Wie ich schon in Deinem anderen Faden geschrieben habe, ist die Antwort auf diese Frage individuell und situationsabhängig.
Wenn ich als Experte gefragt werde, welches denn die wirksamste Methode der Selbstverteidigung sei, sage ich den betreffenden Damen (ich wurde bisher nur von Damen gefragt) sie sollen ein Küchenmsser (so ein kleines billiges mit gerader, dünner Klinge und Plastikgriff für 3,99€) einstecken. So ein Ding hat jeder schon mal in der Hand gehabt, (Bedienung einfach und vertraut) es verletzt zuverlässig aber nicht tödlich und man kann es fast überall hin unauffällig mitnehmen. (es wird mit so einer kleinen Plastikscheide verkauft; damit kann man es sich unauffällig an die Innenseite des linken Unterarms kleben)
Das einzige Problem ist, dann man in der entsprechenden Situation auch bereit sein muss, es ohne Vorwarnung (taktisches Überraschungsmoment) und konsequent gegen den Angreifer einzusetzen. Entschlossenheit; das ist der entscheidende Punkt bei der Notwehr, und nicht, ob man jahrelang JuDo, KaraTe oder Mikado trainiert hat.
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21-08-2007 19:40 #1Seelenblume Gast
Nützliche oder/und Nichtnichtzlüche Verteidigungsstrategien bei Gewaltanwendung
Hier mal das erste Split- Thema des Threads: "Sexulle Gewalt........":
Wir waren im Thread bei der Frage, welche Methoden man anwenden kann und sollte, wenn einem Gewalt entgegen gebracht wird.
In welchen Situationen es sinnvoll ist, sich gegen Gewalt zu richten und in welchen es sinnvoller ist, sich zurückzuziehen....
Vielleicht können wir an díeser Stelle weiter darüber reden.
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26-08-2007 12:07 #2
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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26-08-2007 14:28 #3Seelenblume Gast
Astir, du sagst "Wenn ich als Experte gefragt werde"..... nur mal als Verständigungsfrage:Bist du in deinen Augen ein Experte was solche Fragen angeht, oder ist dieses "ich" im Satz eher universeller Natur?
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27-08-2007 09:19 #4
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Also, nach dem Messerstecher vom Berliner Hbf würde ich davon abraten, hier jetzt dazu aufzurufen, jederzeit ein Messer bei sich zu tragen und zur Benutzung gegen andere Personen bereitzuhalten. Insbesondere muss es kein Küchenmesser sein, was sonst zum Zerschneiden von Schweine- oder Rindfleisch oder zum Apfelschälen genutzt wird.
Auch sollte man im Blick behalten, dass sich mitgeführte Waffen auch gegen einen wenden könnten.
Ob und inwieweit durch Messer tödliche Verletzungen (akut oder Langzeitwirkung) ausgelöst werden können, ist immer noch eine Frage, wen und wohin man trifft.
Trotzdem dürfte sich die Gefahr des unsachgemäßen Gebrauches angesichts der Situation vergrößern.
Ob der Einsatz von Messern zur Abwehr von Angriffen IMMER als Notwehr gilt, mag ich bezweifeln. Das mag vorkommen, wenn die Frau in der Küche bedroht wird und das der einzige Gegenstand ist, den sie gerade in die Finger bekommt, um sich jemandem vom Leib zu halten, aber nicht, wenn das Messer offensichtlich nur zu dem Zweck mitgeführt wird, um an anderem Ort anderen Stich- und Schnittverletzungen zuzufügen.
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27-08-2007 16:43 #5
"Dekan" (1500-2999 Beiträge)
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Halte ich für gefährlich. So ein Messerche sieht nicht besonders beeindruckend aus, und sollte es tatsächlich angewendet werden, so kann ein verletzter Angreifer vollkommen außer Kontrolle geraten und lebensbedrohlich werden, wo es vorher möglicherweise "nur" darum ging, ob man "ein paar aufs Maul" kriegt.
Mein Patentrezept ist frühzeitige Ignoranz. Sich auf gar keinen Fall provozieren lassen, die jeweiligen Agressoren wie Luft behandeln und einfach ins Nichts laufen lassen. Damit sichert man sich auch Rückhalt bei anderen, da so klar ist, dass man selber nicht verantwortlich für eventuelle Angriffe ist.
Sollte es dann doch zu physischen Übergriffen kommen, so empfehle ich in erster Linie Abstand zwischen sich und den Angreifer zu bringen (Wegschubsen, zur Seite gehen, gegebenenfalls auch gleich ganz entfernen
) und ein paar laute, deutlichen Worte verwenden. Was genau, ist dann situationsabhängig. Bei mir hat meistens so was wie "Es reicht! Lass den Mist" gereicht. Auch das weitere ergibt sich dann aus der Reaktion des/der Agressoren.


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