Das mit dem Wahrheitsgehalt von wissenschaftlichen Sendungen ist natürlich eine gute Frage. Ich denke aber, dass man sich auch in diesem Bereich nicht mehr absolut auf alles verlassen kann. Der Produktionsdruck wird immer höher und darum muss schnell Neues produziert werden. Die Thematik, die du beschreibst, habe ich allerdings schon einmal in einer anderen Dokumentation gesehen, denke aber, dass vielleicht einfach Spekulationen sind, die man aufgrund einiger Indizien annimmt und dahin gehend verarbeitet. Den absoluten Beweis wird man für diese Thesen sowieso nicht haben.
Wer sich im Allgemeinen für die Glaubwürdigkeit von Fernsehsendungen interessiert, dem sei diese Dokumentation ans Herz gelegt (auch wenn der Fokus auf RTL-Dokusoaps liegt):
Das Lügenfernsehen - Mitten Im Leben, Schulermittler und Co
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11-01-2012 19:10 #1
Wer überprüft eigentlich TV-Sendungen?
Hallo Leute,
Ich bin etwas verwundert.
Ich habe letze Woche die (wissenschaftliche) Sendung "Expedition Erde" im ZDF gesehen.
Es ging dort um viele neue Infos rund um die Entstehung und Entwicklung unseres Planeten
und um unzählige, teilweise sensationelle Theorien zur Entstehung usw.
Beispielsweise wurde sehr selbstbewusst davon gesprochen, dass unsere Erde mal einen
Zwillings-Planeten hatte, mit dem sie zusammen gestoßen ist und als Folge hat sich aus den
Trümmern unser Mond geformt.
Zum Mond wurde berichtet, dass er sich pro Jahr ca. 3 cm von der Erde wegbewegt, sodass
seine Anziehungskraft immer schwächer für die Erde wird.
Weiterhin wurde von sogenannten "Wassertaschen" in Gletschern gesprochen, die dazu
führen, dass sich ein Gletscher einfacher um enge Bergpassagen herum bewegen kann.
Es gab auch noch viele viele andere derartige Aussagen und Theorien und ich fragte mich am
Ende der durchaus beeindruckenden, mehrteiligen Sendung: "Wird sowas überhaupt auf seinen
Wahrheits-Gehalt hin überprüft?"
Hat von euch vielleicht auch einer die Sendung gesehen und hat dazu eine Meinung oder weiss
sogar wie mit dem Wahrheitsgehalt von solchen Dingen umgegangen wird?-------------------------------------------------
Und immer schön aufmerksam bleiben
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18-01-2012 15:02 #2
"Abiturient" (0-19 Beiträge)
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18-01-2012 17:02 #3
Danke für deine Antwort.
Ich werde mir deinen link mal in Ruhe ansehen.
Sowas interessiert mich einfach sehr.
Lieb von dir!
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Und immer schön aufmerksam bleiben
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19-01-2012 11:02 #4
"Rektor" (3000 - 5999 Beiträge)
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Wahrheiten und Theorien
Grundsätzlich gilt für alle naturwissenschaftlichen Aussagen, dass zwischen Beobachtung, der daraus abgeleiteten Theorie und einer Lehrmeinung zu unterscheiden ist.
Dass sich der Mond von der Erde entfernt, kann man nachmessen; die Astronauten der NASA haben einen Laserreflektor auf dem Mond zurückgelassen. Warum das so ist, ergibt sich aus dem Energieerhaltungssatz und den Gezeiten, dem Wechsel von Ebbe und Flut. Der Mond zerrt an den Wassermassen dieses Planeten, Wasser strömt, fließt und unterliegt der Reibung. Energie wird dissipiert. Das gravitativ gebundene Erde- Mond- System "verliert" also Rotationsenergie an die Reibung. Es dreht sich langsamer. Das geht nur, wenn sich der Mond entfernt.
Diese Erklärung ist einfacher und plausibler als alle anderen, genügt also der Forderung nach "Ockhams Rasiermesser". Das braucht also keiner mehr zu "überprüfen". Im Gegenteil! Wenn jemand was anderes behauptet, z.B. Theorien dazu aufstellt, in der Außerirdische Sackgesichter vorkommen, die den Mond von innen aushöhlen, den würd ich überprüfen.
Bei anderen Fällen mag es weniger eindeutig sein. Da mag es zur selben Beobachtung verschiedene Interpretationen und daraus folgend verschiedene, zunächst gleichberechtigte Theorien geben. Mag sein, dass sich solche Dinge niemals mit absoluter Sicherheit klären lassen, dass man immer auf einen Rest Vermutung angewiesen bleibt; so etwa, wie der Mond tatsächlich damals entstanden ist. (es war ja keiner dabei) In solchen Fällen bildet sich aber mit der Zeit eine sog. Lehrmeinung. Das ist so eine Art Konsens auf niedrigstem gemeinsamem Nenner bzw. die Meinung einer Mehrheit.
Aber, wie gesagt, ein vernünftiger Mensch wird das auseinanderhalten; ein verantwortungsvoller (Fernseh-) Journalist entsprechend kennzeichnen.Tja, Proton müsste man sein; man würde die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf, und hätte eine nahezu unbegrenzte Lebenszeit.
(Silvia Arroyo Camejo)
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28-02-2012 03:05 #5
"Student" (20-79 Beiträge)
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- 28.02.2012
- Beiträge
- 20
Naja, mit solchen Wissenschaftssendungen ist es wohl wie mit Wikipedia. Man sollte sich nie auf das verlassen was man sieht sondern sich dazu eine eigene Meinung bilden.
Jedenfalls ist für mich im web diese Seite die beste Quelle.Geändert von Unimogger (31-03-2012 um 18:14 Uhr)
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