Der so genannte demographische Wandel ist doch kein Geheimnis.
Schon als Nobbi the Blüm Mitte der 90´er Jahre von sicheren Renten schwadronierte, meinte er nur seine eigene, und in Bezug auf meine Generation (ich werde am 04.03.2037 nach heutiger Rechtslage zum Rentner) hat er wider besseres Wissen die Unwahrheit gesagt. (wofür man ihn noch heute mit dem Hals an einem dünnen aber festen Strick aufhängen und aus größerer Höhe fallen lassen sollte)
Im Gegensatz zur Generation Praktikum habe ich aber seit ein paar Jahren eine feste, einigermaßen anständig bezahlte Anstellung, und war in der Lage, schon jetzt dafür zu sorgen, dass ich mich als finanziell unabhängig bezeichnen kann.
Ich werde nur in geringem Maßen, wenn überhaupt, auf die BfA- Rente angewiesen sein, und ich muss auch nicht unbedingt über 75 Jahre alt werden, um mein Leben als erfüllt betrachten zu können. Auch eine eigene Familie spielt in meiner Lebensplanung keine Rolle.
Wenn alles glatt geht, werde ich von den Verhältnissen im vergreisten Europa lesen, wenn ich den Sportteil des dagblad Amigoe durch habe.
Für diejenigen aber, die sich nach ihrem Studium bis Mitte 30 mit mies bezahlten Gelegenheitsjobs, Praktika und Taxi- Fahren durchschlagen müssen, durch Haus und Familie an den sinkenden Kahn, der sich Deutschland nennt, gekettet sind wie die Rudersklaven an die Bänke eines antiken Kriegsschiffes, die können nur rudern und auf die Fähigkeiten der Schiffsführung und der Werftarbeiter vertrauen.
Wie weit das Vertrauen aber geht, sieht man daran, dass im Jahr 2005 über 170.000 zumeist jüngere und gut ausgebildete Deutsche dem Land für immer den Rücken gekehrt haben; der größten Zahl seit Ende der 40´er Jahre!
Was wird also übrig bleiben?
Nur Frührentner, alte, ältere und ganz alte Säcke?
Nein!
Deutschland ist schon seit 40 Jahren auch ein Einwanderungsland.
Von überall her kamen und kommen junge Menschen nach Deutschland. Sie kommen aus Gegenden, in denen Perspektivlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Bürgerkrieg, Not, Elend, Hunder, Vertreibung und Chaos herrschen.
Diese Menschen kommen hier her, weil sie verzweifelt sind, und glauben, dass sie etwas besseres als den Tod überall finden. Sie kommen legal oder illegal, verdingen sich mit der harten- oder Drecksarbeit, für die sich die deutschen Sozialhilfeempfänger und Langzeitarbeitslosen zu schade oder zu faul sind, auf dem Markt für Schwarzarbeit oder sonstwie,und vermehren sich, wie sie es in der alten Heimat gewohnt sind.
Es wird also in Deutschland auch im Jahre 2035 noch junge Menschen geben, und wenn sie auch nicht die Mehrheit stellen, so werden sie doch irgendwie durchkommen. Nicht so leicht wie in den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts, die mit Fug und Recht als das goldene Zeitalter der Sozialen Marktwirtschaft in die Geschichtsbücher eingehen werden, aber es wird irgendwie weiter gehen.
Während sich die Manager an den Verhältnissen und ihren Kollegen in den USA orientieren, was ihre Bezahlung angeht, so werden sich die Otto- Normalbürger (und Rentner) an eben diesen Verhältnissen in China, Indien oder Russland orientieren müssen.
Aber dort entführen die Alten keine Leute, werfen keine Bomben oder protestieren mit spektakulären, filmreifen Aktionen. In Deutschland werden sie auch nicht.
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Ergebnis 1 bis 3 von 3
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16-01-2007 15:01 #1
Aufstand der Alten....eine Zukunftsvorschau
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...459913,00.html
was meint ihr dazu? Realistisch für die Erben und Praktikumsgeneration?
grüße
chowdyhttp://captainstory.blogg.de > Neu: captain domination
My philosophy is to experience paradise during this lifetime and not "maybe" after. I am taking full advantage of my timeslot in this world and I encourage you to do the same. Crucial parts of my philosophy are extreme experiences and emotions.
Thank god, I'm not ugly!
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17-01-2007 06:38 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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- 25.07.2003
- Beiträge
- 5.278
keine Geheimnisse
Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
-
17-01-2007 10:16 #3
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
- Registriert seit
- 09.01.2007
- Beiträge
- 12
ich muss ganz ehrlich sagen. ich mache mir nicht allzu viele gedanken darüber, was ist, wenn ich 70 sein werde. wer weiss ob ich dann überhaupt noch am leben bin. vor kurzem ist einer unserer nachbarn mit 38 an einem herzinfarkt verstorben (der hatte übrigens eine private rentenversicherung abgeschlossen. ironie des schicksals). vielleicht blüht mir ja das gleiche schicksal.
Zitat von chowdy
ich mache mir auch ansonsten eher weniger sorgen darum, was mit der rente ist. ich denke die produktivität der deutschen industrie hat sich in den letzten jahrzehnten sehr gesteigert und wird sich wahrscheinlich weiter steigern. es wird um den gleichen wohlstand zu produzieren nicht mehr so viele leute wie heute brauchen.
ich mache mir eigentlich eher gedanken um die deutsche kultur. ich weiss ja, dass viele leute denken sie wöre nicht schützenswert... aber ich fände es schlimm, wenn die deutsche kultur untergehen würde.
wollt ihr eigentlich kinder? früher wollte ich so fünf bis sechs kinder... inzwischen denke ich zwei bis drei wären okay, notfalls auch nur eines... fünf bis sechs ist immernoch so ein wunschtraum, aber so langsam merke ich das das leben kein wunschkonzert ist. das fängt schon damit an, dass keine der frauen, mit denen ich bis jetzt zusammen war vor dem 35 lebensjahr kinder wollte.
eines möchte ich aber mindestens. ich bin zur zeit single und ich achte bei meiner partnerinnensuche (blödes wort) darauf, dass sie mindestens ein kind will.
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