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  1. #1
    Avatar von kafkaesk
    kafkaesk ist offline "Absolvent" (80-149 Beiträge)
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    109

    "Islam entspricht Nationalsozialismus" --> Islamhetze oder was?

    Liebe Leute,

    in einem anderen Forum habe ich auf die Frage, wie ich denn überhaupt argumentieren darf, wenn ich nicht gegen den Islam argumentieren will, von dem Administrator des Forums folgende Antwort bekommen. Erzählt mir doch mal, was ihr davon haltet:

    Zitat Zitat von redlabour
    Christopher, es gibt 3 Arten von verfassungsfeindlichen Ideologien deren "Verteidigung" bei uns explizit abgelehnt wird da wir fest zum Grundgesetz stehen.

    Dazu gehört sowohl der Nationalsozialismus, der Kommunismus als auch der Islam (der im übrigen keine Religion ist sondern eine politische Ideologie - Islamismus ist lediglich die Bezeichnung für die Auslebung dieser Ideologie!).

    Der Islam hat keinen Anspruch auf Religionsfreiheit per Definition im Grundgesetz weil er die Abschaffung selbiger in seiner Natur fordert.

    Eine islamische Erziehung ist schlichtweg Kindesmißhandlung - in solche Köpfe denke ich mich nicht rein.

    Beste Grüße

    André
    Link zum Forum
    Geändert von kafkaesk (16-09-2007 um 23:16 Uhr)
    Wo bleibt die Revolution?

  2. #2
    Astir01 ist offline "Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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    Der Standpunkt von "redlabour" ist zumindest vertretbar, wenn dies durch anschauliche Beispiele, Argumente, Zahlen und Fakten geschieht. Einfach nur etwas zu behaupten wird zumindest hier für schlechten Stiel gehalten.

    Hier kannst Du aber auch für den Islam argumentieren, wenn Du es so tust, wie o.g.
    Versuch´s einfach mal und dann sehen wir weiter.

    Ich persönlich halte jedoch Argumente für oder gegen eine Religion per se für absurd.
    Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
    (Silvia Arroyo Camejo)

  3. #3
    Avatar von kafkaesk
    kafkaesk ist offline "Absolvent" (80-149 Beiträge)
    Registriert seit
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    Lieber Astir,

    mir ging es weniger um's Argumentieren für oder gegen etwas ... da darf und soll jeder seine Meinung haben. Mir ging es darum, dass der Islam mit dem Nationalsozialismus und dem Kommunismus auf eine Stufe gestellt wurde, als verfassungsfeindliche Ideologie beschimpft wurde, dem Islam der Status einer Religion abgesprochen wurde, wodurch er keinen Anspruch auf die Rechte einer Religion habe, wie zum Beispiel Religionsfreiheit und dass zahlreichen Muslimen Kindesmisshandlung unterstellt wurde. In meinen Augen sind das eindeutig volksverhetzende Züge, die da von dem Betreiber des Forums zum Vorschein kommen. Allein danach wollte ich fragen, da ich mir nicht sicher bin, ob derartige Äußerungen mit dem deutschen Gesetz in Einklang zu bringen sind und ob das nicht eine nicht vertretbare Diskriminierung muslimischer Menschen darstellt.
    Das, was dieser Mensch dort schreibt, ist leider Gottes in jenem Forum, das sich "christlich" nennt, Programm.
    Mich würde es interessieren, ob ich mit meinem Eindruck alleine dastehe und ob mit mir in der Hinsicht etwas nicht stimmt oder ob meine Empörung über solche Äußerungen berechtigt ist.
    Des Weiteren würde es mich interessieren, wie das gesamtgesellschaftliche Bild des Islams in Deutschland ist, ob sich eine so starke unterschwellige Abneigung bereits breitgemacht hat, wie ich sie in dem Forum offen ertragen musste oder ob das nur nach Aufmerksamkeit heischende Menschen sind, die sonst nichts mit ihrer Meinung anzufangen wissen.

    MfG
    Wo bleibt die Revolution?

  4. #4
    Pour ist offline "Habilitand" (500-749 Beiträge)
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    16.03.2003
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    589
    Zitat Zitat von kafkaesk Beitrag anzeigen
    Allein danach wollte ich fragen, da ich mir nicht sicher bin, ob derartige Äußerungen mit dem deutschen Gesetz in Einklang zu bringen sind und ob das nicht eine nicht vertretbare Diskriminierung muslimischer Menschen darstellt.
    Sicher ist es mit dem deutschen Gesetz in Einklang zu bringen. Im besonderen mit dem Strafgesetzbuch. Du hast schon recht, Volksverhetzung.

    Mich würde es interessieren, ob ich mit meinem Eindruck alleine dastehe und ob mit mir in der Hinsicht etwas nicht stimmt oder ob meine Empörung über solche Äußerungen berechtigt ist.
    Es gibt in diesem Forum sicherlich noch zwei oder drei Idioten, die genauso denken wie du.

