An-die-Decke-starrender Langschläfer. Bekennend *g*.
Umfrageergebnis anzeigen: Was für ein Morgentyp bist du?
- Teilnehmer
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Der Zeitungsleser
4 14,29% -
Das Partyluder
0 0% -
Der Jogger / Die Joggerin
0 0% -
Der / Die Dekadente
0 0% -
Der Schmuser
2 7,14% -
Die Zicke
1 3,57% -
Die junge Mutter
0 0% -
Die Mutter von Jugendlichen
0 0% -
Der Hektiker
2 7,14% -
Der Rentner / Die Rentnerin
1 3,57% -
Der Student / Die Studentin
4 14,29% -
Der Langschläfer / Die Langschläferin
5 17,86% -
Der / Die Leser(in)
2 7,14% -
Der / Die Leistungssportler(in)
0 0% -
Der An-die-Decke-Starrer
2 7,14% -
Die Mopsbesitzerin
0 0% -
Die Mopsjugendliche
0 0% -
Mist, mir gehen die Morgentypen aus!
1 3,57% -
Einen hab' ich noch:
3 10,71% -
Morgan Freeman!
1 3,57%
+ Antworten
Ergebnis 1 bis 5 von 30
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11-10-2006 22:05 #1
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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- 13.01.2003
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- 4.692
Was für ein Morgentyp bist du?
Was für ein Morgentyp bist du?
Im folgenden habe ich mehrere Menschentypen und ihr typisches Verhalten während und nach dem Aufstehen kategorisiert und beschrieben. Ich denke, es ist für jeden was dabei, wo er sich erkennt.
Der Zeitungsleser
Meistens männlich. Steht wortlos auf und liest jeden Morgen die Zeitung, wahlweise ein Produkt der regionalen Tagespresse oder die Süddeutsche, Welt oder FAZ, nicht jedoch DieZeit oder Bild&Co. Nimmt auch klaglos in Kauf, jeden Morgen in Pyamahose und halboffenen Morgenmantel Stockwerke zu steigen und die Zeitung aus dem Briefkasten zu zerren. Las als Kind morgens die Aufdrucke von Cornflakespackungen. Spricht man den Zeitungsleser am Lese-/Frühstückstisch an, so antwortet er stets mit „Mmmh“, hat keinesfalls zugehört, kann sich aber noch Stunden später an den genauen Wortlaut mancher Artikel aus der Zeitung erinnern. Wird von seiner Ehefrau nach spätestens zwei Jahren verlassen.
Das Partyluder
Das Partyluder (meistens weiblich oder homosexuell männlich) wacht grundsätzlich jeden Morgen auf, ohne sich erinnern zu können, wann und wie er / sie ins Bett gekommen ist. Hat dort wahlweise nichts, fremde Damenunterwäsche, fremde Herrenpyamaoberteile oder noch die Partykleider vom Abend davor an, macht sich deswegen aber keine Sorgen. Hat das Partyluder was zum Poppen abgeschleppt, so geschieht dies meiste in der anderen Wohnung, da beim Partyluder immer so große Unordnung herrscht, die selbst dem Partyluder peinlich ist. Steht selten vor 13 Uhr auf. Das Partyluder frühstückt jeden Morgen prophylaktisch Medikamente gegen alle Geschlechtskrankheiten und macht nicht selten dazu schon den ersten Piccolo auf.
Der Jogger / Die Joggerin
Der Jogger / die Joggerin haben keinen Probleme damit, immer rechtzeitig aufzustehen, um vor der Uni / vor dem Büro 45 bis 60 Minuten zu joggen und tragen dabei so unpraktischen wie unkleidsamen Schlabberlook. Haben keinen Pulsmesser und nehmen niemals an Laufwettkämpfen teil. Laufen jeden Morgen die allergleiche Streck im immergleichen Tempo.
Das machen sie allerdings nur Montag bis Freitag, am Wochenende nie, weil sie „ja schon unter der Woche was für die Gesundheit getan haben“. Frauen joggen, um vor der Urlaubszeit eine Bikinifigur zu bekommen, Männer, weil sie gut genug aussehen wollen, um die Frauen im Bikini anzusprechen.
