hmmm, also ich dachte dabei gleich an:
was bedeutet denn eigentlich in dieser Welt leben? Vor allem, wie sehen wir Menschen es? Ich finde, dass wir oft vor lauter leben wollen das eigentliche Leben übersehen. Vor lauter großen Dingen gehen die Kleinen unter, die die Grundlage des Lebens ausmachen. Ein Sonnenstrahl, ein stiller Moment, alles was wir schon gar nicht mehr wahrnehmen....Wie wäre es, das zum Beispiel in einer Collage etc. wieder zum "leben" zu erwecken, bzw. den Betrachter darauf hinzuweisen, was er vor lauter Hektik und Glückssuche alles verpasst....?
hoffe ich konnte Dir helfen,
lg
Thema: prob
Ergebnis 1 bis 4 von 4
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06-02-2005 11:21 #1Unregistriert Gast
prob
Und zwar habe ich ein übles Problem. Ich muss nämlich eine Grafik/Malerei/Collage/Plastik/Objekt/Foto zum Thema "Ich lebe in dieser Welt" machen! Kann mir da jemand einen Tipp geben was man konkret zu diesen Themen machen kann: Alltag,Tagesablauf,Uhrzeit,Drogen...?
Oder fällt jemanden ein besseres Thema ein? Und weiss jemand wie ich so etwas am besten umsetzen kann?
Bitte antworten! Ist wichtig!
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06-02-2005 17:13 #2Unregistriert Gast
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06-02-2005 17:55 #3
Pff, das Ideensammeln ist das Spannendste an einem Kunstwerk. Warum Du Dir das von anderen Personen freiwillig nehmen lassen willst, kann ich nicht wirklich nachvollziehen, aber gut. Würde dir einfach raten, mal bewusst zu reflektieren, was sich im Gegensatz zu früheren Zeiten verändert hat. Mach' einen Spaziergang und halte die Augen offen, oder lies mal bewusst Zeitung. Natürlich kann man auch mit Klischees spielen, die der "Jugend von heute" oft an den Kopf geworfen werden. Gerade in Collagen kann man das schön darstellen. Die Technikwahl hängt aber wohl vom Thema ab, und natürlich von persönlichen Präferenzen.
In der Kunst sollte man bei solchen Dingen nicht immer total verkopft sein und sich das alles vorher überlegen. Nimm' einen billigen Werkstoff/Technik wie Collagen, Pappmachée oder die Digi-Cam, wenn Du eine hast, und probier' einfach mal drauf los.Der Wolf ist ein großer Übeltäter, doch er lehrt die Hirten, auf der Hut zu sein.
Chinesisches Sprichwort
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06-02-2005 23:45 #4
Moderator
- Registriert seit
- 01.01.2003
- Beiträge
- 3.140
klingt nach einer schulischen abschlussarbeit oder einer arbeit in einem kreativen seminar. und entweder die fragestellung ist scheiße, da unkonkret, oder so genial, dass du schleunigst mal deinen eigenen kopf in gang setzen solltest.
Zitat von Unregistriert
du lebst also in dieser welt, in welchem teil eigentlich? warum hier und nicht woanders? was macht deinen teil dieser welt denn aus, was liebst du an ihm, was kannst du nicht leiden. was ist ausstellenswert, was ist wichtig, was ist dir in deinem teil dieser welt wichtig?
einer meiner dozenten sagt immer, dass es ehrlich sein muss und, dass man so etwas wie eine poetik haben sollte. ich habe jahrelang irgendwelchen belanglosen kram gemacht und dann hat es knack gemacht. ich muss das thema wollen, ich muss dazu einen bezug haben und wenn ich ihn nicht habe, dann muss ich ihn auf meine art herstellen. es geht nicht darum, dass etwas schönes am ende dabei rum kommt, sondern, dass ich damit zufrieden bin, dass ich weiß, das hast du dafür geleistet und ich habe mich hunderttausendmal gefragt, ob das jetzt wirklich so machbar und plausibel ist und nicht irgendein billiger effekt. ich setze die dinge inzwischen zu mir in beziehung, ich habe meine eigene art gefunden mir dinge zu erschließen und daraus sich das objekt entwickeln zu lassen. ich weiß nicht was deine art ist dinge zu erforschen, sie auszuloten, sie auf eine form von wahrheit hin zu überprüfen.
taste deine umgebung ab, halte alles fest, fang ein künstlerisches tagebuch an, halte alles fest, klebe schnipsel ein, schreibe alle gedanken auf, die wichtig und noch viel besser, die dir völlig absurd und unwichtig erscheinen, mache fotos, frotagen, taste deine umgebung mit dem fingervierecksucher ab, lehre dich sehen, setz dir eine rosa brille auf, checke alles mit deinen fünf sinne durch und denk dir noch zwei dazu aus, sei eine lupe deiner umgebung. und dann fang an zu filtern, alles bis auf den kern und wenn der kern faul ist, dann fang noch einmal an. es ist nicht das endprodukt, was zählt, es ist der prozess. verfolge deinen prozess und halte ihn fest. fang bitte nicht an irgendwelche kitschigen figürchen zu machen oder bunte bildchen zu malen und mal ein paar bunte fotos zu knipsen. hier in diesem forum gibt es einen thread von kah, mit bildern von ihr. weißt du warum ich diese bilder toll finde? weil sie ehrlich sind (zudem hat sie talent).
als erstes würde ich anfangen und mich fragen auf welchen teil der themenstellung ich mein augenmerk richten will. außerdem würde ich persönlich das objekt wählen. das objekt ist von allen das freieste, vielleicht auch das schwierigste, weil du keine klaren richtlinien hast, weil du keine formalen dinge erfüllen musst, du musst nur ehrlich sein. mein papa hat mir mal gesagt, dass ich nie mit symbolen arbeiten soll, sondern, dass ich das was ich arbeite ein symbol ist. vielleicht heißt es damit, dass ich ehrlich sein muss.
wenn du allerdings nur auf eine gute note aus bist und dir ansonsten alles so ziemlich scheißegal ist, dann mach was schönes, kauf dir z.b. ein buch zur fotografie und hole deine knipse raus, wäre allerdings rausgeworfenes geld.
würde mich sehr freuen, wenn du weiterhin von deinem projekt berichten würdest.
falls du eine größere bibliothek in nähe hast, empfehle ich dir die bücher von schulz/kirschenmann/kern (autorenkollektiv) auszuleihen. vielleicht hast du auch in einer bibliothek die zeitschrift "kunst&unterricht" (velber verlag).Geändert von jodoca (06-02-2005 um 23:54 Uhr)
Ein Gedicht, was es sonst auch immer noch sein mag, ist zuerst ein Text.
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