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Pianoman
Glück muss man haben :D
Das hat doch mit Glück nix zu tun; das ist gesunder Menschenverstand gepaart mit Kopfrechnen auf Hauptschulniveau.
In Zeiten bankrotter Staaten, in denen der Haben- Zins auf Tagesgeld bzw. Sparbücher nach Steuern unter der Inflationsrate liegt, gibt es nur zwei Möglichkeiten der Geldanlage: Investition in Sachwerte oder langlebige Güter einerseits oder Aktien andererseits.
Das zu erkennen braucht man keine erweiterten Kenntnisse in BWL oder Finanzmathematik.
Es reicht die Erkenntnis, dass die Kaufkraft des eigenen Vermögens schneller verfällt als es durch die netto- Zinsen wachsen kann. Hat man das erst mal begriffen, macht man sich automatisch auf die Suche nach einer Geldanlage, die mehr als 5 % Ertrag vor Steuern bei gleichzeitig angemessener Sicherheit für die Einlage bietet.
Das bieten in der Regel nur die sg. blue chips, die umsatzstarken Standartwerte, deren Kurs von Händlern weltweit gemacht wird, und deren Unternehmenserfolge auch entsprechend überregional erzielt werden.
Ob nun Energieriese, Stahlkocher, Versicherung, Bank oder Autobauer die beste Anlage sind, tritt vor dem Ziel der Risikostreuung in den Hintergrund. Man sollte ein paar Papierchen von jedem im Depot haben. Vor der Krise waren Banken die Renditebringer, in der Krise die Versorger und jetzt mögen es die klassischen Industriewerte sein, die zusätzlich zur Dividende noch einen netten Kursgewinn beisteuern, wenn man sie in der Krise (nach-) gekauft hat.
Was heute wie Glück erscheint war damals eine Entscheidung, die ebenso hätte schief gehen können. (und es zu mehr als 50% auch geht) Ich habe Entscheidungen mit mehr Mut getroffen als die für RWE. (Beispiel: Fuchs Petrolub gekauft im Dezember 2011 zu 32,50€; heute, 10 Monate später ~ 50 €)