracht kriegt, als als person ohne hauptschulabschluss.
Rechtfertigen Personen ohne Hauptschulabschluss Deiner Ansicht nach denn kein Vertrauen, und wenn nicht, warum?
Da ist ein enttäuscher und zorniger Mann, dessen Enttäuschung und Zorn gerechtfertigt und verständlich sind. Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Was kann man jetzt noch tun?er hat sie bei sich aufgenommen, WEIL sie studenten sind. weil sie sozusagen als studenten einen vertrauensvorschuss bei ihm hatten. da sie dies aber auf egoistische weise ausnutzten, wird er bestimmt nicht wieder so schnell studenten bei sich aufnehmen.
Nichts
Wie schon gesagt, bin ich erstens kein Student mehr, zweitens gibt es an meinen Manieren und meiner Kinderstube keinen Anlass zur Kritik, und drittens wäre ich in der Lage, ein Hotelzimmer zu bezahlen, also nicht auf Wohlwollen und Obdach bei einer Privatperson angewiesen.die leidtragenden davon sind wir studis und studierten - auch du!
Es wäre also Deines Erachtens objektiv weniger schlimm gewesen, wenn es sich bei den Kotzbrocken z.B. um deutsche Handwerksburschen gehandelt hätte?was ich noch schlimm daran finde, dass es studis waren:
Ich kenne mich nicht besonders gut mit studentischen Traditionen aus, musste jedoch am Neujahrstag mit Entsetzen den Anblick einen riesigen Müllhaufens (vorwiegend leergesoffene Flaschen) in einem kleinen Gewässer zur Kenntnis nehmen, das hinter dem Haus einer Studentenverbindung entlang fließt.es ist eigentlich nicht studentische tradition sich um alles einen dreck zu scheren.
Wenn das von Dir geschilderte Verhalten besagter Studenten in Griechenland charakteristisch für derern Erziehung und Persönlichkeit sind, dann bezweifle ich stark, dass diese Leute jemals auch nur die zweite Stufe einer Karriereleiter erklimmen. (außer vielleicht im Rotlichtmillieu)die studierten spielen ja für die gesellschaft eine wichtige rolle (im gegensatz zu dem drogendealern). das sind die leute, die später mal in führungspositionen sitzen werden.
Solche Thesen mögen unter Soziologen folgenlos diskutiert werden können. Wenn ich es jedoch meinen Kollegen, Kunden und Vorgesetzten gegenüber an gutem Benehmen fehlen ließe, würde ich vermutlich schneller als mir lieb sein kann neben jenen besagten Komilitonen im Wartezimmer eines Arbeitsamtes sitzen.zum beispiel sagte mir in dem anderem forum jemand, er sei der meinung, dass "gutes benehmen" viel schädlicher sei als schlechtes benehmen. gutes benehmen könne auch heissen (ich zitiere mal, was der kommilitonen geschrieben hat): "sich in einer hierachischen Beziehung nicht gegen den Drüberstehenden aufzulehnen, in einer patriachalen nicht gegenüber dem Mann, in einer homophoben nicht gegenüber dem heterosexuellen Paradigma usw.[...] Ein konservativer Ruck im Zeitgeist der Jungen."
Um ja keinen Zweifel aufkommen zu lassen: ich halte diese Meinung für komplett bescheuert, und würde mich nur in Momenten mit seltsamen Anwandlungen fragen, wie man zu einer solchen Meinung überhaupt kommen kann. Diskutieren würde ich solch eine Meinung ebenso wenig wie mit einem Kreationisten; es wäre sinn- und zwecklos.aber ich finde diese meinung trotzdem intelligent diskutierenswert und habe mich auch mit dem komilitonen darüber unterhalten.
Ich halte ein solches Verhalten, wie schon gesagt, für einen Erziehungsmangel, nicht für einen Mangel an Solidarität."wozu sollte ich mir die mühe machen und meinen wdreck wegräumen wo es doch auch ein anderer machen kann?"... was ist das anderes als egoitisch und hedonistisch?Geändert von Astir01 (10-01-2007 um 13:28 Uhr)
Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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10-01-2007 19:12 #5
"Professor" (750-1499 Beiträge)
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Ich hatte selbst das Vergnügen einmal in Griechenland mit Studenten verschiedener Nationalitäten zusammenzulernen und teilweise zu wohnen. Einerseits gab es schon bei der Zuteilung der Zimmer im Studentenwohnheim eine Selektion: Deutsche kamen in das vergammeltste Wohnheim und alle beieinander, während andere Nationalitäten sonst grad freistehende Zimmer bekamen. Was sich genau in den von Deutschen belegten Zimmern abspielte, hörte ich nur vom Hörensagen, da ich anderswo untergebracht war.
Es handelte sich um einen Kurs zum Erlernen der Neugriechischen Sprache.
Schon zu Beginn glänzten gerade die Deutschen durch Abwesenheit, da es den meisten nicht möglich war, morgens früh aufzustehen.
Tatsächlich schien es so, dass die Deutschen abens zusammen ausgegangen sind, sich in den diversen Bars die Birne zudröhnten. Laut Zeugenaussagen gingen sie dann morgens gegen 6 schreiend und randalierend durch die Stadt Richtung Wohnheim. Selbst konnten sie sich kaum an was erinnern, meistens erwachten sie verkatert am frühen Nachmittag in irgendeinem Zimmer, meistens so 5 Personen, Geschlechter bunt gemischt, in einem Einzelzimmer und niemand wusste mehr, was gelaufen ist. Immer mit dem festen Vorsatz, abens früher zu Bett zu gehen, um den n ächsten Kurstag nicht zu verpassen. Dann spielte sich aber wieder dasselbe Spielchen ab. Ein Grüppchen wurde mal nachts von der Polizei aufgegriffen und in so ne Art Ausnüchterungszelle gebracht, von wo sie nur schnell wegkonnte, weil die Freundin des einen Tochter des Deutschen Konsuls war, der sich für diese Leutchen eingesetzt hat.
Ich bin kein Mensch, der irgendwelche Vorurteile hat. Aber tatsächlich bestanden bei den Deutschen die vier Kurswochen aus übermässigem Alkoholgenuss und wilden Orgien, während die Palästinenser, Schweizer, Iraker, Franzosen, Tschechen, Brasilianer, Portugiesen etc. alle anständig benommen haben.... Deshalb verstehe ich ein wenig die Griechen, wenn sie meinen, sie wollen keine Deutschen Studenten aufnehmen.
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