    Des Weiteren würde es mich interessieren, wie das gesamtgesellschaftliche Bild des Islams in Deutschland ist, ob sich eine so starke unterschwellige Abneigung bereits breitgemacht hat, wie ich sie in dem Forum offen ertragen musste oder ob das nur nach Aufmerksamkeit heischende Menschen sind, die sonst nichts mit ihrer Meinung anzufangen wissen.
    Diese starke Abneigung ist vorhanden und sie ist nicht unterschwellig. Sie wird sogar von zwei Volksparteien ganz offen propagiert, quasi als ontologisches Verschulden von Moslems. Die Schuld der Moslems ist, dass sie muslimisch sind. Deswegen lehnt man sie ab. Nicht wegen wirtschaftlicher oder menschenrechtlicher Belange, sondern weil sie Moslems sind und wir ein ach so christliches Europa. Deswegen gibt es auch keinen Gottesbezug in der EU-Charta.

    Man muss sich aber doch immer eine Frage stellen:
    Haben die Islamophobiker die Absicht bestimmte soziale und politische Phänomene zu analysieren, die allerdings wegen der Unkenntnis in falsche Schlüsse, Oberflächlichkeit und Volksverhetzung driften? Oder sind es einfach nur rechtsextreme Ansichten, denen der Boden durch die Politik besagter Volksparteien geebnet wird und die sich daher nicht mehr im Verborgenen abspielen?

    Übrigens hast du ein sehr schönes Beispiel dafür geliefert, warum ich bestimmt nicht in "politische Foren" diskutieren werde.

  5. #5
    Avatar von pax
    pax
    pax ist offline Moderator
    Registriert seit
    21.09.2004
    Beiträge
    2.666
    Ich denke er ist da zu weit gegangen zwischen Islamismus und Islam nicht mehr zu unterscheiden.
    Der Islam ist mindestens so vielfältig wie das Christentum. Es ist schwierig dort zu verallgemeinern.

    Der Islam hat aber ein grundsätzliches Problem: die fehlende Organisiertheit, also die Schwierigkeit zumindest einigermaßen große Gruppierungen zu haben, die einen gemeinsamen Standpunkt über eine gemeinsame Organisation bzw. einen gemeinsamen Sprecher artikulieren können.
    Es ist ziemlich klar für wen der Papst spricht oder auch, wenn auch unbekannter, wer für die lutherisch-evangelische Gemeinde sprechen darf.

    Daraus resultiert dann auch das Imageproblem des Islam. Man kann nicht so genau sagen wie die Mehrheit der Moslems den Islam auslegen, insbesondere bezüglich den uns so teuren Menschen- und Grundrechten.
    Wenige laute können da für viele leise sprechen und insgesamt entsteht der Eindruck, dass der Islam und der Islamismus praktisch gleiche Positionen nur mit unterschiedlichen Mitteln vertreten.

    Innerhalb der islamischen Welt ist sich vermutlich selbst niemand mehr so genau sicher was einen guten Moslem ausmacht. Es gibt die Ideale des Westens die laut und ungehobelt auf die Moslems einhämmern und sich mit viel Wohlstand und Freiheit einschmeicheln. Aber es gibt eben auch die andere Seite, die gerade dem im Namen aller Moslems den Krieg erklärt hat.
    Der Islamismus und insbesondere der Terrorkrieg gegen den Westen sind einfach nur der äußere Ausdruck der inneren Spannungen und Spaltungen, die die Moderne der islamischen Welt aufprägt.
    Der Westen selbst hat nicht unbedingt die Hauptschuld an diesen Dilemma.
    Der Westen ist sogar nicht einmal das Hauptziel der Islamisten, sondern ist einfach nur Projektionsfläche, Symbol für das, was eigentlich innerhalb der islamischen Welt bekämpft werden möchte.

    Ähnlich verfährt übrigens die deutsche Politik, wenn sie hier oder dort ihrem Gegner "amerikanische Zustände" unterstellt. Antiamerikanismus ist auch bei uns häufig nur die Projektionsfläche für unsere eigene Probleme, mit denen die USA nur zuallerletzt direkt zu tun haben.

    Ich vermute, dass im Verlauf der nächsten Geschichte der Westen (also Wir), sich jene Strömung des Islam die ihm am ehesten entspricht als den "wahren Islam" definieren und fördern wird. Das wird aber der am stärksten unseren Werten also einem christianisierten Islam entsprechen.

    Es bleibt spannend ob sich zumindest außerhalb Europas eine zeitgemäße und sogleich eigenständige Auslegung des Islam ausbilden kann.
    Dieser ist dann nicht mehr an unser Grundgesetz gebunden.

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