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  1. #1
    catweazle3 ist offline "Habilitand" (500-749 Beiträge)
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    Westernwave and sein Inglish

    Westerwelles peinliche Pressekonferenz: "Es ist hier Deutschland."
    Keine Fragen, keine Antworten auf Englisch.

    http://www.youtube.com/watch?v=R4pQlkshzm4

    Zur Erinnerung: Der Mann soll Außenminister werden.
    Und er steht der FDP vor, einer Partei, der der Internationalisierung und Globalisierung doch ständig das Wort redet. Von jedem Bachelor-Fuzzi werden fließende Englisch-Kenntnisse verlangt.
    Da kommt offensichtlich Westernwaves alte Realschulbildung wieder hoch und dem Zuschauer so manches andere ..


    Und hier der wahre Grund, warum Westerwelle nicht auf Englisch antworten wollte ... : http://www.youtube.com/watch?v=lLYGPWQ0VjY
    Geändert von catweazle3 (01-10-2009 um 13:54 Uhr)

  2. #2
    Robs ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    So what? Sie werden ihm schon einen Dolmetscher mitschicken, wenn er wirklich Aussenminister ist.

    Man kann sich auch fragen, wieso eine Zeitung einen Reporter in ein Land schickt, wenn der die Landessprache nicht kann. Es ist eine gewisse Arroganz und Daemlichkeit, anzunehmen, dass jeder Englisch versteht, wenn man was von ihm will, aber nicht, wenn man ueber ihn laestert.

    Fuer die britische Regenbogenpresse ist im Zweifelsfall alles falsch. Wenn er auf Englisch geantwortet haette, haetten sie sich halt ueber sein Englisch lustig gemacht. AFAIK hat das bei einigen Blaettern da Tradition.

    Der Punkt ist doch, wie er das abgelehnt hat. Und das war mangelndes Taktgefuehl und schlicht ungeschickt. Das kannste ihm ankreiden.

    Cheers,

    Robs
    Geändert von Robs (02-10-2009 um 17:57 Uhr)
    "Worship Me or I Will Torture You Forever. Have a Nice Day." -- God

  3. #3
    catweazle3 ist offline "Habilitand" (500-749 Beiträge)
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    Westerwelle kam da wirklich mal wieder als unsympathischer Deutscher rüber ...
    Und dann die Wortwahl: "internationale Ecke" usw.
    Katastrophe.

    Aber dann nochmal zu den Fremdsprachenkenntnissen an sich:

    Wenn man sich zum Diplomaten ausbilden will, muss man als Mindestanforderung Englisch und Französisch fliessend beherrschen, hinzukommen wünschenswerte Kenntnisse in jeweils einer oder mehrerer folgender Sprachen: Arabisch, Chinesisch, Russisch oder Spanisch.

    Und der Vorgesetzte dieser Diplomaten braucht noch nichtmal Englisch zu können ...
    Schlimm.

  4. #4
    Robs ist offline "Professor" (750-1499 Beiträge)
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    Zitat Zitat von catweazle3 Beitrag anzeigen
    Westerwelle kam da wirklich mal wieder als unsympathischer Deutscher rüber ...
    Naja, da sind sie im Ausland ganz anderes von uns gewöhnt

    Zitat Zitat von catweazle3 Beitrag anzeigen
    Wenn man sich zum Diplomaten ausbilden will, muss man als Mindestanforderung Englisch und Französisch fliessend beherrschen, hinzukommen wünschenswerte Kenntnisse in jeweils einer oder mehrerer folgender Sprachen: Arabisch, Chinesisch, Russisch oder Spanisch.
    Sicher? Fände ich nur bedingt sinnvoll. Wenn man Diplomat werden will, sollte man sich auf ein Land festlegen, und dessen Sprache(n) und Kultur lernen, nicht pauschal irgendwelche aus der Luft gegriffenen Sprachen. Ein deutscher Diplomat in den Niederlanden, Brasilien, Japan oder Südafrika wäre mit den von Dir genannten Sprachen schlecht beraten.

    Zitat Zitat von catweazle3 Beitrag anzeigen
    Und der Vorgesetzte dieser Diplomaten braucht noch nichtmal Englisch zu können ...
    Schlimm.
    Das interpretierst Du da rein. Er sagt nur, daß er nicht Englisch sprechen will, er macht eben die ganze Pressekonferenz in Deutsch.

    Kannst Du mitten im Gespräch in einem komplexen Thema auf Englisch umschalten, ohne Dir einen abzubrechen?

    Wenn Du fordern willst, daß ein Chef alles mindestens so gut können muß, was seine Mitarbeiter können -- würdest Du auch fordern, dass jeder Manager bei Daimler am Fließband arbeiteten, mit den CAD-Programmen umgehen, und Kotflügel lackieren kann, und zwar mindestens so gut wie die Leute, die das den ganzen Tag lang machen?

    Klingt illusorisch, und ich fände das nicht sinnvoll. Es gibt zu viel zu lernen, man kann nicht alles können. Man sollte sich lieber auf seinen Bereich konzentrieren und da gut sein. Für Politiker sind das nicht Sprachen. Für Manager nicht die Lackierstation.

    Deshalb stimme ich Dir in der Kritik an der Art und Weise, wie Westerwelle das gesagt hat zu, aber nicht darin, daß ein Außenminister auch ein Sprachgenie sein muß.

    (Apropos -- was meinst Du eigentlich, wieviele Fremdsprachen andere Außenminister so können, insbesondere zB Frau Clinton?)

    Cheers,

    Robs
    Geändert von Robs (03-10-2009 um 16:16 Uhr)
    "Worship Me or I Will Torture You Forever. Have a Nice Day." -- God

  5. #5
    Micha_86 ist offline "Abiturient" (0-19 Beiträge)
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    Ich denk mal es steht außer Frage, dass der Westerwave schon nicht ins außenpolitische Abseits gerät, weil er die andern Minister nicht versteht. Nur gehts ja eher ums Image, finde ich. Is halt schon nicht so weltmännisch, wie der sich da verhalten hat.
    Aber nun denn, er hat ja auch schon genug Schelte dafür bekommen, deshalb lass ichs mal dabei!

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