Der Raucher / Die Raucherin
Steckt sich, kaum aufgewacht, schon die erste Kippe an. Dann zu Frühstück noch drei, dazu nur schwarzer Kaffee. Ist morgens immer schlecht gelaunt, die Stimmung des Rauchers / der Raucherin wird erst ab der fünften Zigarette besser. Der Sauerstoffgehalt im Schlafzimmer diesen Morgentyp geht auch morgens schon gegen Null.
Der / Die Dekadente
Zelebriert das Aufstehen aus seinem von siamesischen Zwillingen handgeklöppelten Seidenfuton aus Edelmahagoni regelrecht, braucht dafür Stunden. Ist neureich und denkt sich, das würde zu seinem neuen Lebensstil gehören. Selbstverständlich nur Sachen aus dem Delikatessengeschäft (Babyrobbenhoden auf Edelweißsalat) zum Frühstück. Beim Dekadenten darf man unangemeldet ab 10 Uhr zum Frühstück vorbeikommen, da er/sie seinen/ihren Reichtum gerne vorführt,dann muß man sich allerdings anhören, wie schwer das Leben doch ist, wenn man sich nicht zwischen Bentley und Rolls-Royce entscheiden kann.
Der Schmuser
Der Schmuser ist meistens verheiratet und hält seine Ehefrau morgens für einen Teddybär, den man über Gebühr drücken und knuddeln muß. Will eigentlich gar nicht aufstehen, aber irgendwann tut es sein eTeddybärin. Der Schmuser ist fast immer männlich, weil sich hier zeigt, daß Männer die anlehnungsbedürftigeren Wesen sind. Latent regressiv, würde auch noch bei Mutti wohnen, wenn er nicht verheiratet wäre.
Die Zicke
Natürlich schon morgens übelst gelaunt, weil wieder ein neuer Tag angebrochen ist. den sie ertragen muß. Immer weiblich. Oft Ehefrau vom Schmuser.Will eigentlich nur allein sein und ihre Ruhe haben, hat aber aus Prinzip einen Geliebten. Will den Morgen so schnell wie es geht hinter sich bringen, damit sie baldmöglichst ihren ersten Martini trinken kann.
Die junge Mutter
Nach dem Aufstehen ganz besonders unansehnlich (daher Vater des Kindes meist Morgentyp Zeitungsleser): aufgedunsen, übermüdet, verhärmt. Wenn sie zum Schlafen gekommen ist, dann hatte sie Alpträume vom plötzlichen Atemstillstand des Babies. Entsprechend morgens Nerven wie gespannte, dünne, rostige Drahtseile.
Die Mutter von jugendlichen Kindern
Ist mit allen Wassern gewaschen. Prüft morgens um halb sechs erstmal die Bänder ihrer Überwachungskamera, um zu prüfen, wie und wann ihre Brut nach Hause gekommen ist, falls sie diesen überhaupt gestattet hat, auszugehen. Dann körperlich-ruppiger Drogencheck an Kleider und Körper der Teenies. Bei Beanstandungen einstündige Gardinenpredigt, bei keinen Beanstandungen auch. Dieser Morgentyp ist morgens immer topfit, weil sie weiß, daß dann die Widerstandskraft ihrer Klone am schwächsten ist. Kinder diesen Morgentyps haben ein gute Chance, bis zum Erreichen der Volljährigkeit Jungfrau zu bleiben.
Der Hektiker
Der Hektiker (meistens männlich) ist grundsätzlich morgens immer „zu spät dran“ und legt deshalb eine überbordende Eile an den Tag. Kompensiert damit Minderwertigkeitskomplex, indem er durch die Hektik anzeigt, wie wichtig er an einem anderen Ort sei. Telefoniert auch gerne morgens schon, es ist aber umstritten, ob er dies wirklich tut oder nur simuliert. Frühstückt immer am Arbeitsplatz.
