Die Arbeitsgesellschaft kann man zunächst mal verschieden definieren. In verschiedene Phasen (Frühkapitalismus, Taylorismus, Fordismus, Postfordismus), in die Arbeitsfunktionen (handwerkliche, manuelle Massenproduktion, automatisierend, Wissensgesellschaft), in die Unterscheidung zwischen Massenarbeiter und Facharbeiter und inwiefern man nur von den Industriearbeitern spricht. Neben den Industriearbeitern gibt es noch landwirtschaftlich tätige Arbeiter, Tagelöhner, Beamte und Büroangestellte, die auch alle unter dem mittlerweile veralteten Begriff Proletarier geführt werden.
Die Arbeitsgesellschaft ist also durch die Art ihrer Tätigkeit, ihre Bildung, ihren materiellen Wohlstand und auch ihre Interessenvertretung (Gewerkschaften, AWO) und politische Gegenbewegungen gekennzeichnet. Das Freizeitverhalten und die Selbstidentität (im Ggs. zur Fremdzuschreibung wie alle faul und unpünktlich) der Arbeiter kann man auch erheben, insb. wie sich Arbeiter zu anderen Bereichen (z.B. Religion, Politik) eingebunden sehen.
Schließlich kann man die Arbeitsgesellschaft auch regional differenzieren, z.B. in Deutschland zwischen Feinarbeiter (z.B. Nürnberg, Baden-Württemberg, Solingen) und Montanarbeiter (Ruhrgebiet), die anderen materiellen und organisationellen Strukturen und Identitäten unterliegen.
Der Wohlfahrtsstaat, in Deutschland und Österreich eingeführt in den jeweiligen Monarchien gegen Ende des 19. Jahrhunderts, kann z.B. die materielle Ebene beeinflussen (z.B. Kindergeld), aber auch einfach nur das Leben absichern (Versicherungswesen, Fortzahlung im Krankheitsfall).
Viel wichtiger für Industrie und Arbeiter sind die staatlichen Förderungen in Bildung, Wissenschaft und Forschung (v.a. Basistechnologien und Grundlagenforschung) und die Subventionen und Steuererleichterungen für die Unternehmen, womit der Standort langfristig gesichert wird.
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21-01-2007 01:40 #1
Sozialstaat und Arbeitsgesellschaft
Inwieweit hat der Sozialstaat die Veränderung der Abreitsgesellschaft gefördert?
Ich bin gerade etwas Ideenlos. hat jemand einen Ansatzpunkt für mich? Das wäre super nett.
MfGWochen, die wie Stunden verfliegen,
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c2007
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21-01-2007 11:15 #2
"Habilitand" (500-749 Beiträge)
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21-01-2007 11:38 #3
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Ich finde es ja wieder mal ein bißchen seltsam, sein Uni- oder Schulhausaufsatzthema hier rechtschreibfehlerbehaftet mit einer einzelnen Frage einzustellen, um dann schließlich von anderen ellenlange Referate zu erwarten, die man dann mit Kopieren&Einfügen übernimmt.
Zitat von Christopherus I.
Wolltest Du eine ehrliche Diskussion führen, würdest Du ja vielleicht auch ein paar Deiner Ansätze mal präsentieren.
Vielleicht wäre auch ein bißchen Drumherum ganz nützlich, worauf die hinaus willst?
Magst Du eher die Veränderungen des Sozialstaates von Kohl bis Merkel diskutieren oder doch eher den Sozialstaat bei Bismarck?
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21-01-2007 15:45 #4
Re:
Herr Professor,
ich habe ja nicht um eine mehrseitige Ausführung gebeten, sondern nur um einen Ansatz (!), die Fragestellung anzugehen, eben weil ich sie auch so vage ausformuliert finde. Danke, Pour, für die Antwort. Ich denke, darauf aufbauend komme ich mit der Frage zurecht.
Also, frohlich bleiben und den Tag genießen (trotz Rechtschreibfehlern in Foren)
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c2007
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22-01-2007 08:35 #5
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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- 5.278
In jeder Geselschaft hat es (kleine) Gruppen gegeben, die nicht gearbeitet haben, die also von der Gesellschaft alimentiert wurden. (Priester, Adel)
Heute besteht unsere Gesellschaft fast zur Hälfte aus netto- Leistungsempfängern, also aus Menschen, die von öffntlichen Transferleistungen leben. (Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger, Schüler, Studenten, Rentner, Beamte ... )
Dass es sich eine so gewaltige Zahl von Menschen, über 40 Millionen, leisten kann, keinen produktiven Beitrag zum Volkseinkommen zu leisten, und doch (im Vergleich zu den Verhältnissen von vor 100 Jahren oder denen in der 3. Welt) in Saus und Braus zu leben, das ist das Verdienst, oder soll man sagen die Folge des Sozialstaates.
Der Sozialstaat hat das Volk, die Gesellschaft, in zwei etwa gleich große Hälften geteilt: Leistungserbringer und Leistungsempfänger.Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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