UNI-Forum

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  1. #1
    islee ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    18.03.2008
    Beiträge
    3

    Russland Südossetien Medien

    Ich hatte letztens hier im unicum Forum ein Post geschrieben. Dieser wurde gelöscht. Es war sicher kein Spam, denn ich habe mich zum Thema Südossetien geäußert. Ich schrieb, dass man bei diesem Konflikt nicht um den heißen Brei herum reden muss.
    So, jetzt wird es spannender. Die ARD zensierte ein Putin Interview (das nach 23 Uhr ausgestrahlt wurde), es wurde so geschnitten, das nichts rüber kam. Es wurde als ganzes Interview angekündigt. Nach 10 Minuten hörte man Thomas Roth sagen "Vielen Dank für das Gespräch". Welcher ARD-Zuseher konnte ahnen, dass dieser Satz in echt nach 30 Minuten gesagt wurde, und einfach nach vorne geschnitten wurde?
    russland.RU - Politik - Analysen & Hintergründe
    ARD krzt Putin-Interview - Zensur durch Weglassen

    Es war ein Medienskandal, der ohne dem heutigen Internet niemand gemerkt hätte. Aber die Mainstream Medien schreiben nichts darüber. Ausgerechnet in den russichen Medien findet aufklärung statt, die angeblich "nichts als Propaganda" sind!!!

    In der Hoffnung, dass dieser Post nicht gelöscht wird,

    mfG

    Ismael

  2. #2
    Wahlthüringer ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
    Registriert seit
    10.09.2005
    Beiträge
    815
    1. Ein Fernsehsender kann Interviews kürzen. Der Sendezeit zuliebe.
    2. Das Interview sollte auf das wesentliche gekürzt werden.

    Das ist beim Putin Interview augenscheinlich nicht geschehen, indem die wichtigsten Aussagen (was wichtig ist, ist immer auch relativ) weggekürzt worden sind.
    Die Frage ist, ob böser Wille dahinter steht oder Unfähigkeit. Es kann beides sein.

    Der Zuhörer sollte aber auf jeden Fall darauf aufmerksam gemacht werden, dass nur ein kleiner Teil eines längeren Gespräches gesendet worden ist.
    Die Frage ist ja auch, inwiefern ein gekürztes Interview noch autorisiert ist. In gedruckter Form autorisiert man es meistens nach Vorlage des zu druckenden Textes. Wie das bei mündlichen Interwies der Fall ist, ist mir unbekannt.

    Es ist durchaus denkbar, dass Medienschaffende Passagen, die nicht in ihr Weltbild passten, gestrichen haben. Denkbar ist aber auch eine Unfähigkeit, wahrzunehmen, was wichtig ist. Mich wundert gar nichts mehr. Wenn verkehrte Deutschlandflaggen, falsche US-Striche zur besten Sendezeit bei öffentlich-rechtlichen Sendern vorkommen, darf man sich über nichts mehr wundern. Oder wenn ein ausländischer TV-Sender beim Spiel Österreich-Deutschland die Nationalhymne mit mit "Deutschland, Deutschland über alles" (Untertitelung für Hörbehinderte) untertitelt und sich dann mit einer "mangelhaften Recherche" der jungen Journalistinnen entschuldigt... dann fragt man sich schon....

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