Der Rentner / Die Rentnerin
Der Rentner / die Rentnerin ist morgens schon froh, überhaupt wieder wach geworden zu sein. Wenn er / sie dann noch feststellen kann, welches Jahr wir haben und wo er / sie sich befindet, ist dies schon die halbe Miete. Und wenn dem Aufstehen ein ordentlicher, gesunder Stuhlgang folgt, dann kann dieser Morgentyp wohlgelaunt seinen üblichen Beschäftigungen nachgehen: Modeleisenbahnen bauen, die Kasse im Supermarkt blockieren und unaufgefordert Geschichten erzählen, die keiner hören will.
Der Student / Die Studentin
Der Student / die Studentin hat keinen Wecker und kommt daher grundsätzlich zu spät zur ersten Vorlesung. Dies nimmt er / sie billigend in Kauf, denn damit demonstriert er / sie, wie easy dieser Morgentyp das Studium nimmt. Es sei denn, er / sie hat zu Zeit einen ganz einen tollen Praktikumsjob (Werbung oder Film), dann steht auch dieser Morgentyp pünktlich auf und wäscht sich hinter den Ohren, wo noch alles grün ist. Dieser Typ würde sich prinzipiell morgens gerne einen Kaffee machen, ist aber zu blöd, Kaffeepulver und Kaffeefilter gleichzeitig im Haus zu haben.
Der Langschläfer / Die Langschläferin
Hat den gleichen Schlafbedarf wie Vierjährige. Können prinzipiell immer und überall schlafen und sind in der übrigen Zeit trotzdem müde. Es wurde nie beobachtet, ob und wie diese Spezies aufsteht. Irgendwann sind sie wach und ärgern sich, daß sie wieder nur 12 Stunden geschlafen haben. Wissen nie, was eigentlich los ist.
Der Leser / Die Leserin
Der Leser / die Leserin hat immer ein Buch griffbereit am Bett. Auch morgens nach dem Aufwachen liest er erst einmal mindestens ein Kapitel. Dieser Morgentyp ist oft Partner vom Langschläfer. Wird aber stoffelig, wenn er nicht wenigstens 5 Bücher im Monat gelesen kriegt. Latente(r) Misanthrop(in).
Der / Die Leistungssportler(in)
Dieser Morgentyp ist der disziplinierteste unter den Typen. Nicht zu verwechseln mit dem / der Jogger(in). Der / die Leistungssportler(in) macht seine erste Trainingseinheit noch vor Frühstück und Arbeit / Uni. Selbstverständlich steht er dafür mindestens eine Stunde vor Trainingsbeginn auf, weil er / sie weiß, daß der Kreislauf eine gewisse Zeit braucht, um in Schwung zu kommen. Gewichts- und Ruhepulskontrollen sind jeden Morgen obligatorisch. Weil die Zeit zwischen Trainingseinheiten-Ende und Arbeitsbeginn dann doch meist etwas knapp ist, frühstückt der / die Leistungssportler(in) meist auf dem Weg, natürlich kohlehydratreich, z.B. Müsliriegel oder Bananen. Wenn andere nach Schweiß und Zigaretten stinkend in die erste Vorlesung kommen, hat der / die Leistungssportler(in) schon ein gewaltiges Pensum hinter sich und ist gut gelaunt und hellwach. Der König / die Königin unter den Morgentypen.
Der An-die-Decke-Starrer
Der An-die-Decke-Starrer ist ein meist männlicher Melancholiker, der die Zeit nach dem Aufwachen nutzt, um den obenseitigen Abschluss seines Schlafzimmers zu betrachten. Dabei ruft er sich ins Gedächtnis, wie traurig und sinnlos das Leben ist, gelegentliches Seufzen nicht ausgeschlossen. Der An-die-Decke-Starrer ist selbstredend Single. Am Ende des Starrens stellt sich dieser Morgentyp vor, die Decke wäre eine kilometerweit entfernte Planetenoberfläche, und er fällt und fällt und fällt....
Die Mopsbesitzerin
Dreht sich morgens als erstes die Lockenwickler rein und geht dann mit ihrer Fußhupe raus, weil der Kleine sonst auf den Flokati kackt. Öffentliches Ärgernis, visuell udn wegen der Hundescheiße.
