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  1. #1
    Avatar von FlashXXXX
    FlashXXXX ist offline Registrierter Benutzer
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    Erfolg in der Tscheka - DAS sind noch Lebensläufe!!!!

    Michail Finowski, zum Beispiel, der 1937 Jeshow half, die ganze sowjetische Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen, war eins von acht Kindern, die in ein gesichertes Elternhaus geboren waren (sein Vater war Schullehrer, seine Mutter Gutsbesitzerin. Wie Dserschinski als Sohn eines leicht sadistischen Schullehrers und wie Stalin aufgewachsen in einem theologischen Seminar, schien Frinwoski geradezu prädestiniert für die Rebellion. Aber wie viele Russen seiner Generation war Frinowski so patriotisch, dass er sein Alter fälschte, damit er als Freiwilliger in der Armee des Zaren dienen konnte. Rasch stieg er in der Kavallerie zum Unteroffizier auf. Der von dem sinnlosen Gemetzel desillsionierte Frinwoski stand, wie die meisten russischen Soldaten, dem glühenden Eifer seiner Ofiziere ablehnend gegenüber und desertierte. Als Gesetzesbrecher neigte er dem Anarchismus und Terrorismus zu und war 1917 daran beteiligt, einen Generalmajor zu Tode zu foltern. Als Buchhalter in einem Militärhospital versteckte er sich vor den Behörden und warete ab, bis die Bolschewiki die Macht übernahmen. Sein Verbrechen wurde nun in eine Qualifizierung für die Tscheka umgewandelt. Nach einem kurzen Dienst in der Roten Armee wurde er zu einem der brutalsten Tschekisten in Moskau. Dann setzte man ihn gemeinsam mit Stalin im Krieg von 1920 gegen Polen an der Front ein. Nach dem Ersten WEltkrieg blieben Tausende demobilisierte Soldaten oder Deserteure mit einer abgebrochenen Schulbildung zurück. Es gab nur wenige Fabriken oder Aemter, wo sie Arbeit finden knnten, die es ihnen hätte erleichtern können, wieder ein ziviles Leben zu führen. Den von dem Dienst an der Waffe und Plnderungen brtualisierten Menschen bot dei Tscheka das einzige Ventil für ihre Talente, ihre Wut und Abgestumpftheit.

    Sich wäre jemand wie Naftalij Frenkel ohne den Ersten Weltkrieg und die Revolution ein Glücksritter und Schieber am Rand des Baugewerbes und Bandenwesens in Odessa geblieben. Frenkel wurde im Krieg mit Bauaufträgen und Dockarbeit reich: Als in Odessa dei Revolution ausbrach und niemand mehr baute oder etwas importierte, war Frenkel unter den Gangstern, die der Tscheka bei der Uebernahme Odessas von den Weissen halfen. Die meisten Gangster wurden danach von ihren ehemaligen Partnern erschossen, doch Frenkels Organisationstalent war zu wertvoll, um es zu verschwenden. Ihm wurde es gestattet, sein Bandenwesen im Hafen mit Arbeit für die Tscheka fortzusetzen, bis Dserschinski die Sache zu peinlich wurde. Frenkel wurde, angeblich als Gefangener, in den hohen Norden geschickt, wo er schon bald de facto zum Kommandanten eines Konzentrationslagers wurde und es in den Dreissigerjahren zum Hauptlieferant von Zwangsarbeitern für den Eismeerkanal brachte.

    In der Tscheka waren Zehntausende Frinowskis und Frenkels...
    Was sollten wir spezifisch daraus für die Zukunft lernen? (nicht spezifisch fettgedruckt, sondern alles)

    Ich sagte schon immer; erst im Krieg wird aus dem Knaben ein Mann...

    ... und ein Monster.

    Hitlers Laufbahn bezüglich Ausbildung und Krieg war ja ähnlich. Wusste nach dem 1. Weltkrieg auch nicht was anfangen.
    War meiner Meinung sowieso das, was wir aus dem 2. Weltkrieg lernen sollte; - Wähle keine Kriegsveteranen in die Politik!!!!!
    Geändert von FlashXXXX (02-07-2005 um 19:12 Uhr)

  2. #2
    Avatar von FlashXXXX
    FlashXXXX ist offline Registrierter Benutzer
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    Heute in der Sendung; Igor Terentjew

    Die OGPU hatte Dossiers angelegt, in denen alle Maler undDichter mit avantgartisstischen Ansichten - einst die Lieblinge der Revolution - mit ehemaligen Offizieren der Weissgardisten, mit Emigranten und früheren Polizisten in Verbindung gebracht wurden. Stalin hatte ähnliche Ansichten über "entartete Kunst" wie Hitler. Die ukrainische GPU besass ein 3000 Bände starkes Dossier mit dem Titel "Frühling"; zu den ersten Opfern der Verfolgung gehörte Igor Terentjew, der zur Zwangsarbeit an den Weissmeerkanal geschickt wurde. Als Sohn eines Gendarmen und Bruder deines Emigranen hätte er auch ohne weiteres erschossen werden können. Später kam Terentjew als freier Arbeiter am Moskau-Wolga-Kanal zum Einsatz; 1937 schliesslich wurden weitere Beschuldigungen gegen ihn erhoben, die zu seiner Hinrichtung führten.
    Begonnen hat die ganze Geschichte ca. 1932.

    Zeigt wiedermal schön den Unterschied zwischen Film und Realität auf.

    In Wirklichkeit kommt man in einen bes***** Situation, flucht und betet, denkt es kommt besser, und am Schluss, nach Jahren des Kämpfens und durchbeissens, wird man dennoch erschossen.
    In der Realität garantiert niemand für ein Happy-End.

    Betrachtet man diesen Lebenslauf, sieht man auch dass der Spruch; "Jeder ist seines Glückes selbst Schmied." Unsinn ist!
    Geändert von FlashXXXX (08-08-2005 um 09:15 Uhr)

  3. #3
    Avatar von FlashXXXX
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    In den Jahren 1937 und 1938....

    .... wurden in der Sowjetunion 750'000 Menschen hingerichtet, und 1.5 Mio Menschen starben in Konzentrationslager!!!

    Das entsprach ungefähr jedem 10. Stadtbewohner der einfach irgendwann nicht mehr nach Hause kam und dessen Wohnung man übernehmen konnte...

    Das sind die meisten Morde überhaupt durch ein Regime verübt zu Friedenszeiten.

  4. #4
    Unregistriert Gast
    Zitat Zitat von FlashXXXX
    .... wurden in der Sowjetunion 750'000 Menschen hingerichtet, und 1.5 Mio Menschen starben in Konzentrationslager!!!

    Das entsprach ungefähr jedem 10. Stadtbewohner der einfach irgendwann nicht mehr nach Hause kam und dessen Wohnung man übernehmen konnte...

    Das sind die meisten Morde überhaupt durch ein Regime verübt zu Friedenszeiten.

    http://www.zweites-leben.org/einzels...scheumann.html
    http://www.zweites-leben.org/transport_hoffmann1.html
    http://www.zweites-leben.org/voelkermord1.html

    viele lebensläufe mehr!

    http://www.zweites-leben.org/index2neu.html

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