Die Mopsjugendliche
Um ihren BMI konstant über 30 zu halten, beginnt die Mopsjugendliche (meist weiblich) mit einem herzhaften Frühstück aus gebratenem Speck, Würstchen, Omeletts, Nutellapfannkuchen, einem Schinkensteak, gezuckerten Buttertee und noch mehr gebratenem Speck. Da sie zu diesem Zeitpunkt schon mindestens 3 Stunden nichts mehr gegessen hat, entwickelt sie eine guten Appettit. Dazu trägt sich schon morgens gern Nabelfreies, damit es so richtig aus der Hose quillt. Danach fährt sie zu ihrem Job bei McDonalds, KFC oder BurgerKing.Thomas Bernhard ist Student im dritten Semester, dass ihn zum Diplom-Rezipienten formen soll.
Dem Narren ein Denkmal.
Dem Reimliebhaber ein Gedicht.
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11-10-2006 22:09 #2"Love as thou wilt"
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12-10-2006 00:17 #3
Bei mir spielt sich das alles in Zyklen ab. Manchmal Leistungssportlerin (auch wenn mein Aufstehverhalten dann mit Leistungssport nicht das geringste zu tun hat und diese Phase meistens allerhöchstens einen Tag andauert...), dann wieder Mopsjugendliche (auch wenn man mich bei Gott nicht mehr jugendlich nennen kann *grein*) oder Langschläferin (ohne "auch wenn und aber") bzw. An-die-Decke-Starrerin (auch wenn mich die Melancholie meistens rechtzeitig vor dem die-Beine-aus-dem-Bett-Schwingen wieder verlässt und ich es meistens sogar in der Phase schaffe, mir im Spiegel zu zu grinsen) und wenn ich gerade ein spannendes Buch lese, kann ich mich auch zur Aufsteher-Gattung der Lerserinnen zählen (auch wenn ich mich unabhängig vom morgendlichen Levitations-Verhalten sowieso zu den Leserinnen zählen würde), zur Zeit bin ich aber eindeutig Rentnerin (auch wenn's ganz so arg dann doch noch nicht ist)!
Without me it's just aweso
Illiud Latine dici non potest.
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12-10-2006 09:13 #4
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
- Registriert seit
- 25.07.2003
- Beiträge
- 5.278
Ich bekenne
mich zur FAZ am Sonntag.
Die ist so dick, dass ich die ganze Woche brauche, um sie durchzulesen; jeden Morgen eine Lage.
Daher können sich nur diejenigen durch meinen Anblick belästigt fühlen, die Sonntags schon gegen 07:00 aufstehen und zufällig sehen, wie ich die Zeitung aus dem Briefkasten zerre.
Wer hingegen Wochentags um 07:00 etwas von mir möchte, muss mich auf der Arbeit anrufen, wo ich dann schon eine Stunde anzutreffen bin.
Gefrühstückt habe ich selbstverständlich zuhause, beim Zeitunglesen!
Da meine innere Uhr präziser funktioniert als solche mit Schwingquarz, bin ich meist etwa eine Viertelstunde eher wach als mein Wecker quiekt. Dann starre ich jedoch nicht an die Decke (in meinem Schlafzimmer herrscht ohnehin absolute Dunkelheit) sondern träume was Schönes oder fromuliere im Geiste einen polemischen Beitrag für´s Politik- Forum.
Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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12-10-2006 09:26 #5krischan Gast
Moin
,
also, eindeutig Zeitungsleser, wobei mir der Kasus des Alleinlebens da entgegenkommt. Und natürlich nicht mit richtiger Zeitung, sondern online am PC. Manchmal darf es auch ein Buch sein. Zum Wochenende hin dann auch eine etwas dickere Zeitung. Interessant werden Presseerzeugnisse sowieso erst nach mehreren Tagen.
Im Übrigen denke ich, dass es noch einen Typ gibt, und zwar die Im-Bett-Frühstücker. Diese halten es für den Gipfel der Romantik, wenn man etwas opulenter im Bett tafeln kann - aber wehe, es geraten Krümel zwischen die Plünnen oder ein Kaffeefleck darauf. Wahrscheinlich eng mit dem / der Dekadenten verwandt.
Krischan


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